01.03.2020 13:27 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Kurpfalz Bären verlieren Vier-Punkte-Duell in Bad Wildungen

Fünf Tore: Jana ScheibFünf Tore: Jana Scheib
Quelle: malafo, Vipers
Die Kurpfalz Bären haben das Vier-Punkte-Spiel im Kampf um den Klassenerhalt verloren, nach einem Fehlstart und zwischenzeitlicher Aufholjagd mussten sich die Badenerinnen am Ende der HSG Bad Wildungen deutlich mit 20:29 (10:14) geschlagen geben. Carmen Moser bei den Gästen und Annika Ingenpaß für Bad Wildungen erzielten jeweils sechs Tore.

Die Vipers ließen in der entscheidenden Phase den Bären keine Chance. Nach einem eklatanten Fehlstart lagen die Bären-Ladies nach 17 Spielminuten mit 4:11 im Rückstand und es sah nach einem Debakel aus. Trainer Adrian Fuladdjusch nutzte das Team-Timeout, um seine Mannschaft wiederaufzurichten.

Und dies gelang im Hexenkessel der Ense-Halle eindrucksvoll. Bis auf zwei Tore (11:9) kamen die Bären den Vipers näher, und es sah ganz danach aus, als wenn die Gastgeberinnen noch mehr ins Schwimmen kommen würden. Aber gestützt auf die überragende Manuela Brütsch im Tor, retteten die Vipers einen Vier-Tore-Vorsprung in die Halbzeitpause.

Wagner: "Bad Wildungen hat rein physisch ganz andere Voraussetzungen"




Nach dem Seitenwechsel brachte Carmen Moser die Bären noch einmal auf zwei Tore heran. Doch der Ausfall von Lena Feiniler war in der Folge nicht mehr zu kompensieren. Die Abwehrchefin verletzte sich am Fuß, und die defensive Ordnung ging völlig verloren. Annika Ingenpaß nutzte die Lücken in der Ketscher Abwehr konsequent und kam zu insgesamt sechs Treffern vom ersten Wurfkreis. In der Offensive häuften sich die Abspielfehler: "Unter Druck verlieren unsere jungen Spielerinnen noch zu oft die Souveränität im Pass-Spiel. Gegen eine so bundesligaerfahrene und routinierte Mannschaft wie die Vipers werden diese technischen Fehler gnadenlos bestraft", so Adrian Fuladdjusch.

Bären-Geschäftsführer Udo Wagner nahm seine Mannschaft in Schutz: "Bad Wildungen hat rein physisch ganz andere Voraussetzungen. Und wenn dann noch so viele Ungenauigkeiten im Kombinationsspiel dazukommen, können wir keine Punkte holen. Dennoch ist noch nichts verloren, auch wenn es jetzt ein Zweikampf im Rennen um den Klassenerhalt geworden ist."

Die Erleichterung bei den Spielerinnen und auch Vipers-Trainerin Tessa Bremmer war nach dem Spiel verständlicherweise groß: "Endlich konnten wir unserem Frust der letzten Wochen Luft verschaffen. Das war eine geschlossene Mannschaftsleistung mit einer kompakten Abwehr in Verbindung mit einer super aufgelegten Manuela Brütsch dahinter." Die Kurstädterinnen haben nun durch diesen wichtigen Sieg zwei Punkte Abstand auf den Tabellenvorletzten Mainz und und vier Punkte Rückstand auf den elftplatzierten Göppingen. Kommendes Wochenende wartet mit Bensheim ebenfalls ein machbare Aufgabe auf die Bremmer-Schützlinge.

In zwei Wochen wird es sicherlich schon eine Vorentscheidung geben, wenn die Bären in Mainz antreten. Vorher ist am kommenden Samstag (18 Uhr) Bayer Leverkusen zu Gast in der Neurotthalle, ein Team, das nur mit einer Glanzleistung in Gefahr zu bringen sein wird.



cs