26.01.2020 08:13 Uhr - EHF-Pokal - PM THC, red

Thüringer HC setzt im Rückspiel gegen DVSC Debrecen auf "einfache und schnelle Tore"

Marianna Lopes erhielt ein SonderlobMarianna Lopes erhielt ein Sonderlob
Quelle: Jens Kaliske, Vipers
Am heutigen Sonntag, den 26.01.2020 um 14 Uhr, beginnt mit einem Heimspiel in der Nordhäuser Wiedigsburghalle die Rückrunde mit drei Spielen in der EHF Cup Gruppenphase für den Thüringer HC. Erster Gegner ist DVSC Schaeffler aus Debrecen, gegen die sich die Mannschaft am vergangen Sonntag einen wichtigen Sieg erkämpfen konnte.

Mit Blick auf das Bundesligaspiel gegen die HSG Bad Wildungen Vipers ist Herbert Müller sehr zufrieden. "Die Mannschaft hat ihr Hausaufgaben gemacht, das ist auch ganz wichtig. Wir können uns jetzt keinen Fehltritt mehr erlauben, wenn wir weiter um die Meisterschaft mitspielen wollen", äußert sich Herbert Müller rückblickend. Er lobte seine Mannschaft für die hervorragende Abwehr in der ersten Halbzeit.

Dadurch hatte er die Möglichkeit im Verlauf des Spieles durchzuwechseln, sodass er einzelnen Spielerinnen Ruhepausen geben konnte, um Kräfte für das kommende EHF Cup-Spiel zu sparen. Dies war wichtig, denn Emily Bölk war gestern aufgrund einer Magenverstimmung leicht angeschlagen. "Ich hoffe, dass wir sie bis Sonntag wieder ganz fit bekommen", erwartet der Trainer des THC.

Mässing mit Comeback gegen Bad Wildungen




"Ein besonderes Lob muss ich auch noch an Marianna Lopes aussprechen" bilanziert er. Sie hat gestern in den schwierigen Situationen die richtigen Lücken gefunden und erzielt dadurch sieben Tore. Herbert Müller freut sich sehr darüber, dass Marianna langsam beim THC anzukommen scheint und das Spiel der Mannschaft versteht. Neben Mikaela Mässing, die am Mittwochabend erstmals nach ihrer Knie-OP wieder auf der Platte stand, kam Nachwuchstorhüterin Greta Köster in der Bundesliga der Frauen mehrere Minuten zum Einsatz und versiegelte ihr Tor mit einigen wunderschönen Paraden.

Herbert Müller freut sich sehr auf das Rückspiel gegen den DVSC Schaeffler in Nordhausen. "Dazu lade ich alles Fans ein. Kommt vorbei und macht die Wiedigsburghalle zu einer Festung.". Der Trainer schätzt ein, dass die Ungarinnen mit viel Wut im Bauch anreisen werden und sich nicht so schnell geschlagen geben werden, da die Revanche für die Niederlage in Debrecen aussteht. Um dagegen halten zu können, muss der THC erneut eine richtig gute und runde Leistung abrufen, wie eine Woche zuvor in Ungarn.

"Wir brauchen wieder so eine starke Abwehr, um den Rückraum mit Karsten, Bulath und Kovacs in die Schranken zu weisen. Nur so können wir einfache und schnelle Tore machen, die uns zum Sieg bringen", fordert der Coach von seiner Mannschaft. Das Ziel ist indes klar formuliert, wenn man in der Gruppenphase mit 6:0 in die Halbzeit geht, möchte man seine Tabellenführung weiter behaupten. Mit einem Sieg und einen Punktestand von 8:0 wäre der THC sicher im Viertelfinale und hätte damit ein weiteres Saisonziel erreicht.

Trotz der sehr guten Ausgangsposition und 18 Toren plus (88:70), die sich die Mannschaft letztes Wochenende in Ungarn erspielt hat, "... wird es noch mal ein schweres Spiel und harte 60 Minuten." Der Trainer ruft die Fans auf, genauso eine Wahnsinnsatmosphäre den Ungarn bieten, wie dies der THC von den ungarischen Fans erlebt hat. "Ich habe einer Spielerin versprochen, dass sie sich in Thüringen auf eine ähnliche Atmosphäre freuen kann."

Iveta Luzumova ist noch in Behandlung und wird am Sonntag nicht spielen können. Indes ist aber Mikkaela Mässing einsatzfähig und kann den Thüringer Rückraum verstärken. Zudem wird Jana Krause am Sonntag nach Nordhausen kommen, um den THC und damit Ann-Cathrin Giegerich auf der Torhüterposition zu unterstützen.