25.01.2020 15:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM Waiblingen

Tigers aus Waiblingen haben im Derby gegen die Herrenberger Kuties den längeren Atem

Ann KynastAnn Kynast
Quelle: Heiko Potthoff, VfL Waiblingen
Eine Dreiviertelstunde lang war das schwäbische Zweitliga-Lokalderby zwischen dem VfL Waiblingen gegen der SG H2Ku Herrenberg wie schon in der Hinrunde eine enge und spannende Partie. In der Schlussviertelstunde bewiesen die Tigers jedoch die bessere individuelle und spielerische Klasse. Mit dem 31:25-Heimsieg (16:14)zum Rückrundenauftakt bauten die Waiblingerinnen ihre aktuelle Erfolgsserie auf sieben Spiele ohne Niederlage und 12:2 Punkte aus.

Beide Teams traten aufgrund von Grippewelle und Magen-Darm-Infekten geschwächt an. Beim VfL musste Halblinksspielerin Altina Berisha sogar ganz passen. Herrenberg erwischte in der Rundsporthalle gegen eine zu passive VfL-Abwehr den besseren Start. 3:1 führte der Gast nach dreieinhalb Minuten. Erst dann entwickelte der Waiblinger Angriff mehr Durchschlagskraft und holte sich beim 4:3 erstmals die Führung.

Beide Teams konnten nicht das ganz große Tempo gehen. Die Abwehrreihen waren beiderseits recht lückenhaft. So entwickelte sich ein munteres Hin und Her. Bis zum 8:7 legte jeweils der VfL vor, die "Kuties" glichen meist im Gegenzug wieder aus. Im VfL-Angriff sorgten vor allem Ann Kynast, Tanja Padutsch und Louisa De Bellis für Tore. Die drei Akteure hatten maßgeblichen Anteil, dass sich die Tigers bis zur 28. Minute beim 16:12-Zwischenstand erstmals etwas absetzen konnten. Doch wie schon zuvor unterliefen der Heimmannschaft weitere einfache Ballverluste. Herrenberg kam durch ihre beiden besten Torschützinnen Lea Neubrander und Kerstin Foth bis zum Halbzeitpfiff wieder heran (16:14).

Zitterpartie trotz Vier-Tore-Führung




Im zweiten Durchgang standen beide Abwehrreihen besser. Mit der Folge, dass die beiden Angriffsreihen des öfteren in Zeitspielnot kamen und dadurch überhastet und erfolglos abschlossen. Beim VfL blitzten immer wieder die individuelle Klasse und das spielerische Potenzial auf. Padutsch erzielte von Rechtsaußen mehrere sehenswerte Treffer, Louisa de Bellis war am Kreis durchsetzungsstark. Trotz erneuter Vier-Tore-Führung (20:16) des VfL blieb die Partie jedoch bis zur 44. Minute eng. Waiblingen vertändelte wieder zwei, drei Bälle, Herrenbergs Carolin Tuc traf zum 19:21.

In der Schlussviertelstunde machten die Waiblingerinnen jedoch den Rückrundenauftaktsieg perfekt. Das lag zum einen an den tollen Paraden von VfL-Keeperin Celina Meißner. Zum anderen konnten die Tigers noch etwas an Tempo zulegen und waren nun auch durch schnelle Gegenstöße erfolgreich. Als Simona Nikolovska gut zehneinhalb Minuten vor dem Ende zum 26:19 für den VfL traf, war die Partie entschieden. Herrenberg gab zwar nie auf, hatte jedoch nicht mehr die Kraft und die Mittel, den Waiblinger Sieg noch zu gefährden.