20.01.2020 14:45 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Lintfort hat bei Handball-Luchsen "über weite Strecken gut mitgehalten"

5 Tore: Evelyn Schulz5 Tore: Evelyn Schulz
Quelle: Karsten Schaar, HL
Die Handball-Luchse Buchholz 08-Rosengarten haben den TuS Lintfort zum Hinrundenabschluss mit 25:18 (14:11) besiegt. Vor 443 Zuschauern in der Nordheidehalle war es der siebte Sieg in Folge für die Handball-Luchse, die sich aber lange schwertaten. Evelyn Schulz und Johanna Heldmann trafen jeweils fünfmal bei den Gastgeberinnen, bei denen Torfrau Mareike Vogel mit 24 Paraden, darunter zwei bei Siebenmetern, herausragte. Buchholz bleibt damit Tabellenzweiter mit 26:4 Zählern, das nach der ersten Niederlage des Spitzenreiters SV Union Halle-Neustadt (26:34) beim Ligadritten BSV Sachsen Zwickau nur noch einen Punkt Rückstand auf den Tabellenführer hat.

"Am Ende war es deutlich, aber über weite Strecken der Partie haben wir schon gut mitgehalten" analysierte Lintforts Trainerin Bettina Grenz-Klein die Partie beim Aufstiegskandidaten. Ihre Mannschaft war gut gestartet und überraschte die Gastgeberinnen immer wieder mit druckvollem Angriffsspiel und einer engagierten Abwehr. Die mitgereisten Lintforter Fans freuten sich dann nach gut 20 Minuten sogar über eine 10:6-Führung des Außenseiters, Buchholz dagegen agierte nervös und offenbarte zu viele Abwehrlücken. "Leider haben wir dann unserer Linie verlassen und im Angriff viel zu hektisch agiert, so das Rosengarten in nur drei Minuten ausgleichen konnte", ärgerte sich Grenz-Klein über den Bruch im Spiel ihrer Mannschaft.

Erst in den letzten zehn Minuten bis zur Pause steigerte sich der Gastgeber, für den in dieser Phase Alexia Hauf zweimal per Tempogegenstoß traf. Bis zur Pause erhöhten die Hausherrinnen dann sogar auf 14:11. "Das hat Rosengarten clever gemacht. Mit viel Theatralik in den Zweikämpfen haben die Spielerinnen die Schiedsrichter abgezockt dazu verleitet, gleich drei Zeitstrafen gegen uns zu verhängen" ärgerte sich Grenz-Klein ein wenig über die übertriebenen Strafen. "Aber das sind eben auch erfahrene Bundesligaspielerinnen, die wissen, was sie tun müssen, um die Schiedsrichter auf ihre Seite zu ziehen."

Prelcec: "Wir kennen unsere Baustellen"




Nach dem Wechsel kämpfte sich Lintfort auf 15:16 heran und es sah nach einer spannenden Schlussviertelstunde aus, ehe es kaum noch Lösungen fand, um die jetzt gute Deckung der Gastgeberinnen zu überwinden. "Dann lief bei uns aber nicht mehr viel zusammen und wir haben zu viele klare Chancen, wie etwa zwei Strafwürfe, ausgelassen", ärgerte sich Grenz-Klein darüber, dass ihre Mannschaft am Ende doch noch deutlich verloren hat.

Vogel im Tor der Handball-Luchse, die erneut auf die beiden am Knie verletzten Cassandra Nanfack und Zeliha Puls verzichten mussten, wurde zudem immer stärker. Beim 22:16 (53.) war das Spiel entschieden. Handball Luchse-Trainer Dubravko Prelcec sagte nach der Partie: "Wir haben uns heute viele Fehler geleistet und unser Tempospiel funktionierte nicht so gut. Immerhin waren wir stark in der Abwehr. Wir kennen unsere Baustellen und werden daran weiter intensiv arbeiten."