25.01.2020 11:56 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

"Andere personelle Voraussetzungen": Buxtehuder SV will bei TuS Metzingen "das Spiel lange offen halten"

Beide Teams trafen im DHB-Pokal aufeinanderBeide Teams trafen im DHB-Pokal aufeinander
Quelle: Dieter Lange, BSV
Am Samstag, 19.30 Uhr, tritt der Buxtehuder SV bei den TuS Metzingen an. Es ist bereits das zweite Duell in dieser Saison. Im DHB-Pokal-Achtelfinale unterlag der BSV zuhause mit 19:26. Nach der Bundesligapartie findet die Auslosung des Olymp-FINAL4 in der Metzinger Öschhalle statt. Im Lostopf befinden sich neben den TusSies noch Frisch Auf Göppingen, Borussia Dortmund und der Thüringer HC. "Es ist mir egal wer der Gegner ist, wenn wir den Pokal gewinnen wollen, müssen wir jeden schlagen", zeigte sich Delaila Amega selbstbewusst auf der Pressekonferenz.

In den vergangenen Jahren gehörte die TuS Metzingen zu den besten Mannschaften der Bundesliga. Mit bisher lediglich vier Minuspunkten zählen die viertplatzierten "TusSies" auch in dieser Spielzeit wieder zu den Topteams. "Sie sind sicherlich noch immer eine Spitzenmannschaft", sagt BSV-Trainer Dirk Leun, "aber sie haben nicht mehr die Dominanz gegenüber den Teams, die dahinter liegen."

Dabei verweist er auf die durchaus knappen Siege der Metzingerinnen, wie zuletzt beim 31:28 in Neckarsulm oder beim 32:27 im DHB-Pokal-Viertelfinale gegen die HSG Bensheim/Auerbach. "Bensheim hat im Pokal gezeigt, dass sie lange dagegenhalten können." Daran möchte sich der BSV orientieren. "Für uns geht es darum, unseren Weg weiterzugehen und die Leistung zu verbessern", sagt Leun, "wir wollen das Ergebnis eng und das Spiel lange offen halten."

Dafür dürfe sein Team die Gastgeberinnen nicht zur Entfaltung kommen lassen. "Wir dürfen sie nicht ins Tempospiel kommen lassen. Sie haben viele Spielerinnen, die mit Tempo Druck ausüben können." Umso wichtiger sei ein gutes Rückzugsverhalten. "Wir müssen die Bereitschaft in der Abwehr zeigen, dass wir die Zweikämpfe gewinnen wollen."

Rott: "Über 60 Minuten eine stabilere Abwehr stellen"




"Wir müssen über 60 Minuten eine stabilere Abwehr stellen. In Neckarsulm haben wir schlechte Absprachen getroffen und sind zu selten in die Zweikämpfe gekommen", so Edina Rott. Verzichten muss Metzingens Trainerin indes weiterhin auf die zwei Langzeitverletzten Lena Degenhardt (Patellasehne) und Svenja Hübner (Mittelhandbruch). Nun ist auch Marija Obradovic auf diese Liste gerutscht, die Serbin riss sich diese Woche im Training erneut das linke Kreuzband.

"Buxtehude geht wie wir ein hohes Tempo und versucht über Konter zu einfachen Toren zu gelangen. Sie erzielen viele Tore über Außen und sind brandgefährlich", verglich TuS-Trainerin Rott die zwei Mannschaften auf der Pressekonferenz am Donnerstag. Schlüsse aus der 19:26-Niederlage im DHB-Pokal Anfang November 2019 möchte Dirk Leun nicht ziehen.

"Die Spiele sind nicht miteinander zu vergleichen. Damals hatten beide Mannschaften andere personelle Voraussetzungen", so der Coach. Beim BSV sind seitdem Annika Lott und Lea Rühter zurückgekehrt, sodass der BSV mit mehr Alternativen die zweitlängste Busfahrt der Saison antreten kann.

Abgesehen von Liv Süchting, die sich nach ihrer Kreuzband-Operation auf einem guten Weg befindet, ist nur der Einsatz von Maike Schirmer fraglich. Sie musste mit Knieproblemen während der Trainingswoche pausieren. Leun hofft, dass die Rechtsaußen rechtzeitig fit wird. Beim 29:23-Heimsieg gegen die HSG Bensheim/Auerbach am vergangenen Wochenende war Schirmer mit sieben Treffern beste Torschützin des BSV.

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