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01.03.2020 10:44 Uhr - 1. Bundesliga - PM Metzingen, red

Erste Niederlage für Borussia Dortmund, TuS Metzingen hat "sehr diszipliniert und aggressiv verteidigt"

Metzingens Abwehr stoppt Aleksandra ZychMetzingens Abwehr stoppt Aleksandra Zych
Quelle: Tobias Baur, TuS
Spitzenreiter Borussia Dortmund hat seine erste Niederlage der laufenden Saison einstecken müssen. Bei der TuS Metzingen unterlagen die Westfälinnen am Ende mit 24:28 (9:14). "Es ist nicht normal was hier in der Öschhölle passiert. Hier können wir zusammen mit unseren Fans alle Gegner schlagen. Das war einfach sensationell", jubelte Spielmacherin Delaila Amega.

"Ich bin sprachlos und unfassbar stolz auf meine Mannschaft. Die Leistung heute war noch besser als die letzte Woche gegen den THC. Wir haben wieder sehr diszipliniert und aggressiv verteidigt. Gepaart mit einer bärenstarken Madita im Tor, war das heute spielentscheidend", zeigte sich TuS-Trainerin Edina Rott nach dem Spiel überglücklich.

"Wir haben bereits nach fünf Minuten mit 1:5 hinten gelegen. Metzingen hat uns ein wenig mit unseren eigenen Waffen geschlagen, hart attackiert und durch hohes Tempospiel die Halle zu einem Tollhaus werden lassen", bilanzierte BVB-Vorstandsmitglied Andreas Bartels.

Die TusSies starteten wie in den letzten Wochen schon richtig gut ins Spiel. Beim Stand von 4:1 in der 6. Minute nahm Gästetrainer Andre Fuhr die erste Auszeit. Angetrieben von der großartigen Kulisse in der Öschhalle, war es ein ums andere Mal Bo van Wetering, die für Metzingen erfolgreich war. Auf Seiten der Gäste konnte sich die Ex-Metzingerin Kelly Vollebregt immer wieder in die Torschützenliste eintragen. Redebedarf hatte Rott erst in der 19.Minute beim 9:7. Die 48-jährige Ungarin fand die richtigen Wort und über ein 12:7 ging es mit einem 14:9 in die Halbzeit.

Kohorst "einfach weltklasse"




In Halbzeit zwei stellte der BVB um auf eine offensive Abwehrdeckung, aber auch diese sorgte nur selten für Probleme bei den TusSies. "Wir haben uns überhaupt nicht verunsichern lassen, das war einfach bärenstark. Mit unseren großartigen Fans im Rücken sind wir momentan schwer zu schlagen", fasste Torhüterin Madita Kohorst (13 Paraden) das Spiel zusammen.

Maren Weigel sollte auf Metzinger Seite zur Spielerin des Spiels avancieren. Mit insgesamt sieben Treffern war die deutsche Nationalspielerin die erfolgreichste Werferin in pink. Das die Gäste aus Dortmund überhaupt noch im Spiel waren, lag an der glänzend aufgelegten Kelly Dulfer, die mit ihren 9 Toren die größte Gegenwehr zeigte.

Eine kurze Phase der Nervosität tauchte zwischen der 45. und 50. Minute auf, als man torlos blieb und Dortmund nochmals auf vier Tore Rückstand herankam. Beim Stand von 25:21 (56.) und einer doppelten Unterzahl war die Anspannung auf und neben dem Feld förmlich greifbar. Diese sollte sich jedoch durch eine Siebenmeterparade von Nicole Roth, in Jubel- und Freudentaumel verwandeln - die "Öschhölle" wurde zum Tollhaus.

Zapf: "Einfach mega geil"




Simone Petersen machte kurz vor Schluss dann den Deckel drauf und sorgte für den verdienten 28:24 Endstand. Die TusSies sorgen somit für die ersten Verlustpunkte vom Tabellenführer. Das musste so auch Gästetrainer Fuhr anerkennen: "Natürlich haben wir hier nicht gerne verloren. Aber der Sieg geht völlig verdient an Metzingen, sie haben einfach mehr gekämpft und gut gespielt." Metzingen steht nun mit 28:6 Punkten auf Platz 3 und mausert sich aktuell zur Mannschaft der Stunde.

"Es hat unfassbar Spaß gemacht. Die Abwehr war wieder richtig stark und mit Madita hinten drin einfache weltklasse. Wir haben für einander gekämpft, das hat heute den Unterschied ausgemacht", so Maren Weigel und Kapitänin Marlene Zapf jubelte: "Es war einfach mega geil. Dieser Sieg gibt uns nochmal richtig Selbstvertrauen für die nächsten Wochen. Ein großer Dank geht natürlich an unsere pinke Wand, die uns mal wieder zum Sieg angefeuert hat."

"In solchen Spielen ist zu sehen, dass wir auf die spielerischen Möglichkeiten von Nationalspielerin Alina Grijseels nicht verzichten können. Auch Merel Freriks hat uns heute schmerzlich gefehlt. Wenn wir unsere Stammformation nicht auf die Platte bringen können, fehlen uns an der einen oder anderen Stelle doch die Alternativen", so Bartels, der konstatierte, dass "wir am Ende leistungsgerecht mit 24:28 verloren haben."

Noch ist aber nichts passiert. Borussia Dortmund ist weiterhin Tabellenführer, im schlechtesten Fall am Sonntag mit nur noch einem Punkt Vorsprung auf Bietigheim, und aus einem Zweikampf ist nun ein Dreikampf um den Titel geworden. Metzingen ist nach den Siegen gegen Thüringen und Borussia Dortmund ebenfalls ein ernsthafter Kandidat auf die Meisterschaft. Wie in den jüngsten Spielen eigentlich immer war auch diesmal Kelly Dulfer beste und mit neun Treffern erfolgreichste Torschützin. Ebenfalls überzeugen konnten Kelly Vollebregt sowie die Torfrauen Roch und Duijndam. Alle anderen Spielerinnen blieben unter ihren Möglichkeiten.



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