25.09.2007 07:00 Uhr - 2. Bundesliga Süd - Matthias Kornes - hbvf.de

Erster Spieltag in der zweiten Liga Süd: Die Favoriten zeigen Stärke

Nationaltorfrau Alexandra Gräfer war Rückhalt für GöppingenNationaltorfrau Alexandra Gräfer war Rückhalt für Göppingen
Quelle: Christopher Monz
Pleiten für die Aufsteiger, Erfolge für die Play-off Anwärter: Der erste Spieltag der zweiten Liga Süd hat keine großen Überraschungen gebracht. Der TuS Weibern hat Neuling DJK Marpingen mit 48:28 eine Lektion erteilt, auch die favorisierten Markranstädterinnen konnten sich deutlich in Zwickau durchsetzen. Allensbach konnte sich gegen Ober-Eschbach klar durchsetzen, bei der HSG Bensheim-Auerbach war dagegen noch etwas Sand im Getriebe. Aufstiegsfavorit Göppingen unterstrich dagegen die eigenen Ambitionen mit einer ganz starken ersten Halbzeit gegen Mainzlar.

11 Tore: Simone Salz11 Tore: Simone Salz
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Eine ganz bittere Pille musste Aufsteiger DJK Marpingen schlucken. Mit 48:28 (24:16) kam das Team von Trainer Peter Monz in Weibern unter die Räder. "Wir sind natürlich nicht hierhin gefahren, um zu gewinnen. Aber so wollten wir uns auch nicht abservieren lassen. Die Mannschaft hat heute kräftig Lehrgeld gezahlt. Jetzt müssen wir erkennen, dass die Zweite Liga Leistungssport bedeutet", musste DJK-Teammanager Reimund Klein nach der Partie feststellen.

Angeführt von den routinierten Simone Salz (10/4), Andrea Pop (7/2), Inga Ethebber (3) und Sanja Heldrih (8) führte Weibern schon nach 8 Minuten mit 8:2, Coach Peter Monz wurde zu seinem ersten Time-out gezwungen. Auch in der Folge fand Marpingen kein Mittel, um der TuS Mannschaft in Abwehr oder Angriff entsprechende Aufgaben zu stellen. Im zweiten Durchgang lief dann nichts mehr zusammen bei den Gästen. Weiberns Trainer Jan Reuland war zufrieden mit dem ersten Auftritt seiner Truppe: "Die Spielerinnen haben genau auf den Punkt hin die Motivation und Konzentration gezeigt, die zum Saisonstart erforderlich ist."

Der SC Markranstädt hat seine Ambitionen auf einen Spitzenplatz untermauert. Mit 22:32 (10:17) siegte der SC im Sachsen-Derby beim BSV Zwickau, der nur acht Feldspielerinnen aufbieten konnte. Markranstädt setzte sich von Beginn ab und ließ nie einen Zweifel am Sieg aufkommen.

Markranstädt und Göppingen dominant

Gäste-Trainer Rüdiger Bones war mit dem Auftakt entsprechend glücklich: „Das heutige Resultat hätte ich mir nie zu träumen gewagt. Aber das zeigt, was man erreichen kann, wenn man konzentriert und engagiert zu Werke geht.“ Trotzdem warnte der Coach vor allzu großer Euphorie: „Das heutige Spiel lässt sicher noch keine Rückschlüsse auf den Saisonverlauf zu, aber wir wollen ebenso engagiert wie heute um die Play Off-Plätze mitspielen.“

Auch Göppingen wurde der Favoritenstellung gerecht. Am Donnerstag vor dem Spiel hatte sich Göppingen noch von Trainer Hagen Gunzenhauser getrennt, am Sonntag dann konnte Frisch Auf gestützt auf Torfrau Alexandra Gräfer nach einer kurzen Orientierungsphase davonziehen. Über 10:5 und 16:7 marschierte Göppingen zur 20:9 Halbzeitführung. Im zweiten Durchgang ließ dann die Konzentration nach, am Sieg kamen gleichwohl keine Zweifel auf. "Wir haben noch Probleme im Rückraum. Uns fehlt das Durchsetzungsvermögen“, stellte Mainzlars Trainer Jürgen Gerlach fest.

Die HSG Bensheim-Auerbach zeigte zwei Gesichter bei ihrer Premiere. Erst überrannten die Spielerinnen um Routinier Edina Rott den Aufsteiger Waiblingen (7:2, 7. Minute), um in den dann folgenden 23. Minuten nur noch dreimal zu treffen. „Da hat man schon gesehen, dass wir einige neue Leute haben und das Spiel miteinander noch nicht perfekt klappt“, stellte HSG-Trainerin Ildiko Barna nach dem Spiel fest. So wurde es ein hartes Stück Arbeit, ehe die ersten Punkte eingefahren werden konnten.

Metzingen siegt im Derby


Der TuS Metzingen ließ im Derby gegen den TV Nellingen gleich aufhorchen. Mit 28:30 (13:13) siegte das umgebaute Team, das für viele eine unbekannte Größe in der Liga dargestellt hatte. Trainer Jochen Griesmeier konnte zufrieden mit ansehen, dass sich die meist unterklassigen Neuzugänge ordentlich in das Team integrieren.

Der SV Allensbach hatte sich mit einer 15:4 Führung (24.) den Grundstock für den erfolgreichen Saisonstart erspielt. Am Ende setzte sich das Team um die siebenfache Torschützin Lena Landenberger und die starke Torrau Andrea May („Für uns eine große Bereicherung“ sagt Trainer Olivier Lebherz) mit 31:23 (17:8) durch. "Es freut mich riesig, dass wir mit einem Sieg gestartet sind", stellte SVA-Trainer Oliver Lebherz nach dem Spiel fest: "Vor allem, weil man zu Beginn der Runde nie genau weiß, wo man steht."