16.02.2020 12:40 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Werder Bremen holt Big Points im Abstiegskampf, Lintfort fehlt "die nötige Konsequenz"

Zwei Tore von Jana Willing reichten Lintfort nichtZwei Tore von Jana Willing reichten Lintfort nicht
Quelle: Martin Zilse, TuS
Es war ein ganz wichtiger Erfolg für die Handballerinnen des SV Werder Bremen. Beim TuS Lintfort setzen sich die Hanseatinnen mit 28:27 durch und rücken damit der Konkurrenz im Abstiegskampf auf die Pelle. Mit nun 9:29 Punkten beträgt der Rückstand auf den 13. Tabellenplatz nur noch zwei Punkte. "Unsere Mannschaft hat heute zu keiner Zeit die nötige Konsequenz und Einstellung gezeigt, das war schon sehr bitter", ärgerte sich Ulrich Klein, sportlicher Leiter in Lintfort, direkt nach dem Spiel.

Dabei sind die Bremerinnen recht nervös in die Partie gestartet und lagen schnell mit 0:2 im Hintertreffen. Doch von Minute zu Minute kam der SV Werder besser ins Spiel und ging beim 8:7 (15.) durch Denise Engelke zum ersten Mal in Führung, konnte diese aber nicht halten. Die Gastgeberinnen verschafften sich wieder einen Vorteil, sodass Bremen mit 11:13 (25.) ins Hintertreffen geriet.

Werder zeigte aber das, was der Trainer vor dem Spiel gefordert hatte, den unbedingten Willen zum Sieg und so kamen die Grün-Weißen durch Treffer von Neßlage und Conze zunächst zum 13:13-Ausgleich und verbuchten dann, quasi mit dem Pausenpfiff, sogar noch den 14:13-Führungstreffer durch Alina Defayay.

In der zweiten Halbzeit kam Lintfort zunächst zum 15:15-Ausgleich (33.) doch durch drei Tore in Folge ging Bremen beim 18:15 (37.) erstmals mit drei Treffern in Führung und konnte diese sogar auf 25:20 (52.) ausbauen. Die Gastgeberinnen kamen allerdings nochmal zurück ins Spiel, auch wenn Werder beim 28:25 zwei Minuten vor dem Ende wie der sichere Sieger aussah, wurde es noch einmal spannend. In Überzahl verkürzte der TuS noch einmal und kam auch 28:27 heran. Es blieben 20 Sekunden auf der Uhr, welche die Werder-Damen nach einem letzten Time-Out clever herunterspielten und so am Ende über den wichtigen Sieg jubeln.

Werder-Coach Robert Nijdam war nach dem Spiel zufrieden mit seiner Mannschaft, insbesondere mit der zweiten Halbzeit: "Nach der Pause haben wir uns deutlich gesteigert. Ich freue mich, dass wir nun den zweiten Sieg in Folge holen konnten. Vor allem mannschaftlich war es wieder eine gute Leistung. Den letzten Angriff haben wir clever herunter gespielt und das umgesetzt was ich in der Auszeit gefordert hatte. Jetzt dürfen wir ein wenig feiern, aber ab Montag müssen wir wieder hart arbeiten." Die Grün-Weißen haben nun zwei Heimspiele, gegen Berlin und Leipzig, vor der Brust in denen weitere Punkte für den Klassenerhalt gesammelt werden sollen.

"Wir hatten die Punkte nicht verdient, aber von einer Zweitligamannschaft darf man auch erwarten, dass sie sich am Ende taktisch cleverer verhält. Aber allein die Körpersprache während des Spieles deutete schon nicht auf einen Erfolg hin", urteilte Klein nach dem Spiel. "Offensichtlich schafft es die Mannschaft aktuell nicht, die Kurve zu bekommen und hat nach den Erfolgen in der Hinrunde nicht realisiert, dass es einzig um den Klassenerhalt geht."