02.02.2020 13:43 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

Neckarsulmer Sport-Union gewinnt Vier-Punkte-Spiel gegen Bad Wildungen

Jubel bei der Neckarsulmer Sport-UnionJubel bei der Neckarsulmer Sport-Union
Quelle: Neckarsulmer Sport-Union
Es war wieder das erwartet spannende Duell zwischen der Neckarsulmer Sport-Union und der HSG Bad Wildungen geworden und erneut konnte sich die NSU vor heimischer Kulisse mit 26:23 (13:11) durchsetzen. Dadurch kletterten die Neckarsulmerinnen im Tableau einen Platz nach oben und ziehen am VfL Oldenburg vorbei, der allerdings ein Spiel weniger bestritten hat.

Die Vipers wussten vor Spielbeginn bereits, dass es sich gegen Neckarsulm um ein 4-Punkte-Spiel handelt. Dementsprechend starteten sie nervös ins Spiel, konnten aber gerade am Anfang aus dem Rückraum Torgefahr ausstrahlen. Die Sport-Union startete nervös in das Heimspiel und ist zunächst im Rückstand gegen die Vipers. Beide Teams lieferten sich bereits in der ersten Hälfte einen packenden Fight, produzierten allerdings einige Fehler im eigenen Spiel. Diese Ballverluste nutzte Bad Wildungen mit Drei-Tore-Führung (6:9) zunächst besser und konnte sich dabei auch auf Torhüterin Manuela Brütsch verlassen, die der ebenfalls stark aufgelegten Sarah Wachter im NSU-Tor in nichts nachstand.

Nach 20 Minuten gelang den Gastgeberinnen dann die umjubelte Wende im Spiel. Die eingewechselte Jill Kooij verkürzte zunächst auf 8:9 und nach einer Siebenmeter-Parade von Wachter drehten Lynn Knippenborg und Lucie-Marie Kretzschmar die Partie zur 13:11-Halbzeitführung.

Daniels: "War schwierig, sich auf Bad Wildungen einzustellen"




In den ersten Minuten der zweiten Hälfte konnte Neckarsulm den Flow fortsetzen, doch auch Bad Wildungen hatte das Vier-Punkte-Spiel der HBF noch lange nicht aufgegeben. Nach einem langen Hin und Her konnten die Vipers in der 40. Spielminute erstmals zum 16:16 ausgleichen. Fortan agierten die Nordhessinnen hinten wie vorne mit klarem Kopf und erzielten vier Tore in Folge zum Stand von 16:20. Gerade Maxime Struijs war es, die am Ende der zweiten Halbzeit die Fäden zog und dabei selbst mit einigen Aktionen glänzte. Zudem nutzten die Vipers dabei eine fast zweiminütige, doppelte Überzahl. Trotz vier Toren Rückstand strich Neckarsulm nicht die Segel und kämpfte sich in der Crunchtime zurück.

Louisa Wolf unterbrach den Torlauf der Vipers, drei weitere Treffer von Lynn Knippenborg, Nathalie Hendrikse und Nele Reimer brachten kurze Zeit später den Ausgleich. Vier Minuten vor dem Ende kam dann Oliwia Kaminska zum Siebenmeter-Versuch von Annika Ingenpaß in das Neckarsulmer Gehäuse und parierte den entscheidenden Ball, der die NSU auf die Siegerstraße brachte.

Birna Berg Haraldsdóttir verwandelte auf der Gegenseite cool aus sieben Metern zur 23:22-Führung. Der erneute Ausgleich durch Struijs war dann vier Minuten vor dem Ende nämlich bereits der letzte Treffer der Gäste, da die Sport-Union mit Wachter im Tor weiterhin eine starke Defensive stellte und Lynn Knippenborg sowie Nele Reimer die entscheidenden Treffer zum Heimsieg erzielen konnten.

"Erstmal muss ich mich bei unseren Zuschauern und Fans bedanken, dass ihr bei so einem wichtigen Spiel wieder alle gekommen seid. Ihr habt keine Ahnung, wie wichtig diese Unterstützung ist und uns nach vorne bringt, deshalb vielen Dank dafür!", bedankt sich NSU-Trainerin Maike Daniels bei den 1.048 Zuschauern in der Neckarsulmer Ballei unter denen auch über 200 Schülerinnen und Schüler des Albert-Schweitzer Gymnasiums Neckarsulm vor Ort waren.

"Wir wussten, dass es ein hartes Spiel wird und es war schwierig, sich auf Bad Wildungen einzustellen weil sie in der Vergangenheit immer wieder verschiedene Systeme gedeckt haben. Aber wir haben es gut umgesetzt, waren aggressiver in der Abwehr als in der vergangenen Woche und das war das Ziel. Mit 23 Gegentoren aus dem Spiel zu gehen ist sehr gut und der Beweis für diese Arbeit. Ich bin wirklich sehr stolz auf diese Teamleistung und das war für mich der entscheidende Faktor", so Daniels weiter.

Vipers-Trainerin Tessa Bremmer zeigte sich nach Spielende sichtlich enttäuscht: "Das ist eine ganz bittere Niederlage für uns. Die Führung war das ganze Spiel über wechselnd und der Abpfiff kam leider für uns zu einem unglücklichen Zeitpunkt. Wir sind vor allem aufgrund der Chancenverwertung und der hohen Anzahl an technischen Fehlern gescheitert. Gefreut hat mich jedoch die Leistung von Maria Ines da Silva Pereira und die Offensive-Performance von Maxime Struijs."

Zur Spielerin des Spiels wurde nach Abpfiff bei den Vipers Ines Maria da Silva Pereira gewählt, die immer wieder wichtige Akzente im Angriff setzen und dabei auch vier Feldtore erzielen konnte. MVP der Sport-Union war am Samstagabend Sarah Wachter, die gemeinsam mit Vertreterin Oliwia Kaminska von Torwarttrainer Oliver Rieth wieder einmal sehr gut eingestellt worden ist und viele wichtige Bälle parieren konnte.

In der kommenden Woche geht es für Neckarsulm bereits wieder in der Ballei weiter, denn im ersten Spiel der Rückrunde kommt der TSV Bayer 04 Leverkusen nach Neckarsulm. Das Hinspiel konnten die Werkselfen aus Leverkusen noch deutlich mit 24:16 für sich entscheiden. Die Vipers müssen am Sonntag beim Buxtehuder SV antreten.



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