09.03.2020 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Topteams souverän, Bad Wildungen punktet im Abstiegskampf

9 Tore für Dortmund: Bogna Sobiech9 Tore für Dortmund: Bogna Sobiech
Quelle: Wolfgang Stummbillig, BVB
Die beiden Topteams hielten sich am Wochenende schadlos, Borussia Dortmund hatte mit der Neckarsulmer Sport-Union ebenso wenig Mühe wie die SG BBM Bietigheim mit dem VfL Oldenburg. Im Tabellenkeller konnte sich die HSG Bad Wildungen Vipers einen weiteren wertvollen Zähler erkämpfen. International musste der Thüringer HC die Segel streichen.

Borussia Dortmund bleibt auch nach dem 18. Spieltag der Handball Bundesliga Frauen an der Spitze. Die Westfälinnen siegten im Heimspiel gegen die Neckarsulmer Sport-Union klar mit 35:25 (17:11). Trotz des klaren Siegs gab es auch schwache Phasen und BVB-Coach André Fuhr merkte an: "Da fehlten uns die zwei K - Konsequenz und Kondition." Und NSU-Trainerin Maike Daniels analysierte: "Wir zählen heute Abend auf unserer Seite 19 Gegentore im Konter und das wird einfach schwierig zu verteidigen. Wenn man dem Gegner die Bälle zum Teil in die Hände spielt oder zu unpräzise auf das Tor wirft, dann machen wir es den anderen Teams deutlich zu einfach."

Einen Zähler hinter Dortmund bleibt die SG BBM Bietigheim. Der Deutsche Meister gewann sein Heimspiel gegen den VfL Oldenburg mit 37:22 (18:10). "Mein Team hat ein sehr gutes Spiel gezeigt und verdient gewonnen. Glückwunsch zu dieser Leistung", war Bietigheims Coach Martin Albertsen zufrieden und VfL-Trainer Niels Bötel erklärte: "Die SG kann durch die Tiefe ihres Kaders rotieren, ohne dass es einen Qualitätsverlust gibt. Da ist es schwierig, über 60 Minuten gegenzuhalten. Ich möchte aber noch anmerken, dass gerade die ganz jungen Spielerinnen heute eine gute Leistung gezeigt haben."

Mainz freut sich über "ansprechende Leistung im Angriff"




Auf Rang 3 hat sich die TuS Metzingen mit einem 28:21 (15:11) im Derby gegen Frisch Auf Göppingen etabliert. "Wir haben wieder gut angefangen und uns dann dem Tempo des Gegners angepasst. Dann kamen noch die technischen Fehler dazu, deshalb wurde es nochmal eng. Ich bin froh, dass wir in den letzten zehn Minuten nochmal einen Gang hochschalten konnten und die zwei Punkte hierbehalten", so Metzingens Trainerin Edina Rott, deren Team nun mit drei Punkten Rückstand zu Bietigheim und vier Punkten Polster auf die Konkurrenz erstmal die Position gefestigt hat. "Es ist uns nur teilweise gelungen, Lücken in die Abwehr von Metzingen zu reißen, bilanzierte Göppingens Anja Brugger.

Auf Platz 4 vorgearbeitet hat sich die HSG Blomberg-Lippe, die ihr Heimspiel gegen den 1. FSV Mainz 05 mit 37:26 (19:12) für sich entschied. "Ich war mit der ersten Hälfte nicht zufrieden. Vor allen Dingen haben wir in der Abwehr zu wild agiert und Mainz zu viele Räume gelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann deutlich besser gemacht", so Blombergs Trainer Steffen Birkner und Dynamites-Coach Thomas Zeitz erklärte: "Wir haben es heute in der Offensive gut gemacht! Leider ist uns das auf der anderen Seite nicht gelungen. Das ist dann gegen ein Team wie Blomberg zu wenig. Wir hätten zu einer über weite Strecken ansprechenden Leistung im Angriff einfach auch ein paar Minuten aggressives Abwehrspiel gebraucht, um ein besseres Ergebnis zu erzielen."

Zwei Zähler Vorsprung haben die Lipperinnen nun auf den Thüringer HC, der sein Auswärtsspiel beim Buxtehuder SV erst am 22. April nachholt. International musste sich der Deutsche Pokalsieger im EHF-Cup auch im zweiten Duell mit 28:34 (15:17) geschlagen geben. "Wir sind heute verdient ausgeschieden. Vor allem in der ersten Halbzeit haben wir zu viele Chancen liegen lassen, zu viele einfache Tore nicht geworfen. Die Abwehr war heute auch nicht aggressiv genug und in der zweiten Halbzeit gab es dann auch zu viele technische Fehler", so THC-Coach Herbert Müller.

Ahlgrimm: "Wir waren heute einfach zu blöd"




Bis auf einen Zähler an den THC herangerückt ist der TSV Bayer 04 Leverkusen. Die Werkselfen gewannen am Ende bei den Kurpfalz Bären mit 24:17 (11:8). "Es war der Pflichtsieg, den ich erwartet habe. Allerdings war nicht alles Gold, was glänzte. Nele Kurzke und Mareike Thomaier haben sich heute die Bestnoten verdient. In der Schlussphase zudem Gigi Jurgutyte, die wieder Ordnung in den Angriff gebracht hat", so Bayer-Trainerin Renate Wolf.

In der unteren Tabellenhälfte gab es ein 27:27 (15:11) zwischen dem Achten HSG Bensheim/Auerbach und dem Zwölften HSG Bad Wildungen Vipers. Während die Gastgeberinnen jetzt nur noch drei Punkte Rückstand auf Buxtehude aufweisen, konnten sich die Nordhessinnen vor allem von den Abstiegsplätzen lösen und haben nun drei bzw. vier Punkte Vorsprung auf die beiden Verfolger am Tabellenende. "Wir waren heute einfach zu blöd, weil wir besser waren. Wir führen 25:19 und machen am Ende nur noch zwei Tore. Das darf nicht passieren. Am Ende müssen wir mit dem einen Punkt zufrieden sein, denn wenn man in den letzten zehn Minuten nur noch zwei Tore macht, dann kann man nicht mit zwei Punkten nach Hause gehen. Ein Punkt ist in diesem Spiel für uns aber zu wenig", so Flames-Trainerin Heike Ahlgrimm.

Und Vipers-Trainerin Tessa Bremmer, die sogar den finalen Treffer der Partie selbst erzielte, betonte: "Wir haben viele Fehler gemacht und nicht gut gespielt. In den letzten zehn Minuten haben wir uns mit einer offensiven Abwehr unheimlich stark zurück gekämpft und es geschafft, es nochmal spannend zu machen. Das am Ende dann noch so knapp zu machen, das fühlt sich für uns jetzt natürlich wie ein Sieg an. Der Punkt ist unheimlich wichtig, um da unten raus zu kommen."

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