06.03.2020 17:03 Uhr - 1. Bundesliga - PM BSV

Buxtehuder SV mit Wechsel auf Außen: Rückkehrerin Meret Ossenkopp ersetzt Maike Schirmer

Meret OssenkoppMeret Ossenkopp
Quelle: Stefan Michaelis, HCR
Der Buxtehuder SV hat Meret Ossenkopp vom Zweitligisten HC Rödertal für die kommenden beiden Jahre verpflichtet. Die Rechtsaußen spielte bereits in der Jugend beim BSV. Sie wird den Abgang von Maike Schirmer kompensieren, die nach vier Jahren in Buxtehude ihren Vertrag nicht verlängert. Der BSV geht damit mit Luisa Scherer und Meret Ossenkopp als Duo auf Rechtsaußen in die kommende Bundesliga-Saison. "Die beiden sind ein sehr junges Duo. Ich bin zuversichtlich, dass sie sich gut ergänzen", so Trainer Dirk Leun.

Meret Ossenkopp spielte von 2015 bis 2018 in der Jugend sowie dem Juniorenteam des Buxtehuder SV. Mit der A-Jugend des BSV gewann die aus Lüneburg stammende Handballerin 2016 und 2017 die Deutsche Meisterschaft. Im Sommer 2018 entschied sie sich für einen Wechsel zum damaligen Bundesliga-Absteiger HC Rödertal.

Dort entwickelte sich die 21-Jährige in kurzer Zeit zu einer festen Größe. In dieser Spielzeit ist sie mit 82 Toren drittbeste Torschützin ihres Teams. Beim BSV unterschreibt Ossenkopp, deren Bruder Lukas (27) beim Zweitligisten HSV Handball, einen Vertrag bis 2022.

"Meret ist eine Spielerin mit viel Potenzial. Vier Tore pro Spiel muss man als Spielerin erst mal konstant in der 2. Bundesliga werfen", sagt BSV-Trainer Dirk Leun, "zudem entspricht es unserer Philosophie, Spielerinnen, die hier ausgebildet worden sind, wieder zu integrieren."

"Es ist natürlich schade, so eine profilierte Spielerin zu verlieren. Andererseits zeigt es aber auch die gute Arbeit im Verein. Da bin ich schon ein bisschen stolz. Wir wünschen Meret viel Erfolg auf ihrem weiteren sportlichen Weg", so HCR-Präsident Andreas Zschiedrich.

Abschied von Maike Schirmer




Ossenkopp schließt die Lücke, die Maike Schirmer hinterlässt. Die 29-Jährige verlängert ihren auslaufenden Vertrag nicht. Nach vier Jahren in Buxtehude möchte die Nationalspielerin die Chance nutzen, im europäischen Ausland zu spielen. Wohin Schirmer wechselt, steht noch nicht fest. Mit Buxtehude gewann sie 2017 den DHB-Pokal. In bisher 95 Bundesliga-Spielen für den BSV erzielte sie 261 Tore.

"Wir hätten Maike gern behalten. Sie war eine stabile Größe auf Rechtsaußen. Mit ihrer Erfahrung wird sie eine Lücke hinterlassen", sagt Leun. Die Entscheidung von Schirmer kann er aber nachvollziehen. "Ich habe Verständnis dafür. Sie möchte die Chance nutzen, im Ausland zu spielen."

Schirmer begründet ihren Wechsel nicht als Entscheidung gegen Buxtehude: "Ich fühle mich wohl in Buxtehude. Es ist eher eine Entscheidung für das Abenteuer. Ich hoffe, dass es mich persönlich weiterbringt. Außerdem sehe ich etwas von der Welt." Bisher spielte sie lediglich in Deutschland unter anderem für den VfL Oldenburg und den BSV.

"Meine Handball-Uhr tickt ja auch ein wenig", betont die 29-Jährige, die vor allem den Reiz der Vollzeit-Handballerin genießen möchte. Bisher hat die Erzieherin parallel zum Sport gearbeitet. Das wird künftig nicht der Fall sein. "Vielleicht bringt es mich sportlich noch mal weiter, wenn ich mich voll auf den Sport konzentriere", so Schirmer.

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