25.01.2020 14:42 Uhr - Europameisterschaft - dpa, red, PM ÖHB, SHV

Auch erste 24er-EM der Frauen in drei Ländern: Ungarn, Österreich und der Schweiz erhalten Zuschlag für EURO 2024

Die Handball-Europameisterschaft der Frauen 2024 findet in Ungarn, Österreich und der Schweiz statt. Dies gab die Europäische Handball-Föderation am Samstag in Stockholm bekannt. An der Endrunde in knapp fünf Jahren werden vom 28. November bis 15. Dezember 2024 erstmals 24 Mannschaften teilnehmen. Die derzeit erstmals mit 24 Teams ausgetragene EM der Männer wurde ebenfalls in drei Ländern ausgetragen, die Männer-EM 2024 hat mit Deutschland hingegen nur einen Gastgeber.

Im ersten Wahlgang schied bereits die alleinige Bewerbung von Russland aus, im zweiten setzte sich die Bewerbung von Ungarn, Österreich und der Schweiz dann mit 28 zu 21 Stimmen gegen die zweite Dreier-Bewerbung Tschechien, Slowakei, Polen durch.

Die Vorrundenspiele werden in Basel, Innsbruck und Debrecen ausgetragen. Die Hauptrunde findet in Debrecen und Budapest statt. Die ungarische Hauptstadt ist dann auch Schauplatz der Halbfinals und des Endspiels. Dafür ist eine neue Arena gerade im Entstehen, die 20.000 Besuchern Platz bieten soll.

"Die Ausrichtung der EHF EURO 2024 ist eine riesige Chance für den Schweizer Handball im Allgemeinen, und für den Schweizer Frauenhandball im Speziellen", erläuterte SHV-Zentralpräsident Ulrich Rubeli. "Nach dem Förderkonzept für die Juniorinnen und der Akademie, die im Sommer eröffnet wird, ist das ein weiterer wichtiger Schritt in der spezifischen Förderung des Leistungssports der Frauen in der Schweiz"

"Wir werden in den kommenden vier Jahren gemeinsam mit unseren Partnern aus Österreich und Ungarn alles für einen denkwürdigen Event mit grosser Strahlkraft unternehmen, der einen nachhaltig positiven Einfluss auf die gesamte Handball-Bewegung haben wird", so Rubeli weiter.

Österreich: "Unglaublicher Schritt nach vorne"




"Das ist ein unglaublicher Erfolg für den Frauen-Handball in Österreich", erklärte ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner und führte aus: "Bislang war durch die Voraussetzungen das Risiko der Ausrichtung einer Frauen-EURO für Verbände wie den ÖHB zu hoch. Mit dem neuen Format mit 24 Nationen bei der Endrunde und der Möglichkeit, dass drei Nationen zusammen die EURO ausrichten, haben wir sofort versucht, die Europameisterschaft nach Österreich zu holen."

"Für das Nationalteam bedeutet dies einen unglaublichen Schritt nach vorne und eine große Gelegenheit. Wir möchten uns herzlich bei Sportminister Werner Kogler und der gesamten österreichischen Politik, dem Land Tirol und der Stadt Innsbruck für ihre tatkräftige Unterstützung bedanken. Die Zusammenarbeit mit Ungarn und der Schweiz war während des gesamten Bewerbungsprozesses herausragend. Gemeinsam werden wir dafür Sorge tragen, eine perfekte EURO zu organisieren, ganz nach dem offiziellen Claim: Stronger Together", so Rabenseifner.

Mit der EHF EURO 2024 der Frauen kommt erstmals seit dem Jahr 2006 wieder ein Handball-Grossanlass in die Schweiz. Damals trugen die Schweizer Männer ihre Europameisterschaft vor heimischem Publikum aus. Davor hatte im Jahr 1986 die Handball-Weltmeisterschaft der Männer in der Schweiz stattgefunden. Die Schweizer Frauen sind als Veranstalter - gemeinsam mit Österreich und Ungarn - für die EHF EURO 2024 gesetzt.

Mit Bronze bei der EURO 1996 und der WM 1999 sorgte das Frauen Nationalteam des ÖHB auch für die größten Erfolge der jüngeren Vergangenheit. Herbert Müller, ÖHB-Teamchef: "Ich freu mich riesig, das ist einfach nur fantastisch und eine großartige Chance für den Fauen-Handball in Österreich. Für uns Betreuer bedeutet das, die jungen nachrückenden Spielerinnen in den kommenden Jahren dort hinzubekommen, dass sie eine geschlossene Einheit darstellen bei der EURO."

Patrick Fölser, ÖHB-Sportdirektor zeigte sich ebenfalls begeistert: "Das ist eine riesengroße Geschichte, dass wir nach der erfolgreichen Männer-EURO jetzt direkt die Frauen-EURO 2024 zugesprochen bekommen haben. Es ist eine große Chance für unser Frauen-Nationalteam, ein Ziel, auf das wir sofort beginnen intensiv hinzuarbeiten. In erster Linie freuen wir uns für unser Frauen-Nationalteam, dass es geklappt hat, erstmals eine Women´s EURO in Österreich auszurichten."

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