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24.05.2020 11:45 Uhr - 1. Bundesliga - Frank Höhmann, PM Göppingen

Frisch Auf Göppingen bindet Kreisläuferin Lina Krhlikar

Lina KrhlikarLina Krhlikar
Quelle: Tobias Baur, TuS
Der Kader des Frauenhandball-Bundesligisten FA Göppingen für die neue Spielzeit gedeiht langsam, aber stetig: Aus dem jetzigen Team hat nun auch Lina Krhlikar ihren Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Die Kreisläuferin wechselte im Februar 2015 vom damaligen Bundesliga-Konkurrenten VL Koblenz/Weibern nach Göppingen und geht bei den Frisch Auf Frauen in ihre sechste volle Spielzeit.

"Es hat etwas länger gedauert, bis alles klar war. Ich hatte mich im letzten Spiel vor der Coronakrise beim Derby in Metzingen am Ellenbogen verletzt und es standen erst noch mehrere Untersuchungen an, wie schlimm es ist und ob es für mich weitergehen kann", berichtet Lina Krhlikar. Physioteam und Ärzte hätten sie bei der Behandlung hervorragend unterstützt, sodass es nun eine gute Nachricht für die Anhänger der Frisch Auf Frauen gibt: Für die 30-Jährige kann es mit dem Handball weitergehen. Und das tut es für sie natürlich in Göppingen.

"Die Frisch Auf Frauen sind meine zweite Familie. Ich fühle mich hier sehr wohl. Wir haben super Fans und einen tollen Fanclub. Ute Schmidt bäckt für uns immer Kuchen", sagt die Kreisläuferin und Abwehrspezialistin, die in ihrem Heimatland Slowenien ein Studium der Wirtschaftswissenschaften abgeschlossen hat und bei der Kreissparkasse Göppingen in einer 80-Prozent-Anstellung als Assistentin im Bereich Corporate Finance arbeitet.

Krhlikar: "Ersten zwei Wochen nach Corona sehr komisch"




Nach ihrem Wechsel zu den Grün-Weißen hatte sie zunächst einen Minijob ausgeübt, nachdem geklärt war, ob ihr Abschluss in Deutschland Anerkennung findet. Ihr Beruf "mit vielen tollen Kollegen" macht Lina Krhlikar genauso viel Spaß wie der Handball. Daher war es für sie "in den ersten zwei Wochen nach Corona sehr komisch. Wir waren an einem Montag abends im Training, als uns plötzlich die Meldung erreichte, dass es vorerst nicht mehr weitergeht", erinnert sie sich.

Lina Krhlikar hält sich seitdem über das Internet mit ihrem Bruder fit. Gemeinsam machen sie Übungen. Ansonsten geht die 30-Jährige laufen oder ist mit dem Fahrrad unterwegs. Auch einige Touren der Löwenpfade hat sie unternommen. "Demnächst bekommen wir eine App, in der wir Übungen erhalten, um bis zum Trainingsauftakt schon eine gewisse Grundfitness zu erlangen", erzählt sie und hofft, in der neuen Spielzeit noch in den Genuss des Olymp Final Four zu kommen. "Es wäre schön, wenn das Turnier stattfinden würde. Wir haben so hart für diesen Traum gekämpft."

Einige Spielerinnen wären dann zwar nicht mehr dabei, aber Trainer und Geschäftsführer Aleksandar Knezevic bastelt weiter an der neuen Mannschaft und führt Gespräche in alle Richtungen, um die Abgänge zu kompensieren. In den nächsten Tagen dürfte der zweite Neuzugang nach Sarka Marcikova (Herrenberg) feststehen. Die Unterschrift sei nur noch Formsache, berichtet Knezevic, der froh ist, weiter auf Lina Krhlikar bauen zu können. "Lina ist in beide Richtungen, offensiv wie auch defensiv, eine wichtige Stütze für uns. Sie kam 2015 mitten in der Saison aus Koblenz und hat uns auf dem Weg zum Klassenerhalt und danach zur weiteren Etablierung in der Liga und der Entwicklung allgemein sehr geholfen."

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