17.02.2020 09:02 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Bayer Leverkusen "überhaupt nicht da", bei Buxtehuder SV hat "fast alles geklappt"

9 Tore: Jennifer Rode9 Tore: Jennifer Rode
Quelle: Jörg Dembinski, TSV
Der Lauf des TSV Bayer 04 Leverkusen in der Handballbundesliga der Frauen ist gestoppt. Nach zuletzt 12:2-Punkten in Serie unterlagen die Werkselfen in der heimischen Ostermann Arena dem Buxtehuder SV auch in der Höhe verdient mit 26:35 (11:16). Lone Fischer überholte mit ihren sechs Toren Stefanie Melbeck in der ewigen Bundesliga-Torschützenliste des BSV. Damit ist die Linksaußen mit 1.036 Treffern neue Führende in dieser Wertung. Ebenfalls sechs Tore erzielte Lynn Schneider, bei Leverkusen konnten auch neun Treffer von Jennifer Rode die Niederlage nicht verhindern.

Gästetrainer Dirk Leun machte sich vor der Partie sicherlich einige Gedanken, da Nationaltorhüterin Lea Rüther aufgrund einer im Training erlittenen Knieblessur vorsichthalber daheim blieb. Doch das Team wischte die Bedenken des Trainers von Beginn an vom Feld.

"So ein Ergebnis konnten wir im Vorfeld nicht erwarten. Heute ist ein Spiel in dem bei uns fast alles geklappt hat, da gehen dann auch die Abpraller in die eigene Richtung und die macht man dann alle rein. Ich bin hochzufrieden mit der Mannschaft, da sie den Matchplan sehr gut umgesetzt hat und wir es geschafft haben in der ersten Halbzeit, sehr viele technische Fehler und Ballgewinne zu erzielen. Das war ein super Start in dieses Spiel und das hat sehr viel Prozent für den Sieg am Ende ausgemacht", wies Leun nach der Partie auf die Anfangsphase hin, in der sich der BSV rasch von den Werkselfen absetzen konnte.

Biegler: "Haben versucht zu reparieren, was noch ging"




In der Tat, es waren noch keine acht Minuten gespielt, da nahm TSV-Trainer Michael Biegler beim Stand von 2:7 bereits seine zweite Auszeit. Einen derart misslungen Start dürfte der erfahrene Coach in seiner langen Trainerlaufbahn selten erlebt haben.

"Wir haben dann versucht zu reparieren, was noch ging. Aber es ist uns nicht wirklich gelungen"; musste Biegler eingestehen und seine Trainerpartnerin Renate Wolf suchte ebenfalls nach Erklärungen: "Unsere Mannschaft war überhaupt nicht da. Ich hatte den Eindruck, dass für unser Team das Spiel erst ab der zwölften oder dreizehnten Minute angefangen hat. Da haben wir überhaupt erst angefangen, Tore zu machen."

So ist die Partie rasch erzählt, denn Leverkusen kam lediglich beim 7:10 (17.) noch einmal halbwegs auf Schlagdistanz. Doch nachdem Dirk Leun eine Auszeit nahm, war das Feuer auf Seiten der Werkselfen rasch wieder erloschen.

Für Buxtehude bedeute der erneute Sieg in Leverkusen, es war der vierte in Folge, das Fortsetzen der eigenen Serie. Nach nunmehr 10:2-Punkten aus den letzten fünf Partien hat der BSV erstmals ein positives Punktekonto und rückt in der Tabelle näher an den TSV Bayer 04 heran.

Ebenfalls positiv zu vermerken aus Buxtehuder Sicht war, dass Torhüterin Katharina Filter das Fehlen von Lea Rüther nicht nur wegen drei gehaltener Siebenmeter mehr als kompensiert hat. "Lea hatte einen Zusammenprall im Training. Aber sie ist optimistisch, dass sie nächste Woche wieder spielen kann. Da müssen wir uns aber bei Rosengarten bedanken, dass Zoe Ludwig kurzfristig bereit war, einzuspringen, obwohl sie gestern noch mit Rosengarten gespielt hat", so Leun.

Außerdem saß Paula Prior erstmals in dieser Saison auf der Ersatzbank. "Ich habe sie als Absicherung mitgenommen, weil ich nicht wusste, wie leistungsfähig Annika Lott war. Sie trainiert schon länger bei uns mit. Es ist schön, dass sie wiederdabei ist. Wir müssen aber sehen, wie es mit ihr weitergeht", so Leun zum Comeback der langjährigen Bundesligaspielerin.



cs