10.06.2020 16:14 Uhr - Champions League - chs, cie, red

Borussia Dortmund offiziell fix in Champions League, Bietigheim darf hoffen

Neun Teilnehmer haben ihr Ticket für die Gruppenphase der Delo EHF Champions League sicherNeun Teilnehmer haben ihr Ticket für die Gruppenphase der Delo EHF Champions League sicher
Quelle: Marco Wolf
Die European Handball Federation hat in einem Tweet die Plätze für die bevorstehende Spielzeit in der Champions League der Frauen bestätigt: Unter den Vereinen mit einem fixen Startplatz befindet sich auch Borussia Dortmund, das beim Abbruch der Saison in der Handball Bundesliga Frauen auf dem ersten Platz stand, aber nicht zum Meister gekürt worden war. Der Tabellenzweite und Vorjahresmeister SG BBM Bietigheim kann wie zwölf weitere Clubs auf ein Nachrücken hoffen.

Das Spielformat der Frauen-Champions League gleicht sich in der kommenden Saison dem der Männer an. Waren bislang im Wettbewerb in der Gruppenphase auch schon sechzehn Teams vertreten, so werden statt einer ersten Gruppenphase mit jeweils vier Teams künftig die Clubs nur auf zwei Gruppen aufgeteilt.

Das Teilnehmerfeld zeichnet sich nun immer konkreter ab. Gemäß der Rangliste der Europäischen Handballföderation stand Györi Audi ETO (Ungarn), Rostov am Don (Russland), SCM Ramnicu Valcea (Rumänien), Team Esbjerg (Dänemark), HB Metz (Frankreich), Vipers Kristiansand (Norwegen), Borussia Dortmund (Deutschland) und Buducnost Podgorica (Montenegro) ein Startrecht zu, dass die EHF nun auch bestätigte. Mit Shenia Minevskaja (Ramnicu Valcea) ist auch eine im Ausland spielende deutsche Nationalspielerin fix dabei.

Neunter Club mit einem sicheren Platz ist Odense Handbold. Dieser Platz wurde Dänemark zugestanden, als der erfolgreichsten Nation im EHF-Cup der vergangenen drei Jahre. Dänemark hat mit insgesamt sechs Halbfinalisten in den Spielzeiten 2017/18, 2018/19 und 2019/20 die Nase vorne - auch wenn die Titel an Rumänien (SCM Craiova, 2018) und Ungarn (Siofok KC, 2019) gingen. Auf den sicheren Platz in der Königinnenklasse verzichtete hingegen Nordmazedonien, wo ZRK Kumanovo erster Anwärter gewesen wäre.

Sieben offene Plätze




Um die somit noch offenen sieben Startplätze 10-16 bemühen sich eine Reihe an Vereinen. Unter ihnen befindet sich auch die SG BBM Bietigheim, die beim Abbruch der Saison in der Handball Bundesliga Frauen knapp hinter Borussia Dortmund lag. Als früherer Teilnehmer hofft der deutsche Vertreter auf ein Upgrade - sollte dieses nicht erteilt werden, ginge es in der EHF European League weiter.

Die Konkurrenz für die Bietigheimerinnen ist dabei teils namhaft, elf weitere Teams hoffen auf eines der sieben verbliebenen Tickets in die Königinnenklasse: Neben französischen Vertreter Brest beispielsweise auch der CSM Bukarest (Rumänien), der FTC Budapest (Ungarn) sowie Podravka Vegeta Koprivnica (Kroatien) und Krim Ljubljana (Slowenien) das Teilnehmerfeld bereichern.

Beim ungarischen Hauptstadtclub, der von der Annulierung der letztjährigen Spielzeit profitierte, sind in der kommenden Saison auch die deutschen Nationalspielerinnen Julia Behnke, Emily Bölk und Alicia Stolle unter Vertrag. Das Nachsehen hat der zum Saisonabbruch auf Rang zwei stehende Verein Siofok KC, zu dem unter anderem die deutsche Nationalspielerin Dinah Eckerle wechselt.

Im neuen Modus sind mit der Teilnahme an der Champions League sieben Heimspiele garantiert. Während die beiden Gruppenbesten künftig direkt ins Viertelfinale einziehen, ist der Wettbewerb für die beiden schlechtesten Teams der Gruppenphase beendet. Die Teams auf den Plätzen drei bis sechs spielen in Überkreuzspielen die vier weiteren Viertelfinalteilnehmer aus.

Eine Auslosung ist nach der der Gruppen nicht nötig, die ersten K.O.-Duelle ergeben sich wie bei den Männern aus den jeweiligen Positionen der Gruppenphase - auch für die Runde der besten Acht. Erst für das Halbfinale beim VELUX EHF Final 4 würde ohne eine Setzliste wieder gelost werden. Insgesamt wird der Sieger der Königsklasse am Ende 18-20 Partien bestritten haben. Insgesamt werden im Wettbewerb 132 Partien, davon 112 in der Gruppenphase ausgespielt.

Teilnehmer Delo EHF Champions League Frauen


Sicherer Platz:
  • DEN - Team Esbjerg
  • DEN - Odense Handbold
  • FRA - Metz
  • GER - Borussia Dortmund
  • HUN - Györi Audi ETO KC
  • MNE - WHC Buducnost
  • NOR - Vipers Kristiansand
  • ROU - SCM Ramnicu Valcea
  • RUS - Rostov-Don


Anfrage auf Upgrade:

  • RUS - CSKA
  • GER - SG BBM Bietigheim
  • ROU - CSM Bucuresti
  • TUR - Kastamonu Belediyesi GSK
  • NOR - Storhamar Handball Elite
  • HUN - FTC-Rail Cargo Hungaria
  • SWE - Höörs HK H65
  • FRA - Brest Bretagne
  • CRO - HC Podravka Vegeta
  • SLO - RK Krim Mercator
  • CZE - DHK Banik Most
  • MKD - WHC Kumanovo

Der Modus der Delo EHF Champions League Frauen




Gruppenphase (Doppelrunde):
Zwei Gruppen mit je acht Mannschaften

Play-offs (Hin- und Rückspiel):
M1: B6 vs A3
M2: A6 vs B3
M3: B5 vs A4
M4: A5 vs B4

Viertelfinale (Hin- und Rückspiel,):
M4 vs A1
M3 vs B1
M2 vs A2
M1 vs B2

Halbfinale:
Freie Auslosung der Viertelfinalsieger

Spiel um Platz 3:
Verlierer Halbfinale 1 vs Verlierer Halbfinale 2

Finale:
Sieger Halbfinale 1 vs Sieger Halbfinale 2

Tweet der EHF




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