24.01.2020 09:28 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

VfL Oldenburg vor Herausforderung in Leverkusen

Renate WolfRenate Wolf
Quelle: Heinz Zaunbrecher
Leverkusen gegen Oldenburg, das ist das ewige Duell in der Handballbundesliga der Frauen. Keine Partie hat es häufiger gegeben. Während die Werkselfen seit der ersten Bundesligasaison 1975/76 als einziges Team ununterbrochen im Oberhaus dabei sind, bestreiten die Grün-Weißen aus Oldenburg mittlerweile ihre 36. Saison und rangieren in der ewigen Bundesligatabelle hinter Bayer 04, Leipzig und Buxtehude auf Rang vier. Angepfiffen wird das heutige Spiel um 19:30 Uhr.

Von einem 4. Platz ist man an der Hunte derzeit relativ weit entfernt. Den bisherigen Saisonverlauf könnte man als durchwachsen bezeichnen. So überraschte das jüngste Team der Liga positiv, als man dem Meister aus Bietigheim daheim einen Punkt abknöpfen konnte. Doch zuletzt gab es zwei negative Überraschungen mit den klaren Niederlagen in Göppingen (21:30) und daheim in der EWE Arena gegen Bad Wildungen (18:33).

Trotz dieser beiden negativen Erlebnisse wird man beim Tabellenneunten in Oldenburg nicht nervös, sondern plant, den eingeschlagenen Weg als Ausbildungsverein konsequent weiter zu bestreiten. Und das schließt Trainer Niels Bötel mit ein. Der Vertrag des bald 33-jährigen A-Lizenzinhabers wurde unlängst bis zum 30. Juni 2020 verlängert. "Wir müssen unsere Fehler aufarbeiten und abstellen. Es geht nicht um Schönspielerei, sondern darum, Punkte zu sammeln und das wollen wir machen", so Bötel, der in seiner ersten Saison mit dem VfL 2018 den Deutschen Pokal gewinnen konnte.

"Es wird ein richtig schweres Spiel in Leverkusen. Sie sind klar in der Favoritenrolle. Sie verfügen über sehr viel individuelle Erfahrung und spielen der Zeit sehr gut auf. Die vergangenen Spiele haben uns gezeigt, woran wir arbeiten müssen und das setzen wir im Training auch um. Aber das wird nicht von heute auf morgen gelingen. Wir müssen das Zusammenspiel der Leverkusener stören und dabei höchst konzentriert zu Werke gehen, um dann den einen oder den anderen Nadelstich in der ersten oder zweiten Welle zu setzen. Wir wollen auf jeden Fall ein gutes Ergebnis erzielen und ein gutes Spiel liefern", so Bötel weiter.

Auf Seiten der Gastgeberinnen kann man mit einem Erfolgserlebnis in die Partie gehen. Der deutliche 31:20-Erfolg beim Aufsteiger aus Mainz hat den Werkselfen Auftrieb verliehen. "Da gab es wenig zu beanstanden. Aber einige Dinge, besonders im Angriff, werden im Training weiter Thema sein. Dort gilt es, die komplexen Abläufe weiter zu verfestigen", so Bayer-Trainerin Renate Wolf, an deren Seite Michael Biegler sein Heimdebüt geben wird.

Die Partie im Livestream von Sportdeutschland.TV