07.03.2020 14:58 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Metzingen setzt seine Serie auch gegen Göppingen fort

Delaila Amega: "Das es zwischenzeitlich knapp wurde, lag an uns."Delaila Amega: "Das es zwischenzeitlich knapp wurde, lag an uns."
Quelle: Tobias Baur, TuS
Der Aufwärtstrend der TuS Metzingen hielt auch im gestrigen TV-Spiel an, das live von Eurosport übertagen wurde. Nach der Niederlage in Bietigheim Ende Januar wuchs die Serie der TuSsies mit dem 28:21-Erfolg gegen Frisch Auf Göppingen auf nun sechs Siege in Folge an. Eine Woche nach dem Coup gegen Spitzenreiter Dortmund festigten die Gastgeberinnen damit den dritten Tabellenplatz und halten den Druck auf das Spitzenduo aufrecht. Göppingen verbleibt auf dem elften Rang.

"Da haben wir uns das Leben selber ein bisschen schwer gemacht und es hat dann einfach die Kraft gefehlt, um gegen das Metzinger Tempospiel weiter dagegenhalten zu können", sagte Anja Brugger. "Insgesamt haben wir aber super gekämpft."

Die Frisch Auf Frauen, bei denen Lina Krhlikar am Kreis begann, entwickelten zu wenig Durchschlagskraft. Krhlikar fiel kurz vor Ende der ersten Hälfte auf den linken Ellenbogen. Sie wurde dick bandagiert und die restliche Spielzeit sicherheitshalber nicht mehr eingesetzt.

"Es ist uns nur teilweise gelungen, Lücken in die Abwehr von Metzingen zu reißen", analysierte Brugger. So klingelte es erst nach fast acht Minuten das erste Mal im Metzinger Gehäuse. Annika Blanke hatte den Bann gebrochen und sollte die einzige Akteurin sein, die Gefahr aus dem Rückraum ausstrahlte und mit Eins-gegen-Eins-Situationen erfolgreich war.

Wie in den vergangenen Wochen gelang es der Mannschaft von Edina Rott gut ins Spiel zu starten: Nach zehn Minuten führte man 6:1 und erspielte sich durch schnelle Angriffe gute Torchancen. Kurz darauf stellten die Gäste auf eine offensive Deckungsvariante um, diese sollte für etwas mehr Probleme im pinken Angriff sorgen.

Im Tor sorgte Branka Zec dafür, dass die Frisch Auf Frauen nicht höher ins Hintertreffen gerieten. Knezevic entschied sich zunächst für eine 6:0-Deckung. "Die offensive Abwehr kostet viel Kraft. Einige meiner Spielerinnen waren zuletzt angeschlagen, deshalb habe ich mich erst einmal für die defensivere Variante entschieden."

Auf beiden Seiten wurden die Lücken in den Defensivreihen größer. Für die Gäste sorgten Blanke und Andjic für die ersten sechs Treffer. Das es bei der ersten Auszeit von Metzingen lediglich 12:6 stand, lag mitunter an zwei verworfenen Siebenmetern von Zapf und Petersen.

Göppingen machte es kurz vor der Halbzeit noch einmal spannend und sorgten für etwas Ruhe auf den Rängen der Paul-Horn-Arena. Aus einem 14:8 machten die Gäste ein 14:11 und waren somit zurück im Spiel. Patricia Kovacs sorgte per sehenswerten Schlagwurf für den 15:12 Halbzeitstand.

Nach der Halbzeit wurden die technischen Fehler bei beiden Mannschaften mehr. Die TUSSIES nutzten ihr Überzahlspiel nicht gut aus und setzten sich somit auch nicht vom Gegner ab. In dieser Phase waren es vor allem Patricia Kovacs und Delaila Amega, die für die Pink Ladies erfolgreich waren.

Bei den Gästen vom Hohenstaufen war es ein ums andere Mal Andjic, die für die Grün-Weißen jubeln durfte. Eine Viertelstunde vor Spielende war der Abstand auf nur zwei Tore geschmolzen (20:18).

TuS Trainerin Edina Rott hatte dann die richtigen Worte und Wechsel parat. Durch ein 5:0-Lauf wurde aus dem 20:18 ein 25:18 (54.Min). Die TUSSIES schafften es in den letzten zehn Minuten eine konzentrierte Leistung abzurufen und sichern sich somit den 28:21-Heimsieg.

"Das war mit Sicherheit nicht unser bestes Spiel, aber durch unseren Teamgeist haben wir die wichtigen Phasen des Spiels gut überstanden. Am Ende war es ein verdienter Pflichtsieg", so die Spielerin des Spiels Patricia Kovacs.

Delaila Amega befand: "Das es zwischenzeitlich knapp wurde, lag an uns. Wir haben nicht die Energie gezeigt wie zuletzt gegen Dortmund. Am Ende war es die mannschaftliche Geschlossenheit, die uns den Sieg gebracht hat."

"Wir haben wieder gut angefangen und uns dann dem Tempo des Gegners angepasst. Dann kamen noch die technischen Fehler dazu, deshalb wurde es nochmal eng", analysierte Trainerin Edina Rott und fügte an: "Ich bin froh, dass wir in den letzten zehn Minuten nochmal einen Gang hochschalten konnten und die zwei Punkte hierbehalten."



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