07.03.2020 09:51 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSV Solingen-Gräfrath geht "mit einem guten Gefühl in das Spiel? gegen SV Union Halle-Neustadt

Tanja LogvinTanja Logvin
Quelle: Detlev Keller, SV Union
Erneut scheinen die Rollen vor der Partie eindeutig verteilt zu sein, wenn Zweitliga-Schlusslicht HSV Solingen Gräfrath den aktuellen Tabellenzweiten aus Halle-Neustadt am Sonnabend um 18:15 Uhr empfängt. Auch wenn die Tabellensituation eine klare Tendenz vorgibt, wenn der Tabellenzweite zum Tabellenletzten reist, muss man äußerst wachsam sein. In den letzten acht Spielen hat der Gastgeber insgesamt acht Punkte geholt.

Immerhin haben die Hallenserinnen, mit 35 Punkten dem Spitzenreiter Buchholz-Rosengarten (37 Pkt.) dicht auf den Fersen, fristgerecht eine Lizenz für den Spielbetrieb im deutschen Oberhaus bei der Handball Bundesliga Frauen eingereicht und streben den direkten Wiederaufstieg an, während die Bergischen derzeit mit allen Mitteln um den Verbleib in Liga zwei kämpfen. Ein Kampf, der sich insbesondere im Jahr 2020 in der heimischen Klingenhalle als aussichtsreich erwiesen hat.

Nach unglücklichem Start ins deutsche Unterhaus konnte der Aufsteiger seine Heimbilanz durch zwei Unterschieden (gegen Herrenberg und Beyeröhde) und zwei Siege (über Freiburg und zuletzt Nord Harrislee) nach dem Jahreswechsel deutlich aufpolieren. "Da war vielleicht nicht der absolute Kracher bei, aber wir fühlen uns sehr wohl dort und haben auch gegen den Tabellenzweiten die große Hoffnung, eine gute Leistung zu zeigen", wird Trainerin Kerstin Reckenthäler im Solinger Tageblatt zu den vergangenen vier Heimpartien zitiert.

Reckenthäler: "Wir können ganz befreit aufspielen"




"Wir können ganz befreit aufspielen. Trotzdem haben wir durch unsere Erfolge Sicherheit gewonnen. Auch mit dem 14:14 in der ersten Halbzeit in Zwickau war ich sehr zufrieden. Wir gehen mit einem guten Gefühl in das Spiel", so die A-Lizenz-Inhaberin, die auf die wieder Genesenen Franziska Penz und Alina Bohnen zurückgreifen kann, gegenüber dem ST weiter.

Die personelle Situation hat sich bei den Hallenserinnen im Wochenverlauf leicht entspannt, trotzdem ist der Kader dünn. Nur die Langzeitverletzten Laura Winkler, Pia Dietz und Sophie Lütke können die Reise nach Nordrhein-Westfalen nicht mit antreten. "Solingen hat uns bereits im Hinspiel so einige Probleme gemacht, daher gehört die Mannschaft nicht auf den letzten Tabellenplatz. Mit Mandy Reinarz und Vanessa Brandt gibt es zwei gefährliche Spielerinnen in ihren Reihen. Oft geht ihnen in den letzten zehn Minuten die Puste aus und das müssen wir nutzen und über die volle Spielzeit konzentriert unseren schnellen Handball spielen. Mit dem kleinen Kader wird das keine leichte Aufgabe", so Trainerin Tanja Logvin.

Freuen dürfen sich die Fans in der Solinger Klingenhalle nicht nur auf das besagte Duell David gegen Goliath, sondern auch auf ein Aufeinandertreffen zweier Topscorerinnen. Für Halle war Ex-Nationalspielerin Saskia Lang mit 117/4 Toren im bisherigen Saisonverlauf am treffsichersten, während Shooterin Vanessa Brandt mit 113/26 Treffern für Gräfrath am erfolgreichsten war und sich hinter Lang in der ligaweiten Torschützenliste auf Rang neun platziert.

"Das Spiel am Samstag beim Tabellenletzten ist für die Hallenserinnen außerdem ein wichtiges mit Blick auf die Tordifferenz. Während Rosengarten das deutlich beste Torkonto hat, liegen Zwickau und Halle gleichauf. Sollte am letzten Spieltag eine Punktgleichheit vorliegen, zählt die bessere Tordifferenz, daher sollte es spätestens ab jetzt um jedes Tor gehen", so die Wildcats in ihrer Vorschau.