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11.06.2020 12:12 Uhr - 2. Bundesliga - Markus Hausdorf, red

Katja Grewe: "Ich möchte so gut abschneiden wie irgendwie möglich"

Katja Grewe wechselt zum TVB Wuppertal.Katja Grewe wechselt zum TVB Wuppertal.
Quelle: Marianne Müller
Katja Grewe spielt seit 2015 bei Fortuna Düsseldorf. Die Keeperin wechselt zur neuen Saison zum TVB Wuppertal, erhält aber zudem noch ein Doppelspielrecht für den Drittligisten. Markus Hausdorf sprach mit der 21-Jährigen über die abgelaufene Saison, ihren Schritt in die 2. Bundesliga, die aktuelle Situation und ihre Ziele.

Katja, seit mehr als 2 Monaten konntest du deinem Lieblingssport, dem Handball, nicht mehr nachgehen. Wie geht es dir erst einmal allgemein und wie hast du die vergangenen Wochen erlebt?

Katja Grewe:
An sich geht es mir aktuell sehr gut. Die letzten Wochen und Monate waren natürlich etwas eigenartig und komisch, daran musste ich mich erst einmal gewöhnen. Mit der Zeit habe ich aber gemerkt, dass ich dadurch auch echt eine Menge neuer Erfahrungen machen konnte. Es tat gut mal zu sehen, was in meinem Leben ohne bzw. auch neben Handball und Uni alles so wichtig ist, wofür man sonst vielleicht nicht wirklich Zeit hat.

Blicken wir noch einmal auf die Spielzeit 2019/2020 zurück: Mit Fortuna Düsseldorf bist du in die 3. Liga West aufgestiegen. Nach tollen Leistungen in der Hinrunde gab es ausgerechnet nach dem Derbysieg eine lange Durststrecke. Wie hast du die Hinrunde aus deiner Sicht erlebt?

Katja Grewe:
Es hat riesig Spaß gemacht mit der Mannschaft in einer neuen Liga so einen guten Start hinzulegen, damit haben einige sicherlich nicht gerechnet. Wichtig war mir persönlich dabei, dass wir einfach eine gute Leistung zeigen, egal ob wir am Ende gewinnen oder verlieren. Klar ist man enttäuscht, wenn man dann einige Spiele knapp verliert. Trotzdem haben wir in den meisten Spielen über weite Strecken auch wirklich gute Leistungen gezeigt und daher bin ich auch absolut zufrieden damit.

In der Rückrunde habt ihr Euch bis zur Unterbrechung wieder steigern können, oft habt ihr Euch aber nicht belohnt... Wie hast du die Leistungssteigerung gesehen?



Katja Grewe:
Das stimmt. Die Leistungssteigerung konnte man deutlich sehen, bloß haben für uns die Punkte am Ende häufig gefehlt. Zufrieden bin ich aber trotzdem, da man auch hier über weite Strecken gesehen hat was wir drauf hatten, sobald wir uns dann einmal richtig ins Spiel gekämpft haben.

Beim Abbruch stand Fortuna Düsseldorf auf dem vorletzten Tabellenplatz. Wie habt ihr Eure Chancen auf den Klassenerhalt gesehen?

Katja Grewe:
Ich denke, wir alle wussten, dass das eine schwierige Situation für uns war, die Hoffnung und den Kampfgeist haben wir aber trotzdem nie verloren. Gerne hätten wir den Klassenerhalt auch sportlich geschafft und dafür in den letzten Spielen alles gegeben.

Aber in der Saison 2019/2020 warst du mit einem Doppelspielrecht für den TVB Wuppertal ausgestattet. Du konntest aber dennoch deine ersten Erfahrungen in der 2. Liga sammeln. Was hast du aus diesen zusätzlichen Erfahrungen für dich mitgenommen?

Katja Grewe:
Wie du schon gesagt hast, das waren meine ersten Erfahrungen in der 2. Liga. Ich denke, über neue Erfahrungen kann ich besser berichten, sobald sich dort für mich eine gewisse Routine eingespielt hat.

2015 bist du schon zu Fortuna Düsseldorf, damals noch als Viertligist in der Oberliga, gewechselt. Parallel hast du deine beiden Jugendjahre bei der JSG TV Korschenbroich / ART Düsseldorf absolviert. War das aus deiner heutigen Sicht genau der Schritt für deine Karriere?

Katja Grewe:
Absolut, das war es. An dieser Stelle nochmal vielen Dank an die Verantwortlichen von Fortuna, die mir das Vertrauen entgegengebracht haben! Meine beiden A-Jugendjahre wollte ich aber unbedingt noch spielen. Auch hier noch einmal vielen Dank an die Verantwortlichen von der JSG, dass sie mir das ermöglicht haben!

Du kommst aus einer absolut handballverrückten Familie, deine Brüder sind aktiv und deine Eltern Susanne und Claus unterstützen dich wo sie nur können. Wie wichtig ist ein solcher Rückhalt und eine solche Unterstützung?

Katja Grewe:
Für diesen Rückhalt und die Unterstützung bin ich unendlich dankbar. Ohne meine Familie und Freunde hätte ich das damals alles vermutlich nicht so geschafft. Daher auch hier nochmal vielen Dank dafür!

Zur neuen Saison gehst du nun den nächsten Schritt und wechselst zum Zweitligisten TVB Wuppertal, erhältst aber auch ein Doppelspielrecht beim Drittligisten Fortuna Düsseldorf... Mit welchen Zielen gehst du in die Spielzeit 2020/2021?



Katja Grewe:
Da habe ich mir bisher ehrlich gesagt noch nicht so viele Gedanken drüber gemacht. Die Vorbereitung beginnt ja erst noch, und ob die Saison pünktlich im September starten kann ist auch nicht sicher. Ich glaube, wenn ich die ersten Trainingseinheiten mit den neu zusammengestellten Mannschaften absolviert habe, kann ich dazu mehr sagen. Aber prinzipiell möchte ich natürlich so gut abschneiden, wie irgendwie möglich.

Beim TVB Wuppertal bildest du in der neuen Saison gemeinsam mit Dana Centini ein Torhüter-Duo... Torhüter-Trainer ist Natalie Hagel... Was kannst du von beiden lernen?

Katja Grewe:
Ich trainiere ja nun schon eine Weile mit den beiden zusammen und habe daher natürlich auch schon ein paar Dinge mitnehmen können. Für die kommende Saison hoffe ich, dass ich von den Erfahrungen der beiden profitieren und mir das ein oder andere abschauen kann.

Ein letztes Mal blicken wir auf die abgelaufene Saison zurück: Beim Spiel der Fortuna zu Hause gegen Leverkusen hast du nach dem Spiel ein Lob von Jörg Hermes erhalten. Seine Worte waren, dass er dich in dieser Begegnung richtig stark fand und es für ihn die beste Torhüter-Leistung war, die er in der 3. Liga in der Saison 2019/2020 gesehen hat. Wie war es ein solches Lob vom gegnerischen Trainer zu bekommen?

Katja Grewe:
So ein Lob zu hören ist immer schön, gar keine Frage. Ich versuche immer, eine gute Leistung abzurufen und wenn ich dann auch damit erfolgreich bin und das gesehen wird, freut mich das.

Mit Dominik Schlechter bekommt der TVB Wuppertal in dieser Saison einen neuen Coach. Konntest du ihn schon kennenlernen?

Katja Grewe:
Ja, Dominik hat sich bei uns in Wuppertal schon vorstellen können. Während der abgebrochenen Saison hat er schon ein paar Trainingseinheiten geleitet und sich somit einen Eindruck von der Mannschaft und dem Verein machen können. Ich freue mich auch schon sehr und bin gespannt auf die Zusammenarbeit mit ihm.

Wie hältst du dich aktuell fit?

Katja Grewe:
Aktuell ist für alle eigentlich angesagt sich individuell fit zu halten. Ich selbst mache das mit einigen Lauf- und Krafteinheiten in der Woche. Das Übliche also, das Zuhause (ohne Fitnessstudio und ohne Halle) möglich ist.

Wie groß wird die Freude sein, wenn es endlich wieder mit Mannschaftstraining und dem Spielbetrieb in der 2. und 3. Liga losgeht?

Katja Grewe:
Ich freue mich natürlich schon darauf, in den kommenden Wochen die ersten Trainingseinheiten mit den neuen Mannschaften zu haben. Die "Kennenlernphase" am Anfang der Vorbereitung macht mir persönlich immer mit am meisten Spaß. Wie die ersten Halleneinheiten, mit der ganzen Mannschaft und den aktuell bestehenden Verordnungen ablaufen sollen, kann ich mir allerdings noch nicht wirklich vorstellen. Das hält die Vorfreude auf die Hallentrainings bei mir daher noch etwas kleiner.

Vielen Dank für das Gespräch und dir viel Erfolg für die neue Saison.

13.05.2020 - #Nachgefragt: Dominik Schlechter über den Drittligaaufstieg und den Wechsel in die 2. Bundesliga



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