24.01.2020 18:00 Uhr - Europameisterschaft - chs

Entscheidung in Stockholm - EHF entscheidet über Frauenhandball-Europameisterschaft 2024

Österreich und Russland wollen die EuropameisterschaftÖsterreich und Russland wollen die Europameisterschaft
Quelle: ÖHB/Pucher
Am morgigen Samstag wird sich entscheiden, wo die Frauenhandball-Europameisterschaft 2024 ausgerichtet wird. Neben dem Einzelbewerber Russland haben auch zwei Dreiergebote noch ihre Bewerbung in den Ring geworfen. Während bei den Herren 2020 erstmals 24 Nationen bei der Endrunde um den Titel kämpfen, wird bei den Frauen die Teilnehmerzahl 2024 auf 24 erhöht.

Russland geht mit vier Austragungsorten ins Rennen. Neben der Hauptstadt Moskau setzt man auf St. Petersburg, wo 2005 die Handball-Weltmeisterschaft ausgetragen wurde sowie die traditionsreichen Frauenhandballstandorte Rostov am Don und Astrachan. Ursprünglich wollte der russische Verband in Krasnodar spielen, dies sei aber von der EHF nicht genehmigt worden.

"Die Arbeit an der Bewerbung hat eine lange Zeit in Anspruch genommen", so Olga Bugaenko, Entwicklungsverantwortliche der russischen Handballföderation, die mit Blick auf die Soprtstätten erklärt. "Eine Modernisierung wird fast überall nötig werden. In Rostov am Don ist es geplant eine neue Arena zu bauen. Davon profitieren sowohl die Stadt wie auch der Verein."

Österreichs Vizekanzler Kogler hat das Handball-Fieber gepackt




Gemeinsam mit Österreich und der Schweiz bemüht sich Ungarn um die Austragung der Endrunde. Bei der dann größten EURO aller Zeiten bei den Frauen sollen in Basel (SUI), Innsbruck, Debrecen (HUN) und Budapest (HUN) die Vorrunden ausgetragen werden und in Debrecen (HUN) und Budapest (HUN) die Hauptrunden. Das Finale soll schließlich in Budapest vor 20.000 Zusehern über die Bühne gehen. Die Arena dafür befindet sich bereits im Bau.

"Ich habe mich sehr gefreut, meinen ersten öffentlichen Auftritt als Sportminister bei der Herren-Handball-EURO zu absolvieren. Auch mich hat das Handball-Fieber erfasst. Wir erleben aktuell geradezu einen Handball-Boom in Österreich. Das merkt man auch an der fantastischen Stimmung. Umso mehr freut es mich, dass die gesamte Bundesregierung geschlossen die Bewerbung für die Ausrichtung der Damen-Europameisterschaft 2024 unterstützt. Ich bin zuversichtlich, dass wir dann 2024 in Innsbruck wieder so eine tolle Stimmung in Österreich erleben können", so Österreichs Vizekanzler Werner Kogler.

"Nach zwei erfolgreichen Männer-Europameisterschaften, ist es uns ein großes Anliegen auch dem Frauen-Handball in Österreich durch eine Heim-EURO einen Impuls zu geben. Wir blicken auf viele große Erfolge zurück und wollen damit das Frauen Nationalteam auf dem Weg an die europäische Spitze unterstützen", so ÖHB-Präsident Gerhard Hofbauer. Das Frauennationalteam nahm 2009 zuletzt an einem Großturnier teil.

"Durch die Erweiterung auf 24 Nationen bei der EHF EURO 2024 ergibt sich auch für mittelgroße Nationen die Möglichkeit, Teil einer EURO zu werden. Die Mitteleuropaachse Schweiz, Österreich, Ungarn bietet für ganz Europa die ideale Plattform für die erste EURO mit 24 Nationen. Innsbruck hat sich über viele Jahre als Austragungsort verschiedenster Großereignisse bestens bewährt und ist auch aufgrund seiner Nähe zu Deutschland und allgemein durch seine zentrale Lage ein perfekter Spielort", wirbt ÖHB-Generalsekretär Bernd Rabenseifner für die Bewerbung.

Dritter Bewerber sind Tschechien, Polen und die Slowakei, die gleich mit sieben Spielorten das Rennen machen wollen. Neben dem tschechien Ostrau soll in der Slowakei in Banksa, Bystrica und Bratislava gespielt werden. Polen schickt die Spielorte Breslau, Kattowitz und Krakau ins Rennen.