26.02.2020 09:42 Uhr - 1. Bundesliga - PM THC, red

Thüringer HC will zwei Punkte für internationalen Startplatz sammeln

Herbert Müller bereitet den THC auf das Duell mit Neckarsulm vor. Herbert Müller bereitet den THC auf das Duell mit Neckarsulm vor.
Quelle: Wolfgang Stummbillig/BVB
Der Thüringer HC tritt am Mittwoch (19:30 Uhr) gegen die Neckarsulmer Sport Union an. "Ein Sieg ist Pflicht", fasst der Verein in seinem Vorbericht zusammen. Nachdem der Rückstand auf das Trio an der Spitze der Handball-Bundesliga Frauen (HBF) angewachsen ist, will sich der THC nun einen Startplatz in der neuen EHF Europa League sichern. "Jetzt muss wieder gewonnen werden", so der Verein, "zumal jetzt auch die HSG Blomberg-Lippe mit einem Punkt mehr auf Tabellenplatz 4 rangiert."

THC-Coach Herbert Müller sah Borussia Dortmund nach dem Spitzen spiel als "verdienten Sieger, weil er letztendlich die bessere Siegermentalität gezeigt und in beiden Halbzeiten einfach die Anfangsphasen besser genutzt hat." Das positive aus diesem Spiel war jedoch "Die kämpferische Einstellung im Unterschied zur Niederlage in Metzingen."

Die Thüringerinnen "besiegten sich wieder einmal selbst, mit unkonzentriertem Spielaufbau, schlechten Würfen und fehlender Konsequenz in der Deckung", zeigte sich der Klub selbstkritisch. Ein Lob gab es jedoch explizit für Jana Krause. Sie kam für Ann-Kathrin Giegerich in die Partie, die bereits einige Hundertprozentige hatte entschärfen können und "was [sie] in der Schlussviertelstunde hielt, war unglaublich, war unglaublich."

Nach zwei Auswärtsniederlagen in Folge, das gab es bisher in 260 Bundesligaspielen unter Herbert Müller noch nie, findet sich der Thüringer HC auf Tabellenrang fünf wieder, mit zehn Minuspunkten weit abgeschlagen hinter Borussia Dortmund, der SG BBM Bietigheim und der TuS Metzingen, die die Meisterschaft unter sich ausmachen werden.

Insgesamt spielt der THC gerade die schlechteste Saison seit 2010/11. "Und die Ursachen dafür liegen nicht allein im Fehlen von markanten Spielerpersönlichkeiten, wie Iveta Koresova, Meike Schmelzer, Josefine Huber und Marie Davidsen", führt der Klub aus. "Der THC steckt nicht zum ersten Male in einer prekären Personalsituation, aber die haben wir in früheren Jahren einfach besser, kämpferischer, selbstbewusster und unbändigem Willen bewältigt."

Zwischen den zwei wichtigen Viertelfinalspielen im EHF-Cup gegen den kroatischen Meister Podravka Vegeta aus Koprivnica muss der Thüringer HC gegen die Neckarsulmer SU und auswärts beim Buxtehuder SV antreten. "Nach der Papierform ist das Spiel gegen Neckarsulm ein Pflichtspiel", blickt der THC voraus. "Aber Vorsicht! Das wird beileibe kein Selbstläufer. Gerade haben die Neckarsulmerinnen in Oldenburg gewonnen. Die haben mit dem Abstiegskampf nichts zu tun, können völlig frei und unbelastet in Erfurt auftreten, um den Favoriten zu ärgern."

Der THC will gegen Neckarsulm hingegen die nächsten zwei Punkte sammeln, um den vierten Platz - und damit den internationalen Wettbewerb - zu erreichen. Personell gibt es nur eine Veränderung. "Jana Krause kann nicht dabei sein, dafür ist Greta Köster wieder mit auf der Bank", teilte der Verein mit. "Ansonsten stehen die gleichen Spielerinnen wie in Dortmund auf der Platte."