03.02.2020 08:23 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg gewinnt temporeiches Duell mit Meenzer Dynamites

10 Tore: Helena Mikkelsen10 Tore: Helena Mikkelsen
Quelle: Thorsten Helmerichs, VfL
Der VfL Oldenburg hat sich Luft im Abstiegskampf verschafft und nach einem mühsamen Beginn am Ende den 1. FSV Mainz 05 mit 38:32 (18:17) bezwungen. Oldenburg überholte damit Göppingen und Neckarsulm und ist nun Neunter. Die Niedersachsen haben damit fünf Punkte vor den Abstiegsplätzen, wo nun Mainz aufgrund der schlechteren Tordifferenz punktgleich mit Bad Wildungen rangiert. Einen Zähler dahinter ist das Schlusslicht Kurpfalz Bären.

Schon vor der Partie gegen die Gäste aus Mainz war klar: die Punkte sind wichtig für den Kampf um die Platzierung im Mittelfeld. Was die Oldenburger Fans zu sehen bekamen, war eine stark kämpfende Oldenburger Mannschaft. Doch zunächst kamen die Gäste besser in das Spiel und konnten mit den ersten beiden Treffern durch Carina Gangel (0:1) und Alicia Soffel (0:2) die Führung für die Dynamites erzielten.

Dem VfL gelang durch Jenny Behrend (1:2) und Jane Martens (2:2) der Ausgleich. In den nächsten Minuten gelang es den stark aufspielenden Mainzern immer wieder kleine Nadelstiche zu setzen, wie beispielsweise durch zwei schnelle Tore von Denise Großheim (5:7) oder aber Janka Bauer zur Drei-Tore-Führung (8:11) in der 14. Spielminute.

Die Oldenburger jedoch ließen nicht nach und konnten sich immer wieder heran kämpfen. Dieser Kampfgeist wurde in der 20. Minute belohnt. Helena Mikkelsen gelang der erste Führungstreffer für den VfL (13:12). Den Dynamites gelang es noch einmal, in der 23. Minute durch Denise Großheim auszugleichen (15:15), doch war es jetzt das Oldenburger Team, das besser in seinen Rhythmus fand. So konnte man zur Halbzeitpause mit dem offiziellen Stand von 18:17 in die Kabine verschwinden.

Offiziell deshalb, da in der 26. Minute ein von Myrthe Schoenaker verwandelter Siebenmeter-Wurf weder angezeigt noch eingegeben wurde. Der VfL hat diesen Sachverhalt an Wolfgang Jamelle, den Schiedsrichterwart des DHB, weitergeleitet.

Bötel: "Konnten anfängliche Nervosität abschütteln"




Auch in der 2. Hälfte der Begegnung zeigte das Team des VfL, dass es nicht gewillt war, dieses Spiel abzugeben. Den Mainzern gelang es immer wieder zu verkürzen (25:23), die Oldenburger aber stemmten sich dagegen (29:23). Der Einsatz wurde schlussendlich belohnt in Form eines 38:32 Heimsieges und dem 9. Platz in der Tabelle.

Trainer Niels Bötel zeigt sich mit der Leistung seiner Mannschaft zufrieden: "Wir standen unter Druck, aber konnten die anfängliche Nervosität abschütteln. Wir sind dann sicher in die 2. Hälfte gestartet, haben aber zum Schluss Mainz noch einmal leicht rankommen lassen. Insgesamt haben wir eine klasse 2.Halbzeit gespielt und uns insbesondere in der Abwehr nicht aus der Ruhe bringen lassen."

Gezeigt hat sich an diesem Abend wieder einmal die ausgezeichnete Nachwuchsarbeit des VfL, verkörpert durch Gesa Neundorf. Die 16 Jahre junge Torhüterin glänzte in ihrem bisher 2. Bundesligaspiel mit einigen Paraden und leistete damit ihren Beitrag zum Sieg der Oldenburger. Das sah auch Trainer Bötel: "Das hat sie heute richtig gut gemacht. Es ist schön, wenn sich die jungen Spielerinnen für ihre Arbeit belohnen können. Gleichzeitig ist es auch Anreiz für die anderen, weil es zeigt, dass es beim VfL möglich ist, auch schon in jungen Jahren Bundesligaerfahrung zu sammeln".

"Schade, heute war sicherlich mehr drin. Aber wir haben kaum 10 Minuten Abwehr gespielt und 38 Gegentore sind dann einfach zu viel. Zu oft haben wir den ersten Zweikampf verloren und dann auch immer die falsche Entscheidung getroffen. wenn es darum ging, zu helfen. 32 Tore Auswärts erzielen ist in Ordnung, aber dann darfst du halt keine 33 oder mehr bekommen. Es ist ein wenig ärgerlich, weil mit einer vernünftigen Abwehrleistung sicher mehr drin gewesen wäre. Aber es hilft nichts, dass Spiel ist rum und wir müssen sehen, dass wir beim nächsten Mal, egal wie der Gegner heißt und wie das Ergebnis lautet, wieder Erfolgserlebnisse schaffen", so Mainz-Trainer Thomas Zeitz.



cs