22.01.2020 09:54 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

HSG Bad Wildungen Vipers ohne Spielvogel gegen Thüringer HC

Anna Maria SpielvogelAnna Maria Spielvogel
Quelle: Tobias Baur, TuS
Am Mittwoch, den 22.01.2020, will die HSG an die Leistung aus dem Oldenburg-Spiel anknüpfen und sich gegen den Thüringer HC so teuer wie möglich verkaufen.

Der Sieg gegen den VfL Oldenburg soll bei den Vipers die erhoffte Wende bringen. Eindrucksvoll hat das Team bewiesen, dass es eine Mannschaft ist, die nichts mit dem Abstieg zu tun haben möchte und genau auf diese Weise soll der Weg weitergeführt werden. In der kommenden Begegnung wartet kein geringerer Gegner als der amtierende Pokalsieger und einer der Meisterschaftsfavoriten auf die Nordhessinnen, der Thüringer HC. Nach dem Handbruch von Marie Skurtveit Davidsen haben die Gäste kurzfristig die bundesligaerfahrene Torfrau Jana Krause reaktiviert.

Hinter dem Team des Thüringer HC liegen anstrengende Tage: nach zwei EHF-Cup-Spielen und einem Bundesligaspiel steht mit dem Gastspiel in Bad Wildungen die vierte Partie innerhalb von zwölf Tagen auf dem Programm. Diesen Marathon konnte die Mannschaft von Trainer Herbert Müller bis jetzt sehr erfolgreich gestalten - die letzten drei Begegnungen wurden gewonnen.

Müller: "Bad Wildungen wieder im Soll"




"Ich bin über unser Auftreten in Debrecen überglücklich. Wir haben hochverdient gewonnen und haben den Ausfall von Iveta Koresova sehr gut kompensieren können.", resümiert Herbert Müller, der Trainer des Thüringer HC. Der THC kam zum Ende der ersten Halbzeit gut ins Spiel, sicherte sich mit einem kämpferischen Auftritt in Abwehr und Angriff ein Fünf-Tore-Polster (12:7) und legte so den Grundstein für den Erfolg. "Wir haben von Beginn an eine sehr gute Abwehr, mit einer hervorragend haltenden Ann Cathrin Giegerich, gespielt. Das Auftreten unseres Teams war wie aus einem Guss. Wir haben auch dem hohen Druck des Publikums standgehalten, dass ihre Farben lautstark nach vorn getrieben hat."

International ist der THC Tabellenführer in seiner Gruppe. Ob die Vipers nun zum Stolperstein werden? Müller wird die Südwaldeckerinnen sicherlich nicht unterschätzen, musste er doch in der Saison 17/18 schmerzlich erfahren, wie die Giftschlangen in heimischer Halle am Ende als Sieger vom Feld gingen. "Bad Wildungen ist wieder im Soll. Sie haben das letzte Spiel gegen Oldenburg hoch gewonnen", warnt dementsprechend Herbert Müller und betont: "Wir dürfen uns keine Blöße in der Bundesliga geben und keine Punkte mehr liegen lassen. Wir kommen selbstbewusst aus Debrecen zurück und wollen diese Pflichtaufgabe lösen."

Mit strahlenden Gesichtern verließen die Bremmer-Schützlinge das Spielfeld der EWE-Arena in Oldenburg am vergangenen Mittwoch. Diese positive Stimmung möchten die Spielerinnen in die anstehende Begegnung mitnehmen. Vipers-Trainerin Tessa Bremmer weiß jedoch, dass dies nicht ausreichen wird: "Mit Thüringen wartet ein ganz anderer Gegner auf uns. Um eine Überraschung zu landen, müssen wir in allen Bereichen noch eine Schippe drauflegen. Das frühzeitige Attackieren unserer Abwehrspielerinnen hat gegen Oldenburg schon gut funktioniert, allerdings ist beim THC die Kreisposition deutlich gefährlicher, weshalb wir trotzdem kompakt stehen müssen."

Der Thüringer HC ist als Spitzenteam der Liga auf allen Positionen gut besetzt, wodurch sich die Vorbereitung auf dieses Spiel alles andere als einfach gestaltet. Nichtsdestotrotz wird Bremmer ihren Mädels die nötigen taktischen Vorgaben bereitstellen, um dem Favoriten ein Bein zu stellen. Hierfür wird vor allem eine stabile Defensive mit guter Torhüterleistung vonnöten sein.

Einziger Wermutstropfen des Sieges in Oldenburg ist die Verletzung der Linksaußen Anna-Maria Spielvogel. Bei einer Abwehraktion schlug der Ellenbogen der 22-jährigen durch. Nach einer MRT-Untersuchung wurde ein Riss des Innenbands festgestellt. Spielvogel wird gegen den Thüringer HC definitiv ausfallen. Wie lange genau sie der Mannschaft fehlt, wird in den kommenden Untersuchungen festgestellt.

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