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08.09.2007 20:53 Uhr - 2. Bundesliga Nord - Heiner Lehmann – handball-world.com

SC Markranstädt gewinnt Erlengrund-Cup

Ewelina Zart wurde zur besten Spielerin des Turniers gewähltEwelina Zart wurde zur besten Spielerin des Turniers gewählt
Quelle: sportseye.de
Der SC Markranstädt hat bei seiner ersten Teilnahme am Altlandsberger Turnier um den Erlengrund-Cup souverän den Siegerpokal gewonnen. Der ambitionierte Südzweitligist setzte sich dabei in allen Spielen sicher durch und konnte auch das Endspiel gegen Gastgeber und Pokalverteidiger MTV 1860 Altlandsberg deutlich für sich entscheiden. Mit Ewelina Zart wurde zudem die Spielmacherin der Piranhas zur besten Spielerin des Turniers gewählt.

Beim mit drei Zweit- sowie vier Regional- und einem Oberligisten (in die durch die kurzfristige Absage des TSV Niederndodeleben entstandene Lücke sprang der SV Lok Rangsdorf) besetzten Turnier setzten sich die höherklassigen Mannschaften erwartungsgemäß durch. Dabei hatten allerdings mit dem Berliner TSC und im Spiel um Platz 3 dem SV Fortuna Neubrandenburg Nordzweitligist SV BVG 49 jeweils nahe am Rande einer Niederlage: die Spreebirds konnten sich in beiden Spielen nur knapp mit je einem Tor (15:14 bzw. 11:10) durchsetzen.

In der Gruppe A war Gastgeber MTV 1860 Altlandsberg die tonangebende Mannschaft. Nach ein paar anfänglichen Schwierigkeiten im Auftaktspiel gegen Lok Rangsdorf kamen die Altlandsbergerinnen in der zweiten Phase langsam in Tritt und siegten letztlich souverän mit 18:9. Auch beiden weiteren Gruppenspiele gegen Zweitligaabstiger VfL Wolfsburg (12:7) und den SV Fortuna Neubrandenburg (17:6) konnten sie für sich entscheiden und sich so für das Endspiel qualifizieren.

Die Gruppe B wurde dagegen vom SC Markranstädt dominiert. Die Piranhas zeigten sich sowohl in der Spielanlage als auch in der Physis als die überlegene Mannschaft. So hatten die Angriffsreihen der HSG OSC Friedenau, des Berliner TSC sowie des SV BVG 49 ihre liebe Not mit der robusten Abwehr der Westsächsinnen, während andererseits die Angriffe der Rand-Leipzigerinnen kaum zu bremsen waren. Aus allen Lagen trafen die Piranhas, die in Ewelina Zart und Kreisläuferin Doreen Geheb ihre Aktivposten besaßen.

Spannung bot am Abend dann noch einmal das Kleine Finale zwischen dem SV BVG 49 und dem SV Fortuna Neubrandenburg. In der 14. Minute hatte sich der Zweitligist aus der Hauptstadt standesgemäß mit 8:4 abgesetzt. Doch dann verloren die Spreebirds den Spielfaden. Torhüterin Stephanie Neumann verhinderte mit zwei gehaltenen Siebenmetern zunächst den Anschlusstreffer der Viertorestädterinnen. Doch trotz einer erneuten 11:7-Führung geriet der dritte Platz der Berlinerinnen noch einmal in Gefahr. Beim 11:10 100 Sekunden vor dem Schlusspfiff war Neubrandenburg wieder dran. Obwohl den Spreebirds kein Tor mehr gelang, retteten sie den Vorsprung glücklich über die Zeit.

Das Finale hingegen stand ganz im Zeichen des SC Markranstädt. Bereits nach vier Minuten hatten sich die Piranhas auf 5:0 abgesetzt und zwangen Altlandsbergs Coach Ferenc Remes, die Grüne Karte zu zücken. Doch trotz des zwischenzeitlichen 5:1 zogen die Schützlinge von Rüdiger Bones weiter ihre Kreise und erhöhten gar auf 1:10. Erst in der 12. Minute gelang dem MTV das zweite Tor. Auch ein Torhüterwechsel auf der Gastgeberseite stoppte die Torflut der Piranhas nicht. Über 12:2 setzten sie sich weiter auf 16:3 ab. Erst als die Gäste einen Gang zurückschalteten und auch riskantere Spielzüge wagten, fanden die Altlandsberginnen besser ins Spiel. So konnten sie den Rückstand über 17:5 auf am Ende neun Tore reduzieren. Das Resultat von 21:10 spricht dann für die Souveränität der Markranstädterinnen. „Bis zum Finale hatte wir Hoffnung. Dann sind wir als Aufsteiger auf den Boden der Realität zurückgeholt worden,“ resümierte André Witkowski, Abteilungsleiter des MTV, nach dem Spiel.

Für die beiden Nord-Zweitligisten Altlandsberg und BVG 49 steht am nächsten Samstag jeweils mit einem Heimspiel das erste Punktspiel der neuen Saison an. Die Markranstädter Piranhas haben noch eine Woche länger Zeit, müssen allerdings morgen in der 1. Runde des DHB-Pokals bei Niedersachsenmeister HSG Hattorf/Schwiegershausen antreten.

Ergebnisse des Erlengrund-Cups

Gruppe A

MTV 1860 Altlandsberg – SV Lok Rangsdorf 18:9

VfL Wolfsburg – SV Fortuna Neubrandenburg 9:13

MTV 1860 Altlandsberg – VfL Wolfsburg 12:7

SV Lok Rangsdorf – SV Fortuna Neubrandenburg 7:23

MTV 1860 Altlandsberg – SV Fortuna Neubrandenburg 17:6

SV Lok Rangsdorf – VfL Wolfsburg 6:13

Gruppe B

Berliner TSC – SC Markranstädt 11:21

SV BVG 49 – HSG OSC Friedenau 17:9

Berliner TSC – SV BVG 49 14:15

SC Markranstädt – HSG OSC Friedenau 20:6

Berliner TSC – HSG OSC Friedenau 15:11

SC Markranstädt – SV BVG 49 18:9

Spiel um Platz 7

SV Lok Rangsdorf – HSG OSC Friedenau 9:13

Spiel um Platz 5

VfL Wolfsburg – Berliner TSC 13:11

Spiel um Platz 3

SV Fortuna Neubrandenburg – SV BVG 49 10:11

Finale

MTV 1860 Altlandsberg – SC Markranstädt 10:21



cs