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24.02.2020 15:41 Uhr - 2. Bundesliga - PM HSV

Solingen-Gräfrath stellt Heimstärke auch gegen Nord-Harrislee unter Beweis

Franziska Penz und der HSV stellten erneut ihre Heimstärke unter BeweisFranziska Penz und der HSV stellten erneut ihre Heimstärke unter Beweis
Quelle: Lars Breitzke, HSV
Es wird im Jahr 2020 vor heimischer Kulisse beinahe zu einem gewohnten Bild: Die HSV-Frauen liegen sich in der Klingenhalle nach 60 packenden Minuten ausgiebig in den Armen. Und haben durch den 26:25-Heimerfolg über die als Tabellensiebte angereisten Nordfrauen des TSV Nord Harrislee erneut allen Grund zur Freude, denn der Aufsteiger ist zu Hause im neuen Jahr noch ungeschlagen und konnte die Rote Laterne an Werder Bremen weiterreichen.

"Ich denke, das ist ein Erfolg, der aufgrund der Tabellenkonstellation so nicht zu erwarten war. Wir haben super gekämpft, wieder Dinge besser umgesetzt, die vor einigen Wochen noch nicht funktioniert haben, und erneut einen Rückstand aufgeholt. Wir lernen dazu und unsere mentale Stärke trägt uns, sodass wir auch in schwierigen Situationen erfolgreich sein können", bilanzierte Trainerin Kerstin Reckenthäler im Nachgang der Partie, die der Liga-Neuling über weitere Strecken dominierte.

Die Klingenstädterinnen begannen sprichwörtlich wie die Feuerwehr und gingen in der zehnten Minute durch einen erfolgreich verwandelten Siebenmeter von Topscorerin Vanessa Brandt bereits mit 5:2 in Führung, ehe sich eine Schwächephase in das bis dato so souveräne Spiel der Solingerinnen schlich. Die Norddeutschen drückten auf das Tempo, zeigten sehenswerte Kombinationen in der Offensive und legten bis zur 24. Minute einen Zwischenspurt ein. Madita Karlotta Jeß brachte den TSV sogar kurzzeitig mit 9:10 in Front.

Die besagte Drei-Tore-Führung konnten die Gastgeberinnen pünktlich mit dem Pausenpfiff allerdings wiederhergestellen, weil sich Kapitänin Mandy Reinarz ein Herz fasste, Sekunden vor der Halbzeitsirene aus der zweiten Reihe zum Wurf ansetzte und zum 14:11 einnetzte. "Spielerin des Spiels ist Mandy Reinarz, die nach zwei durchwachseneren Spielen wieder eine starke Leistung hinten wie vorne gezeigt, gut gesteuert hat und nach anfänglichen Problemen dann wieder richtig in die Lücke in den Zweikampf gegangen ist", erklärt die A-Lizenz-Inhaberin.



Richtig spannend wurde es dann jedoch erst in den zweiten 30 Minuten, als sich ein offener Schlagabtausch zwischen beiden Mannschaften entwickelte und die Führung immer hin und her wechselte. "Zurzeit stehen viele Spielerinnen im Fokus, die Verantwortung tragen - angefangen bei Rechtsaußen Merit Müller und Kämpferin Franziska Penz. Sandra Münch präsentiert sich sehr solide. Vanessa Brandt ist ein ganz wichtiger Faktor, während natürlich auch Lorena Jackstadt und Mandy Reinarz das Team stärken", so der HSV-Coach weiter.

Als die Nordlichter durch das 22:24 (55.), erzielt durch die stark auferlegte Rückraumshooterin Merle Carstensen - auf der Siegesstraße zu sein schienen, schmiedete Reckenthäler taktisch einen Plan. Ihr Konzept sollte aufgehen, denn die 37-Jährige ließ Cartensen von Merit Müller an die enge Leine nehmen, und brachte die Wende mitten in der Crunchtime. Spätestens in der 58. Spielminute hielt es keinen der rund 300 Zuschauer mehr in den Sitzen der Klingenhalle, als die eingelaufene Franziska Penz das 26:24 erzielte.

Es folgten eine Solinger Auszeit, eine Zeitstrafe gegen Johanna Andresen und ein Treffer von Janne Lotta Woch zum abschließenden 26:25-Endergebnis. "Lorena Jackstadt hat im Tor erneut stark gehalten - vor allem in Halbzeit eins, in der auch Franziska Penz über Linksaußen glänzen konnte. Und Merit Müller ist momentan die Spielerin für die wichtigen Treffer", freut sich die ehemalige Nationalspielerin, für die es gemeinsam mit ihren Schützlingen am kommenden Samstag zum Auswärtsspiel nach Zwickau geht. Harrislee reist auch nächste Woche in den Westen, am kommenden Samstag nach Wuppertal.



cs