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03.02.2020 18:26 Uhr - 2. Bundesliga - PM Kirchhof, red

SG 09 Kirchhof weiter mit "Weiss-Effekt"

Iva van der LindenIva van der Linden
Quelle: Patrick Seeger, HSG
Der "Weiss-Effekt" hält an. Mit ihrem neuen Trainer entzauberten die abstiegsbedrohten Zweitliga-Handballerinnen sogar den favorisierten Tabellenvierten Waiblingen.

Als Jana Schaffrick in der 57. Minute mit drei gegen sechs Spielerinnen der Treffer zum 30:22 gelang, schwoll der sowieso schon laute Jubel in der Melsunger Stadtsporthalle noch mal an. Eine Szene mit Symbolcharakter. Denn genauso unwahrscheinlich wie das vierte Tor der wuseligen Kirchhofer Kreisläuferin gegen eine gegnerische Übermacht mutete vor dem Anpfiff ein Sieg des abstiegsbedrohten heimischen Handball-Zweitligisten gegen den zuletzt so spielfreudigen VfL Waiblingen an. "Es ging", so SG-Trainer Gernot Weiss, "eigentlich nur darum, sich gut aus der Affäre zu ziehen." Doch dieses Vorhaben mutierte zu einer grandiosen Energieleistung. Und die mündete in einen rauschenden 32:24 (17:9)-Erfolg gegen den hohen Favoriten.

Der überhaupt nur bis zum 4:4 (8.) eine Chance hatte. Dann zog der Gastgeber unwiderstehlich davon. Über 7:5 (13.) auf 10:6 (19.) und 17:9 zur Pause. Weil der bärenstarke Mittelblock mit Diana Sabljak und Alena Breiding bzw. Greta Kavaliauskaite die Balance raus hatte, sowohl Kreisläuferin Louisa de Bellis, die erst nach 35 Minuten ihr erstes Tor erzielte, kalt zu stellen als auch mit Sinah Hagen, Vanessa Nagler und Altina Berisha gleich drei gegnerische Spielmacherinnen zu verschleißen. "Dahinter war es leicht für mich zu glänzen, weil wir Waiblingen konsequent zu Abschlüssen über außen gezwungen haben", erklärte die Torfrau (etwas zu selbstlos) ihre 14 Paraden.

Beugels und an der Linden stark




Weil Mariel Beugels, die Fäden des Kirchhofer Angriffsspiels immer entschlossener in die Hand nahm, zunächst vornehmlich die treffsichere Diana Sabljak in Szene setzte, um dann selbst immer mehr Torgefahr auszustrahlen. "Sie hat die Mannschaft hervorragend geführt", lobte Gernot Weiss seine Spielmacherin.

Weil Iva van der Linden mutig spielte, nahezu explodierte. Beim Tempogegenstoß, über Rechtsaußen und sogar aus der zweiten Reihe. "Ich habe den direkten Weg zum Tor gesucht und jede Gelegenheit zum Abschluss wahrgenommen", erklärte die 22-jährige Niederländerin ihr wohl bestes Saisonspiel.

Stellte sich nach furioser erster Hälfte die Frage, wie dieser sensationelle Vorsprung in einen Sieg verwandelt werden konnte. Vielleicht ob des eigenen kraftraubenden Spiels einen Gang runter schalten, ihn verwalten und so über die Zeit bringen? Mitnichten. "Wir haben das Tempo hoch gehalten", erklärte Kirchhofs Trainer die frühe Vorentscheidung nach einem 4:0-Lauf zum 26:14 (42.). Dabei ließen sich die Gastgeber auch von einer Deckungsumstellung des Gegners nicht aufhalten.

"Kirchhof stand unter Feuer und hat uns nie zurück ins Spiel kommen lassen", gestand VfL-Trainer Nicolaj Andersson. Der hatte durchaus erwartet, dass die Karten aufgrund des vorausgegangenen Trainerwechsels neu gemischt werden. Nicht aber, dass sein Team gar keinen Stich bekommen sollte.

03.02.2020 - Waiblinger Erfolgsserie wird von SG 09 Kirchhof jäh gestoppt



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