17.02.2020 16:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM Nürtingen, red

TG Nürtingen mit klarer Niederlage bei Spreefüxxen Berlin

Stefan EidtStefan Eidt
Quelle: TG Nürtingen
Auf die gute Nachricht der geklärten Trainernachfolge für kommende Saison durch Ausra Fridrikas folgte die zweite sportliche Niederlage in Folge für die TG Nürtingen. Weiterhin fehlte es den Nürtingerinnen im Angriff an Selbstvertrauen, sowie einer konsequenten, aggressiven Abwehr um den Füchsen Berlin Paroli bieten zu können. Am Ende zeigte die Anzeigetafel in der Sömmeringhalle in Berlin-Charlottenburg 28:20.

Bis zur 15. Minute schien es eine ausgeglichene Partie zu sein. Dann zogen die Gastgeberinnen innerhalb von fünf Minuten von 6:5 mittels schnellen Angriffen und Gegenstößen auf 10:5 davon. "Wir haben anfangs gute Möglichkeiten ausgelassen und sind dann dem Rückstand hinterhergelaufen", resümiert TGN-Coach Stefan Eidt diese Phase, bei der seine Schützlinge im Rückzugsverhalten schnell, aber nicht konsequent genug reagierten.

Nachdem Eidt mit einer Time-out-Karte reagierte und die Mannschaft ermahnte schnell aufzuwachen und endlich aggressiv zu verteidigen, verkürzten die TGlerinnen kurzzeitig durch Spielmacherin Julia Bauer (10:6) und einen Siebenmeterstrafwurf ausgeführt von Nina Fischer, die mit beachtlichen neun Treffern Nürtingens beste Torschützin war, auf 10:7. Aber auch am Siebenmeterpunkt zeigten die Nürtinerinnen Schwäche. Lediglich die Hälfte der Strafwürfe brachten die TGlerinnen im Tor der Spreefüxxe unter, während diese sechs von acht Würfen vom Siebenmeterstrich im Netz der Gäste unterbrachten.

Eidt: "Oft in der Abwehr einen Schritt zu spät dran"




Insbesondere Füchse-Torfrau Chantal Pagel glänzte mit beeindrucken Paraden und brachte die Nürtingerinnen immer wieder zur Verzweiflung. Nachdem die Seiten bei einem Halbzeitstand von 14:11 gewechselt wurden, erwischten die Hauptstädterinnen den besseren Start und bauten ihre Führung auf 17:11 durch einen Treffer von Rechtsaußenspielerin Anais Gouveia in der 37. Minute aus.

Drei Minuten später verkürze die TGN auf 19:15. "Oft waren wir in der Abwehr einen Schritt zu spät dran. Das sieht dann unglücklich aus", kommentierte Eidt die fünf Zeitstrafen, bei denen die Schiedsrichter Klinke und Klinke, die Spielerinnen jeweils zwei Minuten auf die Bank verwiesen. In der 48. Minute nahm Eidt nochmal eine Auszeit und plädierte für mehr Selbstvertrauen und Dynamik vor dem gegnerischen Tor.

Die Umsetzung gelang nicht, wohingegen die Berlinerinnen vor knapp 300 Zuschauern und heimischen Publikum bewiesen, dass sie zurecht im oberen Tabellendrittel mitmischen (Platz 5). Durch starkes Zweikampfverhalten im Angriff und ihrer Abschlussstärke, bauten sie ihren Vorsprung weiter aus. Beispielhaft dafür war der Treffer von Anna Blödorn, die zum 24:17 in der 52.Minute aus dem Rückraum traf und Berlins erfolgreichste Torschützin mit sieben Treffern war. Bei 28:20 ertönte der Schlusspfiff nach 60 Minuten und besiegelte für die TGN das Abrutschen in der Tabelle von Platz 10 auf 11 und für die Füchse Berlin das Bestehen auf Tabellenplatz Fünf. "Eine Niederlage, die auch in der Höhe in Ordnung geht", kommentiert Eidt das Ergebnis.



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