11.04.2020 10:08 Uhr - Champions League - chs

Saisonabbruch in Ungarn mit Auswirkungen auf wechselnde Bundesligaspielerinnen

Dinah Eckerle verpasst die Champions LeagueDinah Eckerle verpasst die Champions League
Quelle: Jörg Zehrfeld
Der ungarische Handballverband hat die aktuelle Meisterschaft und den Pokalwettbewerb abgebrochen und annulliert (wir berichteten). Das hat allerdings auch Auswirkungen auf Spielerinnen, die jetzt noch in der Bundesliga aktiv sind sowie weitere Nationalspielerinnen, die in der kommenden Spielzeit in der ungarischen Frauenliga aktiv sein werden.

"Der Vorstand hatte die schmerzhafte Entscheidung, dass einige ungerecht behandelt werden, zu treffen, da das ganze Land und die Sportwelt bereits in einer schwierigen Situation sind", wird Laszlo Nagy, Vizepräsident des Ungarischen Handballverbands MKSZ zitiert. Diesen Schaden wolle man "minimieren durch die Ansicht, dass die Spielzeit 2019/2020 niemals passiert" sei und der Verband möchte "die Saison so schnell wie möglich in der gleichen Zusammensetzung beginnen sofern es die Ligenzusammenfassung betrifft."

Dementsprechend gibt es für die bisherige Spielzeit keinen Meister, keine Ab- und auch keine Aufsteiger. Auch die Europapokalplätze sollen wie im Vorjahr vergeben werden. Bei den Frauen sollen Györ und mit der Vergabe einer Wildcard der FTC Budapest und in der European Handball League dann Siofok, Erd, Vac und Debrecen als Vereine ein Startrecht erhalten.

Sportlich hatte Siofok, amtierender Titelverteidiger im EHF-Pokal, nach 18 von 26 absolvierten Begegnungen der regulären Saison zwei Zähler mehr eingefahren als Vizemeister Ferencvaros Budapest. Dem Willen des ungarischen Handballverbands zufolge sollen dann Bietigheims Rechtsaußen Angela Malestein sowie die deutschen Nationalspielerinnen Emily Bölk, Alicia Stolle (beide Thüringer HC) und Julia Behnke (Rostov am Don) dann in der Königsklasse spielen.

Das sportliche Nachsehen hätten hingegen die Bietigheimerinnen Laura van der Heijden und Dinah Eckerle sowie die frühere Bundesligaspielerin Danick Snelder. Letztere wechselt im Sommer von Budapest nach Siofok und wird damit Teamkollegin des BBM-Duos. Sportlich benachteiligt wird auch der DVSC Debrecen. Der neue Verein von THC-Torhüterin Ann-Cathrin Giegerich belegte in der aktuellen Spielzeit den vierten Rang vor Vac und Erd. Im Vorjahr war man allerdings nur Sechster und so durch den Sieg von Siofok im EHF-Pokal in den internationalen Wettbewerb gelangt.

Tabelle Ungarn Frauen




Pl. Team Sp. Diff Pkt.
1. Györi Audi ETO KC 20 230 38
2. Siofok KC 18 181 31
3. Ferencvaros Budapest 18 125 29
4. DVSC Debrecen 18 46 25
5. Vaci NKSE 19 26 24
6. Erd HC 18 77 22
7. MTK Budapest 20 -47 19
8. Dunaujvaros KKA 19 -40 16
9. Motherson-Mosonmagyarovar 19 -52 14
10. Kisvarda 19 -70 13
11. Szomabatheliyi KKA 18 -92 13
12. Alba Fehervar KC 18 -100 9
13. Bekescsaba 18 -87 5
14. Szent Istvan SE 18 -197 2


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