02.02.2020 17:19 Uhr - 1. Bundesliga - PM Kurpfalz Bären, red

"Lange Zeit eine Superleistung" der Kurpfalz Bären bei Borussia Dortmund

5 Tore: Carmen Moser5 Tore: Carmen Moser
Quelle: Wolfgang Stummbillig, BVB
Borussia Dortmund hat seine weiße Weste am Ende standesgemäß verteidigt, doch beim 33:19 (15:12) gegen die Kurpfalz Bären tat sich der Spitzenreiter gegen das Schlusslicht lange Zeit schwer. Am Ende waren Inger Smits und Bogna Sobiech mit je sieben Toren die erfolgreichsten Torschützinnen des BVB, bei den Kurpfalz Bären traf Carmen Moser fünfmal.

André Fuhr, der Trainer des ungeschlagenen Tabellenführers, hätte vor dem Spiel sicherlich nicht gedacht, dass er nach gerade elf Spielminuten seine Mannschaft zum Team-Timeout beordern würde. Seine Spielerinnen hatten das Schlusslicht aus Ketsch wohl unterschätzt, denn anders ist die erste Viertelstunde kaum zu erklären.

Die Bären-Ladies spielten munter auf, und beim 7:7 waren auch die Kommentatoren von Sportdeutschland.TV ziemlich sprachlos. Das Team von Trainerin Katrin Schneider gestaltete auch weiterhin das Spiel offen und ließ sich vorerst nicht abschütteln: "Das war lange Zeit eine Superleistung von uns. Schade nur, dass wir in den letzten 10 Minuten zu viele Bälle weggeschmissen haben."

Dortmund zieht nach dem 22:18 davon




Lara Eckhardt fand diesmal nicht ganz ihren Rhythmus, doch dafür sprang Carmen Moser in die Bresche. Die Dortmunder Abwehr bekam die Ketscher Rückraumspielerin lange Zeit überhaupt nicht in den Griff, die ihre schön herausgespielten Chancen zu nutzen wusste. Stark auch Torhüterin Leonie Moormann, die mit ihrer Ruhe und Abgeklärtheit viele Dortmunder Chancen zunichtemachte.

Kate Schneider nahm beim 14:12 zwei Minuten vor dem Pausenpfiff ihre erste Auszeit, doch Dortmund verhinderte ein weiteres Näherrücken der Bären. Aber auch in der zweiten Halbzeit sah es lange nicht nach einem Kantersieg der Gastgeberinnen aus. Bis zum 22:18 agierten die Bären-Ladies fast auf Augenhöhe mit der Borussia, ehe in der Schlussphase der Spitzenreiter noch zu einem standesgemäßen Ergebnis kam.

Die Bären-Ladies haben nach Abschluss der Hinrunde zwar nur drei Punkte auf dem Konto, doch die Mannschaft hat in den letzten beiden Spielen bewiesen, dass sie auch in der ersten Liga spielerisch wie kämpferisch einiges zu bieten hat. Eine nach dem Spiel gutgelaunte Katrin Schneider freut sich, dass ihr Team selbstbewusst in die Rückrunde gehen kann: "Wenn wir auch am kommenden Freitag so beherzt auftreten, wird es Bensheim nicht leicht haben, die Punkte in der Neurotthalle zu ergattern."

Überraschend ist für viele Beobachter, dass die Bären-Ladies nur schwer auszurechnen sind. Von einer Stammformation kann im Augenblick kaum gesprochen werden. Woche für Woche sind es immer wieder andere Spielerinnen, die in den Blickpunkt rücken. Dazu zählte diesmal auch Rebecca Engelhardt, der drei sehenswerte Treffer aus spitzem Winkel gelangen.