08.03.2020 14:24 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen, red

TG Nürtingen holt im Derby gegen VfL Waiblingen einen wichtigen Zähler im Abstiegskampf

Harter Zweikampf: Caren Hammer hat das Nachsehen gegen Lisa WiederHarter Zweikampf: Caren Hammer hat das Nachsehen gegen Lisa Wieder
Quelle: Marco Schultz
Zu einem regelrechten Handballfest geriet das Derby zwischen der TG Nürtingen und dem VfL Waiblingen. Vor gut gefüllter Tribüne lieferten sich die beiden Vertreter des Handballverbands Württemberg eine gegen Ende heftig umkämpfte Auseinandersetzung. Trotz langer Führungszeit musste sich Gastgeber Nürtingen am Ende mit einem 23:23-Unentschieden zufrieden geben.

Emotional berührend war schon der Einlauf der TG Nürtingen. Mit einem T-Shirtaufdruck "für Charly" bekundeten die TG-Ballwerferinnen ihre Verbundenheit mit der erkrankten aber anwesenden Sarolta Selmeci. Prächtige Stimmung mit Bewirtung und Barbetrieb von den Männern der TG Nürtingen würzten zusätzlich die Partie zwischen Nürtingen und Waiblingen durch ansprechende Rahmenbedingungen.

Hoch konzentriert begannen beide Teams und lieferten sich eine von der Defensive dominierte Begegnung. Kompromisslose Abwehrreihen mit den glänzend disponierten Torhüterinnen van de Polder (Nürtingen) und Meißner (Waiblingen)ließen nur wenige Torchancen zu, weshalb nach zwanzig Minuten lediglich ein 7:7 auf der Anzeigetafel zu Buche stand. Kurz darauf folgende Auszeiten beider Teams schienen der TGN besser zu bekommen, denn die Gastgeberinnen legten die konsequentere Chancenverwertung an den Tag und sicherten sich bis zur Halbzeitpause eine verdiente 11:8-Führung.

Eidt: "Konnten den Vorsprung nicht über die Zeit bringen"




"Ich weiß nicht was ich von diesem Ergebnis halten sollte," rätselte TG-Trainer Stefan Eidt über die eigene Gefühlslage. "Wir haben so lange geführt und auch deutlich mit drei und vier Toren, konnten aber den Vorsprung nicht über die Zeit bringen. Hätte uns jemand vor dem Spiel gesagt, dass wir ein Unentschieden holen, wären wir sofort damit einverstanden gewesen, aber nach diesem Spielverlauf wären durchaus zwei Punkte drin gewesen, aber auch eine Niederlage nach der Entwicklung in der Schlussphase", setzte Eidt seine Überlegungen fort. Ähnliche Gefühlslagen äußerte auch Waiblingens Fabian König, der sowohl "zwei Punkte als auch eine Niederlage" für seine Farben in Reichweite sah.

Bis zur 52. Minute legte die TG Nürtingen stets eine Führung mit zwei und drei Toren vor und schien auf dem besten Wege das Derby für sich zu entscheiden. Dann aber begann Ann Kynast ihre Trümpfe auszuspielen und sicherte dem VfL Waiblingen mit zwei Toren in der Schlussphase noch den Ausgleich zum 23:23. "Ich bin dennoch zufrieden mit der Leistung meiner Mannschaft, die sich heute deutlich stabiler über die gesamte Spielzeit präsentierte als in den letzten Spielen", lobte Eidt die Präsentation der TG Nürtingen, die damit einen wichtigen Punkt für den Klasenerhalt verbuchen konnte.



cs