26.01.2020 11:55 Uhr - 2. Bundesliga - Denis Geger, SVW, red

Werder Bremen ist gegen Nord Harrislee "ganz schlecht in das Spiel gekommen"

Werder Bremen fehlte gegen Harrislee zu Beginn die DurchschlagskraftWerder Bremen fehlte gegen Harrislee zu Beginn die Durchschlagskraft
Quelle: Hansepixx.de
Die Handballerinnen des SV Werder Bremen bleiben in der 2. Bundesliga weiterhin ohne Heimerfolg. Zum Start der Rückrunde mussten sich die Grün-Weißen dem TSV Nord Harrislee mit 24:26 geschlagen geben. Eine deutliche Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit reichte am Ende aber nicht für die ersehnten Punkte.

Der Start in das Spiel gefiel Werder-Trainer Robert Nijdam überhaupt nicht, im Angriff kam sein Team nicht in Schwung und Harrislee ging durch zwei schnelle Treffer in Führung. Bereits nach drei Minuten nahm der Niederländer beim Stand von 0:2 deshalb die erste Auszeit. Es dauerte aber noch einmal drei Minuten bis die Grün-Weißen den ersten Treffer erzielten. Denise Engelke traf für den SV Werder zum 1:3. Doch auch das war kein Weckruf für die Bremerinnen. Werder blieb weitere sechs Minuten ohne eigenen Treffer, erst Lena Thomas erlöste die Bremerinnen mit ihrem Treffer zum 2:6 (12.).

Vor allem bei Torhüterin Marie Andresen konnten sich ihre Mitspielerinnen bedanken, dass der Rückstand nicht noch größer war. Bei Werder kehrte Rabea Neßlage zurück auf Feld und zog im Angriff die Fäden, doch zu viele der sich bietenden Chancen ließen die Bremerinnen liegen, um den Abstand zu verkürzen. Beim Stand von 6:9 (23.) nahm dann der TSV Nord Harrislee die erste Auszeit, denn auch dort lief es nicht rund. Nach dem Time-Out nutzte Harrislee die sich bietenden Chancen und Werder ging mit einem 9:14-Rückstand in die Pause.

Nijdam: "Die zweite Halbzeit war sehr stark"




Die Bremerinnen hatten das Spiel aber noch lange nicht abgeschenkt und kamen mit viel Power aus der Kabine. Neßlage verkürzte auf 10:14, doch sowohl Engelke per Siebenmeter als auch Alina Defayay scheiterten in der Folge am Pfosten. Beim 13:16 (37.) durch Pia Döpke kamen die Werder-Handballerinnen dann aber wieder auf drei Tore heran. Die Halle merkte, dass hier noch alles drin war und peitschte die Grün-Weißen nach vorne, Maren Gajewski verkürzte auf 16:18 (40.) und Harrislee wurde langsam nervös und nahm die Auszeit.

Zwar erhöhte Harrislee noch auf 16:19 (43.) doch beim 18:19 (45.) durch Engelke waren die Werder-Damen wieder auf einen Treffer dran und es war wieder Engelke die zum 19:19-Ausgleich traf. Von nun an war es eine völlig offene Begegnung, in der Bremen beim 21:20 (53.) durch Sarah Seidel erstmals in Führung gehen konnte.

Doch Harrislee blieb dran und Werder geriet bei doppelter Unterzahl mit 22:23 (55.) wieder in Rückstand. Die Unterzahlsituation war dann auch der Knackpunkt der Partie. Harrislee baute die Führung in Folge auf 22:25 (57.) aus. Am Ende konnte Bremen das Blatt nicht mehr wenden und unterlag mit 24:26 gegen den TSV Nord Harrislee.

"Wir sind ganz schlecht in das Spiel gekommen. Durch uns statisches Spiel und unsere technischen Fehler haben wir den Gegner das Spiel zu leicht gemacht", so Robert Nijdam nach dem Spiel über die erste Halbzeit seiner Mannschaft. Für die zweite Halbzeit fand er dann aber lobende Worte: "Die zweite Halbzeit war sehr stark, da hat die Mannschaft toll gekämpft. Nach so einer Leistung hätte sie zumindest einen Punkt verdient gehabt."

Ähnlich sah es auch Harrislees Trainer Herluf Linde: "Wir konnten heute nicht die Leistung der letzten Wochen anknüpfen, es war aber eine engagierte Leistung beider Mannschaften. Werder hat sehr stark gekämpft. Am Ende war es ein schmutziger Sieg, wo ich aber gerne die Punkte mitnehme."

Mit Blick auf das nächste Spiel gegen die HL Buchholz 08/Rosengarten erwartet Werder-Coach Nijdam dann kämpferisch die gleiche Einstellung wie heute: "Wir wollen in Rosengarten auf die letzten Leistungen aufbauen und mit viel Kampfgeist in die Partie gehen, den der Kampf ist in allen Spielen entscheidend."