09.02.2020 12:16 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Starke Kurzke bringt Bayer Leverkusen den Sieg über Neckarsulmer Sport-Union

6 Tore von Nathalie Hendrikse reichten nicht6 Tore von Nathalie Hendrikse reichten nicht
Quelle: Larissa Eisele, NSU
Der Lauf des TSV Bayer 04 Leverkusen in der Handballbundesliga der Frauen geht weiter. Die Werkselfen fuhren mit einem 26:23 (14:6) in Neckarsulm den vierten Sieg in Folge ein und kletterten damit in der Tabelle vorübergehend auf den vierten Platz. Spielerin des Spiels bei Leverkusen wurde dabei Torhüterin Nele Kurzke, die Neckarsulm vor allem in den ersten Minuten schon zur Verzweiflung brachte. Zum MVP der Sport-Union haben die Gäste NSU-Kapitänin Louisa Wolf gewählt, die lange Zeit Aggressivität in die NSU-Deckung brachte und in der zweiten Hälfte im Angriff Regie führte.

Dabei verlief der Start in die Partie vor rund 900 Zuschauern alles andere als ideal. Zivile Jurgutyte erhielt bereits nach 38 Sekunden eine Zeitstrafe, die allerdings ebenso ohne Folgen blieb wie der erste Strafwurf gegen Leverkusen in der 3. Minute. Bayer-Keeperin Nele Kurzke parierte gegen Birna Berg Haraldsdottir und war von Beginn an hellwach.

So dauerte es bis zur 5. Minute, ehe Nele Reimer der erste Treffer der Partie gelang. Die Führung der Gastgeberinnen hatte allerdings nicht lange bestand. Die Werkselfen kamen in Fahrt und drehten das Ergebnis innerhalb von vier Minuten auf 1:4. Auch nach einer frühen Auszeit ändert sich an der mangelhaften Chancenverwertung erst einmal nichts. Leverkusen nutzt die Fehler und kann sich auf einfachstem Weg bereits nach 17 Minuten mit 3:10 von der Sport-Union absetzen.

Wolf: "Haben rund 50 Minuten super gespielt"




Eine aufmerksame Deckung mit einer weiterhin überragenden Nele Kurzke, die vor dem Seitenwechsel eine Quote von 62,5 Prozent gehaltener Bälle aufwies, sowie ein effektiver Angriff ließen die Partie rasch zu Gunsten der Gäste kippen. Das Team von Michael Biegler und Renate Wolf spielte konzentriert und baute den Vorsprung bis zur 14:6-Halbzeitführung sukzessive aus.

Bis rund zehn Minuten vor dem Ende änderte sich an dieser Konstellation nicht viel. Leverkusen dominierte die Partie, führte zweitweise mit zehn Toren Vorsprung und steuerte auf einen ungefährdeten fünften Auswärtssieg hin. Dann kam die Sport-Union aus Neckarsulm am Ende - auch bedingt durch zahlreiche Wechsel auf Leverkusener Seite - doch noch zu einer Ergebniskorrektur und einer erträglichen Drei-Tore-Niederlage.

"Den Spielverlauf spiegelt das Ergebnis nicht ganz wider, aber ich denke wir haben vor allem in den letzten 20 Minuten Moral gezeigt und das umgesetzt, was wir können. Am Anfang des Spiels hatten wir bereits sehr, sehr gute Chancen heraus gespielt, die wir dann einfach nicht genutzt haben. Klar, hatte Leverkusen heute eine gute Torhüterin, aber von sechs Metern müssen wir den Ball dann einfach auch im Tor unterbringen können", sagt NSU-Trainerin Maike Daniels zur Heim-Niederlage.

"Wir haben eine Halbzeit langrichtig gut gespielt, hatten dafür aber in der ersten Hälfte große Probleme heute Abend. Aber in der zweiten Halbzeit hat man denke ich gesehen, wie viel Potenzial in uns steckt, dass wir Moral haben und vor allem, dass wir kämpfen können. Daran müssen wir nächste Woche unbedingt wieder anknüpfen", ergänzt Louisa Wolf nach Spielende.

"Wir haben rund 50 Minuten super gespielt. Am Ende haben wir viel gewechselt, weil wir es durch die bis dahin klasse Leistung auch konnten. Nach dem Motto, wenn nicht jetzt wann dann, haben wir allen Spielzeit gegeben, damit wir uns als junge Mannschaft weiter entwickeln können", zeigte sich Bayer-Trainer Renate Wolf nach dem Abpfiff entspannt. Am kommenden Sonntag geht es für die Werkselfen mit einem Heimspiel gegen den Buxtehuder SV (Ostermann Arena, 16.00 Uhr) weiter.