04.02.2020 08:47 Uhr - 2. Bundesliga - PM Solingen-Gräfrath

"Die Freude nach dem Spiel sagt alles": HSV Solingen-Gräfrath reicht Rote Laterne nach erstem Heimsieg weiter

Jubel bei Mandy ReinarzJubel bei Mandy Reinarz
Quelle: Lars Breitzke, HSV
Der Jubel der Gräfratherinnen kannte nach dem deutlichen 35:23-Erfolg über Mit-Aufsteiger HSG Freiburg keine Grenzen mehr. Der Liga-Neuling aus dem Bergischen konnte nicht nur den historischen ersten Sieg in Liga zwei ausgiebig feiern, sondern übergab dank der Punkte fünf und sechs auch die rote Laterne an den SV Werder Bremen. "Die Freude nach dem Spiel sagt alles", verrät Trainer Kerstin Reckenthäler: "Spielerin des Spiels ist für mich Vanessa Brandt. Ihre Leistung in Durchgang zwei war mit neun Toren schon sehr stark."

Während Shooterin Brandt für Solingen mit insgesamt 11/2 Treffern zur Topscorerin avancierte, erzielte Linksaußen Alicia Burgert für die Gäste (6) die meisten Tore. "Die zweite Halbzeit war natürlich überragend. Zum ersten Mal haben wir uns so richtig in einen Flow gespielt und das nach einer sehr durchwachsenen ersten Hälfte", resümiert die A-Lizenz-Inhaberin.

In den ersten 30 Spielminuten konnte sich schließlich kein Team vorentscheidend absetzen, die Führung wechselte erst nach einem Timeout der Klingenstädter und dem anschließenden Treffer von Alicia Burgert zum 12:13 (26.), ehe Sandra Münch für den Gastgeber mit dem Pausenpfiff zum 13:15-Halbzeitstand einnetzen konnte. "Ich denke, die Halbzeitansprache und die Erinnerung daran, dass wir endlich anfangen müssen, an unsere Stärken zu glauben, hat gewirkt", freut sich die 37-Jährige sichtlich, dass die Einheiten mit Sportpsychologin Christina Schmidt Wirkung auf dem Spielfeld gezeigt haben.

Einheiten mit Sportpsychologin zeigen Wirkung




Zu den Stärken des Tabellenvorletzten sind in Durchgang zwei immerhin eine stabile Defensive (auch dank einer starken Leistung von Torhüterin Lorena Jackstadt), hohes Tempo in der ersten und zweiten Welle sowie Torgefahr aus dem Rückraum und Überlegenheit im Zweikampfverhalten zu nennen. Der HSV wusste in Hälfte zwei auf ganzer Linie zu überzeugen - zumindest spätestens zehn Minuten vor Ende der Partie, als Marie Lipps für die Red Sparrows das 26:23 (50.) und somit zugleich letzte Gäste-Tor erzielte und die Solingerinnen einen 10:0-Lauf hinlegten.

Besonders auffällig: Rechtsaußen Merit Müller. "Merit hat Ansagen sofort umgesetzt und richtig gute Aktionen im 1:1 auch in Unterzahl gezeigt", ist Coach Reckenthäler voll des Lobes. Erfreulich war darüber hinaus auch das Zweitliga-Debüt von Eigengewächs Louisa Gerke, die B-Jugendliche wurde fünf Minuten vor Schluss eingewechselt und traf sogleich sehenswert aus der zweiten Reihe, bevor erstmals vor heimischem Publikum zwei Punkte bejubelt werden konnten.

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