26.02.2020 12:52 Uhr - 2. Bundesliga - dpa, PM HCL

HC Leipzig verliert zum Saisonende Trainer Jacob Dietrich

Jacob Dietrich - hier rechts gemeinsam mit Fabian KuntzeJacob Dietrich - hier rechts gemeinsam mit Fabian Kuntze
Quelle: Thomas Röpcke, HCL
Zweitligist HC Leipzig muss sich nach einem neuen Trainer umsehen. Nach zwei erfolgreichen Jahren mit der Rückkehr in die 2. Liga nach der Insolvenz gibt Jacob Dietrich den Posten am Saisonende auf. Der 32-Jährige will die Doppelbelastung als Trainer beim HCL sowie beim Handball-Verband Sachsen nicht länger tragen. Der Verein arbeite "bereits mit Hochdruck" an einer Nachfolgeregelung.

Jacob Dietrich übernahm zu Beginn der Saison 2018/2019 das Amt des Cheftrainers der 1. Mannschaft beim HC Leipzig. Nach dem Zwangsabstieg in die 3. Liga und einem Konsolidierungsjahr schaffte es der junge A-Lizenz-Trainer (32) gleich in seiner ersten Saison das junge Team so weiterzuentwickeln, dass der Aufstieg in die 2. Bundesliga gefeiert werden konnte - und das in souveräner Art und Weise: Bei 20 Siegen aus 22 Partien standen am Ende der Saison 2018/2019 gerade einmal eine Niederlage und ein Unentschieden auf der Minusseite.

"Und diese Performance konnte Jacob Dietrich mit seinem Trainer- und Betreuerteam auch in seiner zweiten Saison beim HCL halten. Nach 19 Spieltagen steht ein einstelliger Tabellenplatz in der 2. Bundesliga zu Buche, welcher mit dieser jungen Mannschaft nicht hoch genug eingeschätzt werden kann", so der HC Leipzig über die Arbeit des Coaches, der in diesen beiden Jahren auch noch seine bereits im Vorfeld ausgeübte hauptamtliche Trainertätigkeit als Landestrainer beim Handball-Verband Sachsen realisierte.

Ab dem Sommer möchte sich Jacob Dietrich wieder mit vollem Engagement nur einer Herausforderung stellen: "Auch wenn es mir emotional wahnsinnig schwer fällt, mich im Mai als Trainer dieser Mannschaft und dieses Vereins zu verabschieden, war meine Doppelbelastung ursprünglich nur für ein Jahr geplant und genehmigt und wurde um ein weiteres Jahr verlängert. Eine Fortführung der zweigleisigen Trainertätigkeit kann in Zukunft, auch im Hinblick auf die höheren Anforderungen beim HCL in der 2. Bundesliga sowie den weiteren sportlichen Ambitionen dieses Traditionsclubs, nicht zielführend sein und wäre mit meiner Landestrainertätigkeit beim Handball-Verband Sachsen nicht vereinbar."

"Es war mir eine große Freude, mit dieser Mannschaft für den HC Leipzig zu arbeiten und ist mir zu einer echten blau-gelben Herzensangelegenheit geworden. Dafür und über bis jetzt 1,5 unglaublich tolle, intensive und erfolgreiche Jahre bin ich dem Verein, meinem Trainer- und Betreuerteam, dem Umfeld mit seinen überragenden Fans und Supportern und den Verantwortlichen des HCL und HVS sehr dankbar. Ich bin sehr, sehr stolz auf die Leistungen und Entwicklung unserer Mannschaft und darauf, meinen Teil dazu beigetragen zu haben. Jeder, der mich kennt, weiß, dass ich bis zum 16. Mai weiter Vollgas geben werde, um meine und unsere Mission, den Klassenerhalt in Liga 2 zu realisieren, zu erfüllen", so Dietrich.

Die Mannschaft wurde zu Beginn dieser Woche bereits von Jacob Dietrich selbst über die Entscheidung informiert. "Wie schwer die Ankündigung des bevorstehenden Abschiedes war, zeigte die ein oder andere Träne im Auge - und das nicht nur bei den Spielerinnen", berichtet der Verein, der betont: An einer Nachfolgeregelung wird beim HC Leipzig bereits mit Hochdruck gearbeitet. "Wer die in den letzten zwei Jahren sehr groß gewordenen Fußstapfen als Cheftrainer ausfüllen soll, wird nach Beendigung aller noch laufenden Gespräche zeitnah der Öffentlichkeit bekannt gegeben."



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