31.01.2020 11:47 Uhr - 1. Bundesliga - PM Buxtehude, red

Buxtehuder SV verliert "Steuerungszentrale" und hält "Schlüsselspielerin in Abwehr und Angriff"

Annika Lott bleibtAnnika Lott bleibt
Quelle: Tobias Baur, TuS
In der Bundesliga ist zwar erst die Hälfte der Spiele absolviert, dennoch treibt der Buxtehuder SV seine Kaderplanung für die kommende Spielzeit voran. Zwei weitere Personalentscheidungen kann der BSV nun verkünden. Annika Lott hat ihren Vertrag um eine weitere Saison bis zum Sommer 2021 verlängert. Lisa Prior wird hingegen ihre Karriere nach dieser Saison beenden.

Seit 2018 spielt Annika Lott für den Buxtehuder SV. Innerhalb kurzer Zeit hat sich die 20-Jährige zu einer Leistungsträgerin im Team entwickelt. Nach ihrer Schulter-Operation zu Beginn der Saison hat sie nach ihrem Comeback gezeigt, dass sie wieder zu ihrer vorherigen Leistungsstärke zurückkehrt. Entsprechend freut sich Trainer Dirk Leun, auch in der kommenden Saison mit der Rückraumspielerin zusammen zu arbeiten. "In den letzten Spielen haben wir gesehen, wie wichtig Annika für uns ist. Sie hat sich zu einer Schlüsselspielerin in der Abwehr und im Angriff entwickelt."

Auch Lott ist glücklich, in der kommenden Spielzeit für den BSV aufzulaufen. "Ich habe das Gefühl, ich kann mich hier weiterentwickeln. Ich fühle mich hier wohl und kann mein Studium mit dem Sport vereinen", sagt die Rechtswissenschafts-Studentin, "dazu kommt, dass ich nur eine Stunde zu meiner Familie fahre." Ein weiterer Grund für ihre Vertragsverlängerung war die Betreuung während ihrer Schulter-Verletzung. "Da bin ich mega zufrieden und möchte Stück für Stück konstantere Leistung bringen sowohl persönlich als auch mit der Mannschaft.

Prior: "Irgendwann muss man einfach aufhören"




Ab Sommer nicht mehr zum Team gehören wird Lisa Prior. Die Spielmacherin hat sich vier Jahre nach ihrer Rückkehr aus Rosengarten entschieden, ihre Karriere zu beenden. "Irgendwann muss man einfach aufhören", sagt die 29-jährige Prior, "ich bin auch froh, dass ich bisher, dass ich ohne große Verletzung ausgekommen bin und möchte es nicht bis zum letzten Tag ausreizen." Ein wichtiger Punkt ist aber auch der Zeitfaktor. "Ich freue mich darauf, mehr Zeit für meine Familie und Freunde zu haben und einfach mal spontan zu Terminen ja sagen zu können."

Die Entscheidung, mit dem Handball aufzuhören, fiel bei Prior über einen langen Zeitraum. "Mir hat geholfen, dass ich letzte Saison schon überlegt hatte aufzuhören und mich lange darauf vorbereiten konnte und diese Saison genießen kann."

Auch wenn Prior mehr Zeit für sich haben wird, wird sie im Spiel des BSV fehlen. "Mit Lisa verlieren wir unsere Steuerungszentrale. Als Spielmacherin sorgt sie für Tempo in unserem Spiel", sagt Trainer Leun. "Außerdem ist Lisa ein Musterbeispiel für unsere Jugendarbeit. Mit der Zeit in Rosengarten ist sie den perfekten Weg gegangen." Dennoch ist Leun zuversichtlich, dass seine Mannschaft den Abgang von Prior kompensieren kann. "Ich bin guter Dinge, dass wir die Position ersetzen können."



cs