09.03.2020 10:41 Uhr - 2. Bundesliga - Freie Presse Zwickau, BSV

Rückschlag im Aufstiegskampf: BSV Sachsen Zwickau verliert bei TSV Nord Harrislee

Janne-Lotta Woch war von Zwickaus Abwehr nicht zu stoppenJanne-Lotta Woch war von Zwickaus Abwehr nicht zu stoppen
Quelle: Mario Unger, BSV
Der TSV Nord Harrislee hat sich für die Zwickauer Zweitliga-Handballerinnen erneut als Spielverderber erwiesen. Wächst aus der ersten Enttäuschung Kraft fürs anstehende Heimspiel gegen den Spitzenreiter? Die Handballerinnen des BSV Sachsen Zwickau haben in der 2. Bundesliga das Erreichen des Aufstiegs-Relegationsplatzes seit Samstagabend nicht mehr in der eigenen Hand. Während der Tabellendritte sein Auswärtsspiel beim TSV Nord Harrislee 26:30 (10:15) verlor, löste der auf Platz 2 stehende SV Union Halle-Neustadt seine Pflichtaufgabe bei Solingen-Gräfrath (40:27) souverän und hat jetzt wieder vier Punkte Vorsprung auf Zwickau. Die sind selbst bei einem BSV-Sieg am letzten Spieltag in Halle nur mit Schützenhilfe aufzuholen.

Schon wieder Harrislee! Nachdem die Mannschaft aus der Nähe von Flensburg dem BSV im Herbst bereits die erste und bis heute einzige Heimniederlage beigebracht hatte, verpasste sie jetzt den Zwickauer Aufstiegshoffnungen einen herben Dämpfer. Das zeichnete sich bereits früh ab, denn die Gastgeberinnen lagen nach einer knappen Viertelstunde schon 7:2 in Führung. "Wir haben in der Anfangsphase einfach keinen richtigen Zugriff in der Abwehr gefunden, obwohl wir bewusst höher stehen und die Gegenspielerinnen frühzeitig attackieren wollten, um die gefährlichen Würfe aus der zweiten Reihe zu verhindern", berichtete BSV-Trainer Norman Rentsch.

Danach kam seine Mannschaft zwischenzeitlich mehrfach auf drei Tore heran. "Ich hatte das Gefühl, dass wir trotz des Rückstandes noch etwas reißen können, aber am Ende haben wir vor allem im Angriff viele nicht so günstige Entscheidungen getroffen und dadurch zu lange gebraucht, um Fahrt in unser Spiel reinzubekommen", sagte der Trainer. Er haderte nach dem Abpfiff insbesondere mit der Phase kurz vor dem Seitenwechsel, als seine Mannschaft bei einem Konter die Chance vergab, bis auf zwei Tore heranzukommen und sich stattdessen noch zwei Gegentore einhandelte.

Rentsch: "War eine vermeidbare Niederlage"




"Es ist enttäuschend, weil es eine vermeidbare Niederlage war. Aber wir nehmen es jetzt so hin. Es bleibt ja auch trotzdem eine tolle Saison, die die Mannschaft bisher spielt, mit Ausreißern nach oben und eben auch nach unten", so der Trainer. Er verzichtete unmittelbar nach dem Spiel auf eine Auswertung und wird die am Montag nachholen. "Das wird eine rationale Geschichte. Wir müssen jetzt schnell die Köpfe klarkriegen. Denn wir haben noch acht Spiele, um Punkte zu holen", kündigte Norman Rentsch an.

Das nächste Heimspiel hat es dabei gleich richtig in sich, denn am Samstag, 17 Uhr ist mit den Handball Luchsen Buchholz 08-Rosengarten der Spitzenreiter in der Sporthalle Neuplanitz zu Gast. Das Team aus Niedersachsen hatte das Hinspiel gegen Zwickau mit einem Tor Unterschied verloren und hat aktuell die besten Karten für den direkten Aufstieg. Die BSV-Mädels sehen sich aber auch im Rückspiel nicht chancenlos und bauen dabei auf die Unterstützung von den Rängen.

"Mit der Kraft unserer Fans fällt es uns im Moment leichter, in den Flow reinzukommen", sagte der Trainer. Er hofft, im Topspiel auch wieder auf Lisa Felsberger zurückgreifen zu können, die am Samstag nach einem hart geführten Zweikampf bereits in der zweiten Minute mit einer Knieverletzung ausschied.