24.02.2020 08:52 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Freiburg verliert in Waiblingen

Ralf Wiggenhauser, HSG FreiburgRalf Wiggenhauser, HSG Freiburg
Quelle: Patrick Seeger, HSG
Die Red Sparrows der HSG Freiburg verlieren nach einer schwachen ersten Halbzeit mit 20:29 (9:18) gegen das favorisierte Team vom VfL Waiblingen und verbleiben weiterhin auf dem 14. Tabellenplatz.

Die ersten 30 Minuten waren aus Freiburger Sicht eine Halbzeit zum Vergessen. Zwar gelang den Red Sparrows ein guter Start ins Spiel und sie lagen nach zwei Minuten und den Treffern von Alica Burgert (2 Tore) und Christiane Baum (2) mit 2:1 in Führung, doch konnten sie das schnelle Tempo der Schwäbinnen nicht lange mithalten. Auf den knappen Vorsprung der Freiburgerinnen antworteten die Waiblingerinnen um Ann Kynast, mit sieben Toren die beste Werferin des Abends, mit einem 7:0-Lauf und drehten das Spiel damit auf 8:2.

Die Breisgauerinnen wirkten geschockt, fanden keinen Zugang mehr zum Spiel und zeigten in dieser Phase eine ihrer schlechtesten Leistungen der Saison. "Wir haben die Basics nicht gebracht, die man braucht, um ein Spiel, egal in welcher Liga, zu gewinnen. So kann man einfach nicht spielen", kommentierte Red Sparrows Trainer Ralf Wiggenhauser die erste Halbzeit und fügte hinzu: "Beim Halbzeitstand von 18:9 war das Spiel schon entschieden und wir mussten Angst haben, dass es ein richtiges Debakel wird."

Das Debakel blieb allerdings aus. Die zweite Halbzeit verlief ausgeglichen und beide Teams erzielten 11 Tore. Ob dies nun daran lag, dass die Red Sparrows griffiger waren oder die Tigers angesichts ihrer deutlichen Führung etwas weniger Gas gaben, darüber kann man diskutieren. Für Wiggenhauser war es eine Mischung aus Beidem. Jedoch war deutlich zu sehen, dass die Freiburgerinnen in der zweiten Halbzeit ganz anders agierten. Sie kamen besser in die Zweikämpfe und konnten auch offensiv ein paar schöne Spielzüge zeigen.

Die deutliche Leistungssteigerung änderte jedoch nicht mehr viel am Ergebnis. Am Ende mussten sich die Red Sparrows mit 29:20 geschlagen geben. "Wir haben deutlich verloren und das schlussendlich auch zu Recht", gab Wiggenhauser nach dem Spiel zu Protokoll. Das Spiel gilt es jetzt abzuhaken und die Köpfe wieder nach oben zu nehmen. Der Fokus liegt schon auf dem nächsten Spiel.

VfL-Trainer Nicolaj Andersson war mit dem Spiel seiner Mannschaft sehr zufrieden: "Wir hatten Freiburg früh im Griff und liefen niemals Gefahr, das Spiel zu verlieren. Nun freuen wir uns auf Buchholz-Rosengarten."