17.02.2020 16:00 Uhr - 1. Bundesliga - HBF

HBF kompakt: Rückschlag für Leverkusen im Kampf um Europa, Neckarsulm verschafft sich Luft im Abstiegskampf

Dana Bleckmann wahrte mit Dortmund die weiße WesteDana Bleckmann wahrte mit Dortmund die weiße Weste
Quelle: Wolfgang Stummbillig, BVB
Rückschlag im Kampf um die Europapokalplätze für den TSV Bayer 04 Leverkusen: Die Werkselfen mussten als einzige Mannschaft des Spitzensextetts eine Niederlage hinnehmen und rutschten damit wieder hinter Blomberg-Lippe zurück. Im Tabellenkeller konnte sich die Neckarsulmer Sport-Union mit einem Sieg beim 1. FSV Mainz 05 weiter von der Abstiegszone lösen. Bei den Dynamites auf der Tribüne saß auch erstmals der Chefcoach der Bundesligafußballer Achim Beierlorzer.

Borussia Dortmund hat erneut gewonnen und damit frühstmöglich die Marke von 30 Pluspunkten geknackt. Bei der HSG Bensheim/Auerbach setzten sich die Westfälinnen am Ende mit 34:28 (20:14) durch. Torhüterin Isabell Roch war der Rückhalt, der den entscheidenden 6:0-Lauf zum 20:14-Halbzeitstand ermöglichte. "Wir haben bis zum 14:14 ein richtig gutes Spiel gemacht und haben das, was wir uns vorgenommen haben, auch umgesetzt", so ihre Analyse nach dem Spiel und weiter: "Wir haben natürlich auch das Spiel in den letzten 10 Minuten der ersten Halbzeit verloren". Dortmunds Trainer André Fuhr war erleichtert: "Natürlich habe ich schon ein bisschen gezittert, denn wir brauchen diese Punkte, wenn wir im Meisterschaftsrennen bleiben wollen. Dann haben wir sicherlich durch den Torwartwechsel und unser Temposiel das Spiel in der 20. bis zur 30. Minute gekippt. Und das haben wir dann bis zum Ende verteidigt", so der BVB-Coach.

Verfolger mit weiterhin drei Punkten Rückstand ist die SG BBM Bietigheim, der Titelverteidiger nahm bei der HSG Bad Wildungen Vipers mit einem 30:25 (14:13) beide Zähler mit. "In der ersten Halbzeit haben wir den Fokus etwas vermissen lassen, in der zweiten Halbzeit, die wir mit 17:11 gewannen, haben wir vieles richtig gemacht und dementsprechend verdient gewonnen", so BBM-Trainer Martin Albertsen und Vipers-Coach Tessa Bremmer resümierte: "Handballerisch gesehen war es ein sehr gutes Spiel. Insgesamt haben wir deutlich weniger Fehler gemacht als in den vergangenen Partien. Am Ende hat die größere Erfahrung von Bietigheim den Ausschlag gegeben."

Blomberg neuer Fünfter




Der Thüringer HC konnte sich insgesamt souverän mit 35:25 (19:14) beim VfL Oldenburg durchsetzen. "Ich bin ein Stück mehr zufrieden mit der ersten Halbzeit, als mit der zweiten. Gerade bei der Abwehr waren da zum Teil zu große Lücken", so THC-Coach Herbert Müller und Oldenburgs Trainer Niels Bötel befand auch mit Blick auf die Verletzung von Toptorschützin Kathrin Pichlmeier: "Ich bin grundsätzlich mit dem Spiel zufrieden, auch wenn wir meiner Meinung nach zu hoch verloren haben. Gerade in den letzten 10 Minuten waren wir stark in unseren Möglichkeiten eingeschränkt, was der personellen Situation geschuldet war."

Noch deutlicher und weiterhin punktgleich mit dem THC ist auch die TuS Metzingen, die die Kurpfalz Bären mit 35:18 (19:8) klar dominierte. "Es spricht für das Team, dass wir auch bei hohen Rückständen alles versucht haben, aber dieser Gegner verfügt über einen großartig besetzten Kader, der in der ersten und zweiten Welle schwer zu stoppen ist", so Adrian Fuladdjusch, der bei den Gästen das Traineramt von Katrin Schneider übernommen hatte. "Wir haben heute von Beginn an gezeigt, wer das Spiel gewinnen will. Wir haben viele Tore erzielt und uns auch nicht von der 3:2:1-Abwehr aus dem Konzept bringen lassen", lobte Metzingens Marlene Zapf ihre Teamkolleginnen, die am Mittwoch nun das Nachholspiel vor heimischer Kulisse gegen den Tabellennachbarn aus Thüringen bestreiten.

Neuer Tabellenfünfter ist die HSG Blomberg-Lippe, die bei Frisch Auf Göppingen mit 31:27 (17:13) triumphierte. "Das war ein wichtiger Sieg für uns. Wir wussten, dass es nicht einfach wird hier zu bestehen und haben gegen die offensive Deckung in den ersten Minuten keine guten Lösungen gefunden. Mit einer starken mannschaftlichen Geschlossenheit haben wir es in der Folge aber deutlich besser gemacht, vor allem in der Defensive wenig zugelassen und sind in den entscheidenden Phasen ruhig geblieben. Der Sieg geht auf jeden Fall in Ordnung. Danke an unsere Fans für die Unterstützung vor Ort", freute sich Blombergs Trainer Steffen Birkner.

Neckarsulm macht Sprung nach oben




Profitiert hat Blomberg auch von dem klaren 26:35 (11:16) des TSV Bayer 04 Leverkusen gegen den Siebten Buxtehuder SV. "So ein Ergebnis konnten wir im Vorfeld nicht erwarten. Heute ist ein Spiel in dem bei uns fast alles geklappt hat, da gehen dann auch die Abpraller in die eigene Richtung und die macht man dann alle rein", so BSV-Coach Dirk Leun und Leverkusens Renate Wolf betonte: "Unsere Mannschaft war überhaupt nicht da. Ich hatte den Eindruck, dass für unser Team das Spiel erst ab der zwölften oder dreizehnten Minute angefangen hat. Da haben wir überhaupt erst angefangen, Tore zu machen."

Hinter Bensheim/Auerbach hat sich nun die Neckarsulmer Sport-Union am VfL Oldenburg auf den neunten Platz geschoben. Die Schwäbinnen gewannen ihr Auswärtsspiel beim 1. FSV Mainz 05 mit 22:17 (8:10). "Wir kommen gut rein ins Spiel, dann macht es aber irgendwann klack. Und wir haben keinen Zug mehr zum Tor", bilanzierte Dynamites-Spielerin Alicia Soffel, die den Verein nach der Saison in Richtung Bensheim verlässt.

Und Cheftrainer Thomas Zeitz, dessen Team weiterhin gleichauf mit Bad Wildungen einen Punkt vor Schlusslicht Kurpfalz Bären bleibt, bilanzierte: "Wir haben im Angriff den Faden und den Mut verloren." "Mit dem 10:8 zur Pause hatten wir heute wieder ein paar Probleme, die Bälle im gegnerischen Tor unterzubringen aber insgesamt bin ich heute sehr stolz auf die Mannschaft und die gezeigte Leistung in der Abwehr. Zehn Tore in der ersten Halbzeit zu bekommen und nur sieben in der zweiten Hälfte ist natürlich sensationell und die Mannschaft hat unsere Arbeit aus der Trainingswoche heute sehr gut umgesetzt. Das ist die Basis für den heutigen Sieg und wird auch Grundlage für weitere Punkte sein", erklärt NSU-Trainerin Maike Daniels.

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