11.03.2020 14:03 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV, red

Buxtehuder SV schließt Kaderplanung für die kommende Saison ab

Lone Fischer verlängert in Buxtehude. Lone Fischer verlängert in Buxtehude.
Quelle: Dieter Lange, BSV
Der Buxtehuder SV hat seine Kaderplanung für die Spielzeit 2020/21 abgeschlossen. In Vor Friederike Gubernatis, Melissa Luschnat und Christina Haurum werden drei weitere Spielerinnen den Verein im Sommer verlassen. Die Lücken kompensiert der BSV mit zwei weiteren Zugängen und einer Rückkehrerin. Dazu verlängern zwei Spielerinnen ihren Vertrag. Damit verlassen insgesamt fünf Spielerinnen den Verein und fünf Spielerinnen stoßen zum Kader dazu.

Vor Friederike Gubernatis, Melissa Luschnat und Christina Haurum haben bereits Lisa Prior (Karriereende) und Maike Schirmer, die ins Ausland wechselt, ihren Abschied bekannt gegeben. Die Lücke schließt der BSV auch mit fünf Spielerinnen. Neben den Verpflichtungen von Johanna Heldmann, Teresa von Prittwitz und der Rückkehr von Paula Prior verkündete der BSV bereits die Verpflichtungen Caroline Müller-Korn (Borussia Dortmund) und Meret Ossenkopp (HC Rödertal). "Damit schließt der BSV seine Kaderplanung ab und sieht sich für die Saison 2020/21 gut gerüstet", konstatiert der Verein,.

Nach sieben Jahren im Trikot des BSV wird Friederike Gubernatis ihre Karriere im Sommer beenden. Die 31-Jährige gewann mit Buxtehude 2015 und 2017 den DHB-Pokal. Obwohl ihr Vertrag bis zum Sommer 2021 läuft, kam der Verein Gubernatis Wunsch nach, den Vertrag ein Jahr eher aufzulösen. "Mit Fredda verlieren wir eine erfahrene Spiele- rin mit großen Verdiensten für den Verein", sagt Trainer Dirk Leun, "es war ihr Wunsch, die Karriere im Sommer zu beenden und ich kann die Entscheidung nachvollziehen."

Als Ersatz im rechten Rückraum verpflichtet der BSV Johanna Heldmann. Sie spielt derzeit beim BSV-Kooperationspartner HL Buchholz 08-Rosengarten. Mit 92 Toren in dieser Saison ist die 24-Jährige die beste Torschützin des Zweitligisten. "Johanna ist eine starke Persönlichkeit mit einer guten Spielfähigkeit im Angriff", sagt Leun, "sie passt genau in unser Anforderungsprofil. Sie schließt die Lücke in der Altersstruktur und wird der Mannschaft gut tun."

Heldmann freut sich auf die kommende Aufgabe in der 1. Bundesliga: "Mit dem Wechsel werde ich neue Impulse bekommen und neue Erfahrungen sammeln." Zunächst möchte sie sich an das Niveau der Liga und das höhere Trainingspensum gewöhnen. "Mein Ziel ist es, mich zu fordern, lernwillig zu sein und alles in das Team zu investieren."

Die Kooperation zwischen Buxtehude und den "Luchsen" verläuft im Sommer aber auch in die andere Richtung. Zwei Jahre nach ihrer Rückkehr aus Buchholz schließt sich Melissa Luschnat wieder den "Luchsen" an. Bereits von 2015 bis 2018 spielte die Linksaußen für den Kooperationspartner. "Der Wechsel zeigt, dass die Kooperation wechselseitig funktioniert", sagt Leun, "Melissa hat sich mehr Spielanteile gewünscht, deswegen verstehe ich den Schritt. Es ist eine Win-Win-Situation für sie und Rosengarten."

Der BSV wird daher auf Linksaußen in der kommenden Saison mit dem Duo Lone Fischer und Teresa von Prittwitz agieren. Die dienstälteste Spielerin im BSV-Kader Lone Fischer hat ihren Vertrag um ein weiteres Jahr verlängert. Die 31-Jährige spielt seit 2008 in Buxtehude, gewann 2010 den EHF-Challenge- Cup sowie 2015 und 2017 den DHB-Pokal. Zudem überholte sie kürzlich Stefanie Melbeck in der ewigen Torschützenliste des BSV und führt selbige mit derzeit 1.045 Toren in 272 Bundesliga-Spielen an.

"Ich bin glücklich, dass Lone ihren Vertrag verlängert. Sie ist eine Leistungsträgerin mit viel Erfahrung. Bei Kontern ist sie extrem wichtig für uns", sagt Leun, der wie Fischer 2008 zum BSV kam. Nach dem Abgang von Maike Schirmer muss er damit nicht eine weitere Stammspielerin ersetzen. "Wenn wir beide verloren hätten, hätten wir eine Menge Erfahrung verloren. Außerdem ist Lone eine unserer stabilsten Spielerinnen."

Hinter Fischer zieht der BSV Teresa von Prittwitz aus dem Juniorenteam in den Bundesliga-Kader hoch. Die U20-Nationalspielerin habe sich in dieser Saison stetig weiterentwickelt und sich die Chance verdient. "Teresa ist ein großes Talent. Sie ist sehr trainingsfleißig", sagt Leun, "wir können stolz sein, wieder eine Nachwuchsspielerin in die erste Liga gebracht zu haben und ihr helfen zu können, sich an die Bundesliga zu gewöhnen."

"Die 1. Bundesliga ist immer mein großes Ziel gewesen", sagt von Prittwitz, die vor allem von ihrer Linksaußen-Mitspielerin Fischer lernen möchte. "Von Lone als sehr erfahrene Spielerin kann ich sportlich viel von ihrer Wurfvariabilität und ihrem Durchsetzungsvermögen lernen. Sie ist seit vielen Jahren eine wichtige Spielerin der Mannschaft, zu der ich mich noch entwickeln werde."

Ein weiteres Jahr zum Kader gehören wird auch Rückraumspielerin Liv Süchting. Nach ihrer Kreuzbandverletzung im Oktober hat sie den Großteil der Saison verpasst. Nun möchte der Verein ihr helfen, wieder an ihr Leistungsvermögen anzuschließen. "Liv war auf einem guten Weg bis zu ihrer Verletzung", sagt Leun. Zunächst habe er ihr den großen Schritt aus dem Juniorenteam in der 3. Liga in die 1. Bundesliga angemerkt. "Sie ist trainingsfleißig und lernfähig. Wir werden sie wieder versuchen in Richtung 1. Bundesliga aufzubauen, auch wenn es nach der Verletzung schwer wird."

Nach einem Jahr Pause kehrt Paula Prior zurück in den Bundesliga-Kader. Die Rückraumspielerin kam im Sommer 2018 nach einem zweijährigen Gastspiel beim Kooperationspartner HL Buchholz 08- Rosengarten wieder zum BSV. Aufgrund von anhaltenden Achillessehnenproblemen kam sie nur sporadisch zum Einsatz. Im Sommer 2019 entschied sie sich, eine Handballpause einzulegen. Sie arbeitete weiter an ihrem Comeback und trainiert mittlerweile wieder schmerzfrei.

Nicht mehr zum Kader zählen wird in der kommenden Saison hingegen Mannschaftskapitänin Christina Haurum. Die 31-Jährige wird ihre Karriere wie Gubernatis und auch Lisa Prior beenden. Die Kreisläuferin spielt seit 2017 für Buxtehude. "Es ist ein Verlust für uns. Sie ist nicht umsonst Kapitänin. Sie hat als Person eine wichtige Rolle in der Mannschaft. Mit ihrer soliden Leistung ist sie zudem ein Stabilisationsfaktor", bedauert Leun.

Mit Lynn Schneider und Lisa Antl ist der BSV auf dieser Position weiterhin doppelt besetzt. Deswegen sieht Leun auch keinen Handlungsbedarf. "Es wird eine Herausforderung für Lynn und Lisa, aber ich mache mir keine Sorgen. Wir sind auf einem guten Weg."