09.02.2020 16:28 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

Starke Abwehr bringt SV Werder Bremen den Heimsieg über TG Nürtingen

Denise EngelkeDenise Engelke
Quelle: Hansepixx
Der Jubel war groß nach dem Schlusspfiff. In einem hart umkämpften Spiel feiern die Werder-Handballerinnen am Ende einen souveränen 29:23-Heimerfolg gegen die TG Nürtingen. Durch den ersten Heimsieg der Saison sammeln die Bremerinnen ganz wichtige Punkte im Abstiegskampf.

Mit viel Selbstvertrauen war die TG Nürtingen nach Bremen gereist, um in der Dieter-Fischer-Sporthalle die nächsten Punkte abzuholen. Dass daraus aber nichts wurde, lag zum einen an den höchstmotivierten Gastgeberinnen, zum anderen aber auch an der TG Nürtingen, die allzu viel Ladehemmung an den Tag legte.

"Für uns sind ab sofort alle kommenden Spiele Endspiele", bekannte Bremens Trainer Robert Nijdam als er zu der Bedeutung solcher Partien gegen Mitkonkurrenten um den Abstieg wie Nürtingen befragt wurde. Damit verdichtete Nijdam in wenigen Worten die Verfassung seiner Mannschaft, die am Samstag gegen die TG Nürtingen mit höchster Motivation aufwartete. "Meine Mannschaft hat dagegen den Abstiegskampf nicht so richtig angenommen," konstatierte Stefan Eidt zur Präsentation der TG Nürtingen.

Bremen mit früher erster Auszeit




Eine besondere Schwäche offenbarte die TG Nürtingen am Samstag aber vor allem im Abschluss. Werder spielte zu Beginn, wie bereits in Buchholz, mit Rabea Neßlage in der Mitte und Denise Engelke auf der rechten Rückraumseite. Dadurch kam das von Trainer Robert Nijdam geforderte Tempospiel von Beginn an zum Tragen. In der Anfangsphase gestaltete sich eine ausgeglichene Partie, in der sich Werder einige Chancen boten, doch Nürtingens Torhüterin Jesse van de Polder parierte einige Male stark gegen den Werder-Angriff, sodass Nürtingen dies zur Führung nutzte und Nijdam beim 4:6 (12.) die erste Auszeit der Begegnung nahm.

Nach dem Time-Out lief es im Angriff flüssiger bei den Grün-Weißen und durch drei Treffer in Folge ging Bremen beim 7:6 (16.) wieder in Führung. Zwar gab Bremen die Führung noch einmal kurzzeitig aus der Hand, doch beim 11:9 (25.) durch Pia Döpke lag Werder erstmals mit zwei Treffern in Front. Vor allem in der Defensive zeigten die Werder-Damen die von Nijdam geforderten Emotionen, standen sicher und brachten Nürtingen immer wieder ins passive Spiel. Bis zur Pause baute Werder die Führung dann auf 13:9 aus.

In der zweiten Halbzeit wurde die Gangart auf beiden Seiten nun härter, in Überzahl konnte Bremen die Führung beim 18:13 (40.) durch Malin Pods auf fünf Tore ausbauen. Werder zeigte nun genau das, was Nijdam vor dem Spiel gefordert hatte, Tempohandball und Emotionen. Diese Emotionen steckten an, jede Aktion der Bremerinnen wurde von den Zuschauern bejubelt und so bauten die Grün-Weißen die Führung auf 24:16 (48.) aus.

Nijdam: "In der Abwehr super agiert"




Mit einer Acht-Tore-Führung ging es auch in die letzten zehn Minuten und der SVW ließ keinen Zweifel daran aufkommen, wer den Platz heute als Sieger verlassen wollte. Auch eine rote Karte gegen Denise Engelke (52.) ließ das Spiel nicht mehr kippen. Am Ende feiern die Werder-Handballerinnen den ersten Heimsieg der Saison mit einem verdienten 29:23-Erfolg über die TG Nürtingen.

"Wir haben heute unser schlechtestes Saisonspiel abgeliefert", kommentierte Stefan Eidt die Vorstellung seiner Mannschaft. Unglückliche Angriffsaktionen gingen Hand in Hand mit Unaufmerksamkeiten in der Abwehr, die mit dem kompromisslosen Offensiveinsatz des SV Werder allzu häufig vor allem über außen und am Kreis ihre liebe Not hatte.

"Ich freue mich unheimlich für die Mannschaft, wir haben das ganze Spiel über gekämpft und vor allem in der Abwehr haben wir super agiert", freut sich Werder-Trainer Robert Nijdam nach dem Spiel. Nürtingens Trainer Stefan Eidt zeigte sich nach dem Spiel als fairer Verlierer: "Werder hat den Sieg heute mehr als verdient. Wir waren im Angriff nicht mutig genug, Werder hat den Sieg heute mehr gewollt."