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10.02.2020 11:05 Uhr - 2. Bundesliga - PM Freiburg, red

Red Sparrows Freiburg sind gegen Nord Harrislee "ganz schlecht gestartet"

5 Tore: Alica Burgert5 Tore: Alica Burgert
Quelle: Patrick Seeger, HSG
Die Red Sparrows verlieren gegen den TSV Nord Harrislee von der dänischen Grenze mit 21:27 (10:16) und beweisen, obwohl man das ganze Spiel einem Rückstand hinterher lief, Mentalität und Kampfgeist.

Da Freiburg verletzungsbedingt auf Leistungsträgerinnen Rebecca Dürr und Angelika Makelko verzichten musste, ergab sich für die 290 Zuschauer zunächst eine ungewohnte Situation in der Startaufstellung der Red Sparrows: Alica Burgert (5), welche normalerweise auf den Außen spielt, startete im linken Rückraum und Leonie Hartl (1) startete auf dem Flügel. Zudem startete auch Torhüterin Sabrina Romeike, der Neuzugang vom TuS Lintfort und ehemalige Jugendspielerin der HSG Freiburg: "Es war schön, wieder hier zu sein. Ich denke es war Zeit, wieder nach Hause zu kommen", kommentierte Romeike ihr Heimspiel-Comeback.

Doch wenn der Tabellensechste auf den -vierzehnten trifft, sind die Rollen nun mal klar verteilt und so war es schon von Beginn an klar zu sehen, welche Mannschaft auf welchem Platz steht. Die Red Sparrows verloren schnell den Boden unter den Füßen und erwischten einen katastrophalen Start, welcher nach neun Minuten mit einem 1:7-Rückstand und dem ersten Freiburger Timeout endete. "Wir sind ganz schlecht gestartet. Vielleicht wollten wir zu viel, machen dann aber zu viele Fehler und laufen diesem Sechs-Tore-Rückstand letztendlich das ganze Spiel hinterher", analysierte Red Sparrows Coach Ralf Wiggenhauser die Anfangsphase im anschließenden Match-Talk.

Linde: "Haben hektisch agiert und viele Fehler gemacht"




Die sechs Tore Unterschied sollten den Halbzeitstand von 10:16, so wie den Endstand kennzeichnen. Und dennoch bleiben nach dem Spiel auch positive Gefühle zurück. Denn nach zuvor vier bitteren Niederlagen und einer schwachen ersten Hälfte bewiesen die Freiburgerinnen in der 2. Halbzeit viel Kampfgeist und Mentalität. Obwohl das Spiel schon längst verloren schien, bissen sie sich rein, kämpften und kamen nach 49 Minuten sogar wieder auf zwei Tore zum 19:21 ran. "Es hat mir gar nicht gepasst in der 2. Halbzeit. Wir haben hektisch agiert und haben viele Fehler gemacht", kommentierte Herluf "Shorty" Linde, Trainer des TSV Nord Harrislee, die 2. Halbzeit und fuhr fort: "Wir konnten letztlich dennoch wieder mit Sicherheit, Teamzusammenhalt und Effektivität das Spiel gewinnen."

Zwar blieb der Ausgang der Partie für mehrere Minuten offen, doch die Red Sparrows verfehlten es, den Rückstand weiter zu dezimieren. Alica Burgerts Treffer zum 21:23 in der 53. Minuten markierte das letzte Tor der Red Sparrows an diesem Abend. Mit einem 4-Tore-Lauf der Gäste und dem Endstand von 21:27 endet der 18. Spieltag der 2. Handball Bundesliga. Der TSV Nord Harrislee erreicht damit einen "Meilenstein zum Klassenerhalt", so Trainer Linde, und die Red Sparrows verweilen nach wie vor auf einem Abstiegsplatz.

"Ich denke, heute hat uns vor allem das schlechte Verhalten der Abwehr im "Eins-gegen-Eins" das Genick gebrochen. Wir sind einfach zu schlecht gestanden." kommentierte Wiggenhasuer das Spiel und sprach auch über die Tabellensituation: "Wir haben den Abstiegskampf in eine Schublade gepackt und machen diese am Ende vielleicht wieder auf, wenn es eng wird. Aber hier und jetzt wollen wir uns auf unsere Leistung und unsere Entwicklung konzentrieren. Vielleicht brauchen wir irgendwann auch mal einen dreckigen Sieg, aber wir probieren es mit dem Handball, den wir können und wenn das am Schluss nicht reicht, dann ist das halt so. Wir lassen den Druck nicht an uns ran, sind mittlerweile deutlich entspannter. Um uns braucht sich keiner Sorgen zu machen."



cs