27.02.2020 11:37 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg gelingt Sieg im Nord-Derby über buxtehuder SV

Myrthe SchoenakerMyrthe Schoenaker
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Die Siegesserie des Buxtehuder SV ist nach vier Spielen gerissen. Beim Nord-Derby in Oldenburg erwischte die Mannschaft einen gebrauchten Tag und unterlag dem Nord-Rivalen verdient mit 24:27. Vor allem mit dem Rückraum des VfL hatte der BSV seine Probleme, während selbst im Angriff die Durchschlagskraft fehlte.

Beide Mannschaften starteten temporeich in die Partie. Dabei musste der VfL Oldenburg Ausfall bedingt heute ohne Kreis aufspielen. So kam es, dass heute Jessica Koconrek den Verlust von Marie Steffen und Ann-Cristin Roller kompensieren sollte und mit ihren ersten Bundesligaminuten debütierte.

Beim VfL erzielte Myrthe Schoenaker die ersten drei Tore. Beim BSV glich Lynn Schneider in der vierten Minute per Siebenmeter zum 3:3 aus. Es sollte für lange Zeit der letzte ausgeglichene Spielstand der Partie bleiben. Denn während Buxtehude im Angriff wenig einfiel, kamen die Gastgeberinnen in Person von Schoenaker und Kathrin Pichlmeier zu Toren aus dem Rückraum. Bis zur Halbzeit trafen die beiden zusammen elfmal.

Leun: "Uns hat die Körpersprache und die Körperlichkeit gefehlt"




Der BSV entwickelte hingegen überwiegend bei Tempogegenstößen Torgefahr. Aus dem Rückraum scheiterten die Gäste mehrfach an Oldenburgs Keeperin Julia Renner. Folgerichtig wuchs der Rückstand des BSV zwischenzeitlich auf 9:13 an. Eine doppelte Überzahl inklusive Siebenmeter gab beim BSV Hoffnung für die Wende. Doch Lynn Schneider scheiterte beim Strafwurf und Oldenburg spielte die gesamte Unterzahl mit vier Feldspielerinnen clever aus, so dass Buxtehude nicht an den Ball kam. Auch aus einer weiteren Überzahl konnte Buxtehude kein Profit schlagen. Folgerichtig nahm der BSV ein 12:15 mit in die Pause.

Auch zu Beginn der 2. Hälfte zeigte sich das gleiche Bild. Nach einer weiteren Parade von Julia Renner konnte Myrthe Schoenaker die Führung für den VfL auf 16:13 ausbauen. Zu Beginn der zweiten Hälfte schien Buxtehude aber auch das passende Mittel im Angriff gefunden zu haben. Bereits vor dem Seitenwechsel konnte Lynn Schneider zweimal am Kreis frei gespielt werden. Kapitänin Christina Haurum ließ vom Kreis drei weitere Tore folgen. Buxtehude stellte beim 17:18 den Anschluss her. Lone Fischer gelang schließlich der erste Ausgleich seit dem 3:3 (40.).

Allerdings gab die Aufholjagd nicht die nötige Sicherheit. Erneut endeten die Angriffe bei Oldenburgs Torfrau Julia Renner. Oldenburg nutze diese Schwächephase der Gäste. Vor allem auf den Rückraum bekam Buxtehude keinen Zugriff. Mit einem 5:0-Lauf stellten Schoenaker, Pichlmeier und die ehema-lige BSV-Spielerin auf 18:23 aus Sicht des BSV. Die drei Rückraumspielerinnen des VfL erzielten insgesamt 21 der 27 Tore ihres Teams.

Bötel: "Haben sehr diszipliniert und auch geduldig gespielt"




Buxtehude wehrte sich gegen die Derby-Niederlage. Doch im Angriff machte sich die Verunsicherung bemerkbar. Freie Würfe und ein weiterer Siebenmeter wurden vergeben. Die vier Spiele anhaltende Siegesserie endete damit mit dem 24:27 in Oldenburg. Nun hat der BSV mehr als zwei Wochen Pause, ehe es am Sonntag, 14. März, mit dem Auswärtsspiel bei der Neckarsulmer Sport-Union weitergeht.

"Es war ein gebrauchter Tag für uns. Uns hat die Körpersprache und die Körperlichkeit gefehlt, um das Spiel zu gewinnen. Wir haben nicht aggressiv gedeckt, was die eine Zeitstrafe gegen uns zeigt, wenn man sieht, wie viele der Gegner hat. Wir haben mehr Fehler als in den vergangenen Wochen gemacht. Das betrifft nicht nur die Fehlwürfe, sondern auch die technischen Fehler und die Missverständnisse. Hauptunterschied war aber die Torwartleistung. Das wir nur mit drei Toren verlieren, ist dann schon schmeichelhaft und zeigt, dass Oldenburg auch keine Glanzleis-tung geboten hat. Es ist gut, dass wir jetzt eine Pause haben, uns über ein freies Wochenende sammeln können und dann 14 Tage Zeit haben uns auf das wichtige Spiel in Neckarsulm vorzubereiten", so BSV-Trainer Dirk Leun.

"Wir haben es über das ganze Spiel heute sehr gut gemacht. Wir haben in der Rückzugsbewegung Fehler gemacht, die Buxtehude auch sofort bestraft hat. Die Mannschaft hat heute sehr diszipliniert und auch geduldig gespielt. Wir sind heute alle als Team aufgetreten und haben sowohl im Angriff wie auch in der Abwehr einen super Job gemacht. Vor allem mit den Fans im Rücken kann man solch einen Sieg dann auch verdient genießen, bevor es dann wieder an die Arbeit geht", so VfL-Coach Niels Bötel.