17.02.2020 15:14 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

HL Buchholz 08-Rosengarten nach Kantersieg über HSG Freiburg Tabellenführer

Leonie HartlLeonie Hartl
Quelle: HL Buchholz 08-Rosengarten
Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten haben mit dem 40:25 (18:11)-Kantersieg gegen die HSG Freiburg ihren elften Erfolg in Folge eingefahren und haben die Tabellenführung in der 2. Handball-Bundesliga übernommen. Vor 389 Zuschauern in der Nordheidehalle zeigte der Gastgeber ein begeisterndes Offensivspektakel - 40 Tore in einem Spiel hatten die Buchholzerinnen in dieser Saison bislang in keiner Partie erzielt. Alexia Hauf mit acht und Kim Berndt mit sechs Toren trafen am besten.

Die im Vorfeld erwartete Rollenverteilung sollte sich im Ergebnis letztlich widerspiegeln, auch wenn die Red Sparrows die ersten 15 Minuten das Tempo der Handballluchse mitgehen und die ersten beiden Tore des Abends erzielen konnten. Weiterhin ohne die beiden Leistungsträgerinnen Rebecca Dürr und Angelika Makelko waren es vor allem die beiden Außenspielerinnen Simone Falk (6 Tore) und Alica Burgert (7 Tore), die positiv bei den Red Sparrows auffielen.

Fast schon traditionell taten sich die Handball-Luchse in den ersten Minuten schwer und lagen gleich mit 0:2 hinten. Nach zwei Toren von Hauf führte Rosengarten mit 4:2. Die Partie des Gastgebers blieb aber zunächst zerfahren, so ging der Aufsteiger beim 4:5 erneut in Führung. Erst allmählich steigerte sich der Gastgeber, der nun seine Chancen auch besser nutzte. Nicolai Marthe und Hauf trafen sehenswert nach Tempogegenstößen.

Wiggenhauser: "Die ersten 15 Minuten waren top"




Bei Buchholz stand heute knapp 40 Minuten Zoe Ludwig im Tor, die vor dieser Serie von Freiburg nach Niedersachsen gewechselt war. Ludwig zeigte eine gute Leistung und wehrte zwölf Würfe ab. Die Abwehr der Handball-Luchse stand gegen Ende der ersten Hälfte sehr gut. Äußerst sehenswert war der Treffer von Kim Land unmittelbar vor dem Halbzeitpfiff per Kempatrick nach tollem Pass von Berndt, der mit lautem Applaus und Standing Ovations der Luchse-Fans honoriert wurde.

"Die ersten 15 Minuten waren top. Wir haben insgesamt viel reingebracht von dem, was wir machen wollten, aber natürlich ist das Ergebnis in der Deutlichkeit enttäuschend", gab Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser nach der Partie zu Protokoll. Maja Zeides, Rückraum, sah das Spiel ähnlich: "Wir haben gut angefangen und dann haben die Gegner mit ihrem schnellen Tempo einfache Tore gemacht. Sie sind weggezogen und wir das ganze Spiel einem Rückstand hinterhergelaufen. Das ist eine starke Truppe, gegen die man auf jeden Fall verlieren darf. Jetzt gilt es, die Konzentration wieder auf das nächste Spiel zu legen."

Nach dem Seitenwechsel gelang den Gastgeberinnen ein 6:0-Lauf, sodass das Spiel beim 24:11 entschieden war. Insgesamt neun Treffer erzielten die Handball-Luchse nach Tempogegenstößen - der Gast lediglich einen. Ein tolles Tor markierte schließlich noch Berndt, die wie einige ihrer Nebenleute teilweise auf ungewohnter Position aushelfen musste. Ihren Treffer zum 37:23 erzielte die etatmäßige Spielmacherin von Linksaußen per Dreher. Rosengarten musste heute auf die Verletzten Zeliha Puls, Marleen Kadenbach und Cassandra Nanfack verzichten.

Handball Luchse-Trainer Dubravko Prelcec sagte nach der Partie: "Wir brauchten erneut etwa zehn Minuten, in denen wir einige Chancen nicht nutzten, um ins Spiel zu kommen. Als wir angekommen waren, haben wir über 50 Minuten ein tolles Tempospiel gezeigt. Daher bin ich zufrieden - wir hatten viel Spaß."

Die Freiburgerinnen sehen sich nun durch die Punkteteilung von Solingen-Gräfrath und Wuppertal, sowie dem Auswärtssieg des SV Werder Bremen in einem immer enger werdenden Abstiegskampf wieder. "Trotz einer verbesserten Leistung war das natürlich eine zu hohe Niederlage. Der individuellen Überlegenheit des Gegners gab es für uns einfach nichts entgegenzusetzten", analysierte Co-Trainer Ralf Sausmann das Spiel und blickte schon voraus: "Wir müssen jetzt schauen, dass wir uns weiter verbessern, noch weniger Fehler machen und dann gegen Waiblingen ein gutes Spiel abliefern."



cs