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09.06.2020 13:20 Uhr - 1. Bundesliga - chs

#AufdenTag vor 20 Jahren: HC Erfurt und Empor Bad Langensalza fusionieren zum Thüringer HC

Am heutigen 09. Juni vor genau 20 Jahren ist der Thüringer Handballclub aus der Taufe gehoben worden. Seitdem hat sich der damals noch in der Regionalliga spielende Club bis an die Spitze der Handball Bundesliga Frauen und unter die acht besten Teams in Europa vorgearbeitet.

Die Wurzeln des Thüringer Handball Clubs liegen in den 60er Jahren in der damaligen Betriebssportgemeinschaft Motor-Nord-Erfurt (später BSG Umformtechnik Erfurt (UT Erfurt)) und der Handballabteilung des SV Empor Bad Langensalza. Größter Erfolg der Vorläufervereine war 1975 der von UT Erfurt Sieg im FDGB-Pokal.

"Als nach der Wende der Trägerbetrieb, das Kombinat Umformtechnik Erfurt, keinerlei Unterstützung einer leistungsorientierten Arbeit mehr leistete, schlossen sich die Handballerinnen in der Mehrzahl dem TSV Erfurt an und spielten bis 1994 mit ihrer Mannschaft in der ersten bzw. zweiten Bundesliga", berichtet der Thüringer HC in seiner Vereinschronik.

Im Dezember 1996 löste sich dann die Handballabteilung aus dem damals größten Erfurter Sportverein und fanden im HC Erfurt die neue sportliche Heimat. Am 09. Juni 2000 folgte dann die Fusion des HVE mit der Handballabteilung des SV Empor Bad Langensalza zum Thüringer Handball Club Erfurt-Bad Bad Langensalza e.V. (Thüringer HC).

Aus Regionalliga bis ins Europapokalfinale




Als Vizemeister der damaligen Regionalliga Südwest (46:6) Zähler ging der THC in seine erste Spielzeit und schnappte sich gleich in der ersten Saison mit 44:4 Zählern die Meisterschaft in der damaligen Regionalliga Mitte. Nach dem Aufstieg spielte man zunächst eine Saison in der 2. Bundesliga Nord, dann drei Spielzeiten in der Südstaffel des Unterhauses.

Unter Trainer Dago Leukefeld gelang in der Spielzeit 2004/05 dann der Sprung in die Beletage. Mit 40:12 Zählern hatten die Thüringerinnen die reguläre Saison nur auf Rang 4 hinter Frisch Auf Göppingen, dem SC Markranstädt und der TSG Ketsch abgeschlossen. In den Play-offs, für die man sich mit der Ex-Weltmeisterin Bianca Urbanke-Rösicke verstärkte, eliminierte man zunächst den Nordmeister SV Union Halle-Neustadt und dann auch den SC Markranstädt.

Beste Platzierung in den ersten fünf Erstligajahren des THC war zunächst der fünfte Platz in der Saison 2007/08. 2009 gelang im Challenge-Cup der Sprung ins Europapokalfinale. Gegen Handball Cercle Nimes unterlag man in beiden Partien mit 47:56 (22:26, 25:30).

Radikaler Umbruch bringt Vorstoß in nationale Spitze




Mit dem Wechsel des Jahrzehnts wurde dann allerdings eine neue Ära eingeläutet. Herbert Müller folgte auf Dago Leukefeld und auch auf dem Parkett wurde kräftig durchgewechselt. Mit Petra Blazek, Idalina Borges Mesquita, Katrin Engel, Nadja Nadgornaja (heute Mansson), Petra Popluharova, Nora Reiche (heute Reiche-Hupel), Danick Snelder, Pearl van der Wissel, Sara Walzik und Kerstin Wohlbold kamen gleich zehn neue Spielerinnen.

Der Vorjahresachte schob sich direkt in die nationale Spitze, gewann die reguläre Saison mit 39:5 Zählern und wurde nach Siegen in den Play-offs gegen Blomberg, Oldenburg und Buxtehude erstmals Deutscher Meister. Auch im DHB-Pokal triumphierten die Thüringerinnen, beim Final 4 wurden erst im Halbfinale der HC Leipzig mit 26:22 und dann auch im Endspiel der Buxtehuder SV mit 27:25 bezwungen.

In den vergangenen Jahren dominierte das von Müller gecoachte Team dann den nationalen Handball. Es folgten sechs weitere Meisterschaften, zwei Pokalsiege und drei Siege im Supercup. International nahm der THC achtmal an der Champions League teil und gehörte mit dem Einzug ins Viertelfinale in der Saison 2014/15 auch einmal zu den besten acht Mannschaften von Europa.

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