06.03.2020 08:47 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TusSies Metzingen sind vor Spiel gegen Frisch Auf Göppingen "gewohnt um diese Uhrzeit Handball zu spielen"

Katarina PandzaKatarina Pandza
Quelle: TuS Metzingen
Im TV-Spiel der Handball Bundesliga Frauen treffen die TusSies Metzingen auf Frisch Auf Göppingen. Das Derby wird von Eurosport live aus der Paul-Horn-Arena Tübingen übertragen (Freitag, 21:00 Uhr).

Die Bundesliga Handballerinnen der TuS Metzingen sind aktuell die Mannschaft der Stunde und wollen auch am Freitag gegen Göppingen zeigen, zu was sie fähig sind. Verdient hat sich die Mannschaft eine volle Halle und hohe Einschaltquoten allemal. Dass dieses Derby im Free-TV bei Eurosport gezeigt wird, hat für TuS-Trainer Edina Rott eine große Bedeutung: "Für die gesamte Entwicklung des Handballs ist es wichtig diese Chance zu nutzen. Wir freuen uns darüber bei einem Live-TV Spiel dabei zu sein und möchten den Stellenwert des Frauen Handballs in Deutschland weiter verbessern. Es ist also eine klasse Gelegenheit für die komplette Handballgemeinde zu zeigen wie attraktiv Handball ist."

Anders als in den vergangen Wochen gehen die Ermstälerinnen als klarer Favorit in die Begegnung. Göppingen rangiert momentan auf Platz 11 des Bundesligatableaus, dass hängt mitunter auch mit den Personalsorgen der Gäste zusammen. Somit liegt es am Heimteam das Spielgeschehen vorzugeben, wie das gelingen soll weiß Maren Weigel: "Wir müssen genauso spielen wie in den letzten Wochen. In der Abwehr wieder kompakt stehen und im Angriff Lösungen gegen die offensive Abwehr finden." Auf die Frage, ob die späte Anwurfzeit ein Problem sei, sagte Katarina Pandza: "Das ist für uns kein Problem. Wir trainieren oft um 20 Uhr und sind es gewohnt um diese Uhrzeit Handball zu spielen."

Allerdings geht man nie ohne Hoffnung in ein Spiel. Schließlich kann der Favorit immer mal einen rabenschwarzen Tag erwischen. "In so einem Spiel möchte man natürlich erst recht etwas reißen. Wir werden alles probieren", sagt Trainer Aleksandar Knezevic, der aber weiß: "Metzingen ist einer der stärksten Gegner im deutschen Oberhaus und derzeit richtig gut drauf. Es wird extrem schwer."

"Uns erwartet sicher eine sehr schwierige Aufgabe. Metzingen hat mit dem Sieg gegen Dortmund ein Ausrufezeichen gesetzt und seine gute Form unterstrichen. Für uns gilt es, das Positive der letzten Wochen reinzuwerfen und vor allem die Lehren aus der Niederlage gegen Bensheim zu ziehen", sagt Romy Morf-Bachmann. Deckung und insbesondere das Rückzugsverhalten müssten individuell und als Team besser angegangen werden, um gegen Metzingen und dessen Tempospiel bestehen zu können.

Ohne Zuversicht geht die Göppinger Rückraumschützin freilich nicht in die Begegnung. "In den vergangenen Jahren ist es immer wieder gelungen, einem "Großen" ein Bein zu stellen", erinnert sie an den Triumph zum Beispiel gegen Metzingen in der Stuttgarter Porsche-Arena. "Daran müssen wir glauben. Je länger wir das Spiel offen halten können, desto mehr Druck können wir ausüben", fährt die Göppinger Rückraumschützin fort. "Gegen den BVB durften sie, gegen uns müssen sie gewinnen. Daher haben wir wenig zu verlieren und werden alles in die Waagschale werfen, um uns so teuer wie möglich zu verkaufen."

Die TusSies konnten die letzten drei Pflichtspiele gegen Göppingen allesamt gewinnen. Dass man die Grün-Weißen von den Hohenstaufen nicht unterschätzen darf, dessen sind sich alle bewusst. In der Hinrunde gewann Metzingen mit 31:25, dabei war das Ergebnis zunächst deutlicher als es der Spielverlauf hergab. Die Gäste agieren sehr gerne in einer offensiven Abwehrvariante, was den Schützlingen von Rott in den letzten Wochen aber keine Probleme bereitete. "Göppingen spielt eine offensive Deckung das zeichnet sie aus. Da sind sie sehr unangenehm, diese kostet jedoch auch richtig Kraft und das macht sich im Angriff bei ihnen bemerkbar. Frisch Auf spielt einen langsamen Handball und sie nehmen gerne das Tempo raus, da sehe ich unsere Chance", so die 48-jährige Ungarin.

Die Partie im Livestream von Sportdeutschland.TV








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