26.01.2020 11:09 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Metzingen mit klarem Sieg über Buxtehuder SV

Bo van WeteringBo van Wetering
Quelle: Tobias Baur, TuS
Vor einer ausverkauften Öschhalle zeigte die TuS Metzingen eine Glanzleistung und setzte sich mit 32:17 (13:7) gegen eine junge Buxtehuder Mannschaft durch. Der BSV vergab zu viele klare Torchancen und scheiterte immer wieder an Metzingens Torfrau Madita Kohorst. Trotzdem sah Trainer Dirk Leun positive Ansätze für das kommende Heim-spiel gegen Frisch Auf Göppingen

Der offensive Motor stotterte zu Beginn bei beiden Teams. Beim Stand von 5:2 in der 10. Minute nahm Gästetrainer Dirk Leun die erste Auszeit der Partie. Die Torarmut kam aber nicht von ungefähr, sowohl TusSies-Torhüterin Madita Kohorst als auch Lea Rühter im Gästetor zeigten von Beginn an ihr ganzes Können.

Die Auszeit zeigte auf beiden Seiten keine Wirkung und es wurden weiter fröhlich Fahrkarten geschossen. Erst das Timeout (7:3,15.) von Edina Rott hatte Einfluss auf das Spielgeschehen. Durch einen Dreierpack von Anika Niederwieser und Toren von Amega sowie van Wetering stand ein 13:7 auf der Halbzeittafel .

Nach der Halbzeit ging es dann munter weiter, Madita Kohorst lief zur Höchstform auf und konnte 17 Paraden bei einer Quote von 53% vorweisen - Weltklasse! Dabei darf sie sich natürlich auch bei der starken Abwehrreihe bedanken, die einen exzellenten Job machte.

Der BSV, der auf seine beste Torschützin Lone Fischer verzichten musste, kam überhaupt nicht in Tritt und erzielte erst sechs Minuten nach Wiederanpfiff in Person von Paulina Golla einen Treffer. Doch der BSV scheiterte nicht nur an Kohorst. Unter anderem traf Annika Lott nur die Latte und Maike Schirmer warf aus guter Position am Tor vorbei. So häuften sich bis zur Pause insgesamt 17 Fehlwürfe, im gesamten Spiel 25, an.

Rott dreht die richtigen Stellschrauben




"Sieben Gegentore bis zur Halbzeit sagen schon sehr viel aus. Da hat in der Abwehr und im Zusammenspiel mit Torhüterin Madita Kohorst alles gepasst. Jede bekam Spielanteile, ich freue mich über das Ergebnis, obwohl vorne natürlich nicht alles reinging", resümierte die TuS-Trainerin.

Mit vier Toren im zweiten Spielabschnitt übernahm Delaila Amega das Heft des Handelns auf Seiten der Metzinger Mannschaft. Es wirkte, als steckte die lange Busfahrt den Gästen in den Knochen. Immer wieder scheiterten sie an der Defensive des Gegners und machten zu einfach Fehler. Die Pink Ladies nutzten diese Fehler eiskalt aus und waren drückend überlegen.

"Die Abwehr war viel besser, Madita super. Trotzdem haben wir noch Fehler gemacht. Aber lieber jetzt, so können wir das bis Mittwoch noch verbessern, dass dann gegen Bietigheim hoffentlich alles klappt", freute sich die Spielerin des Spiels Delaila Amega auf die kommenden Aufgaben.

Diese Situation gab Rott die Möglichkeit, den jungen Wilden Pandza und Quist Spielzeit zu geben. Diese nutzten ihre Chance und zahlten es mit Toren zurück. Am Ende gewannen die TusSies hochverdient mit 32:17 und verteidigen somit den 4.Platz in der Bundesliga.

"In der Summe ist es ein enttäuschender Auftritt. In der ersten Halbzeit hat-ten wir eine engagierte Deckung, aber die zweite Halbzeit war indiskutabel. Unsere Wurfquote war unterirdisch. Das kann passieren, aber nicht in diesem Ausmaß", so BSV-Coach Dirk Leun: "Wir hatten zu viele leichte Ballverluste und unüberlegte Würfe. Das hat dem Tempospiel von Metzingen in die Karten gespielt. Wir brechen unter dem Druck zusammen und werden überrannt. Wir müssen jetzt den Kopf oben behalten. Auf der ersten Halbzeit können wir aufbauen, auch wenn wir unsere Effektivität verbessern müssen."