20.01.2020 13:29 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine

Werkselfen gelingt höchster Saisonsieg bei Meenzer Dynamites

Leverkusens Abwehr hat Janka Bauer im GriffLeverkusens Abwehr hat Janka Bauer im Griff
Quelle: Handball Mainz 05
Der TSV Bayer 04 Leverkusen bleibt in der Handballbundesliga der Frauen in fremden Hallen in der Erfolgsspur. Beim 1. FSV Mainz 05 gelang den Werkselfen mit dem 31:20-Sieg nicht nur der vierte Auswärtserfolg, sondern zugleich auch der höchste Saisonsieg.

Die Werkselfen, die an der Seite erstmals vom Trainerduo Michael Biegler und Renate Wolf betreut wurden, starteten gut in die Partie und hielten die Gastgeber von Beginn an auf Abstand. Gestützt auf eine bewegliche Abwehr mitsamt einer guten Nele Kurzke im Tor setzte sich der Rekordmeister kontinuierlich vom Aufsteiger ab. Über 1:4 (6.), 7:12 (23.) bis hin zum 9:14 zur Halbzeit, die Leverkusenerinnen hatten das Heft des Handelns stets in der Hand.

So blieb die einzige Schrecksekunde der Partie in der 33. Minute eine Verletzungsunterbrechung: Nele Kurzke, die bis dahin mit einer Abwehrquote von 50 Prozent glänzte, verletzte sich bei einer Rettungsaktion am Knie und wurde durch Vanessa Fehr ersetzt. Die Blessur stellte sich glücklicherweise als nicht allzu schlimm heraus, sodass Kurzke in der 53. Minute noch einmal bei einem Siebenmeter zwischen die Pfosten zurückkehrte.

Wolf: "Im Laufe des Spiels wurde das immer besser"




Ansonsten musste die Nummer eins der Werkselfen nicht mehr eingreifen, denn Vanessa Fehr machte ihre Sache ebenso tadellos. So rollte gestützt auf die gut funktionierende Defensive Angriff auf Angriff auf das Mainzer Tor. Zwischenzeitlich führten die Gäste, bei den Mia Zschocke mit neun Toren erfolgreichste Werferin war, vor rund 400 Zuschauern in der Sporthalle des Gymnasiums Oberstadt sogar mit 13 Treffern, doch konnte der Aufsteiger am Ende noch etwas Ergebniskorrektur betreiben.

"Zu Beginn hatten wir im Angriff noch etwas Probleme, aber im Laufe des Spiels wurde das immer besser. Der Rückzug sowie das Umschaltspiel generell haben gut funktioniert, sodass wir zufrieden und mit zwei Punkten die Heimreise antreten können. Der nächste Gegner kommt bestimmt", so Bayer-Trainerin Renate Wolf mit einem Augenzwinkern. Der von Wolf angesprochene Gegner ist der VfL Oldenburg, der am kommenden Freitag um 19.30 Uhr seine Visitenkarte in der Leverkusener Ostermann Arena abgibt. Dann wollen die Werkselfen auch ihre Heimbilanz aufpolieren.

Zeitz: "Haben oft zu nah an der Deckung agiert"




Trainer Thomas Zeitz zog denn auch gewohnt sachlich sein Fazit: "Leverkusen hat uns von Beginn an den Schneid abgekauft. Wir wollten mit viel Tempo spielen und gute Wurfchancen kreieren, haben aber zu oft zu nah an der Deckung agiert und bei den möglichen Würfen nicht die nötige Präzision gehabt. Unsere Abwehr hat mir in der ersten Halbzeit phasenweise gut gefallen."

Licht und Schatten sah er auch in der zweiten Hälfte: "Hier sind wir dann leider nicht mehr ins Spiel gekommen und haben zu schnell den Anschluss verloren. Leverkusen war konsequent und hat uns mit einfachem geradlinigen Spiel die Grenzen aufgezeigt. Wobei ich auch sagen muss, dass meine Umstellung auf eine etwas defensivere Deckung nicht gut war. Hier waren wir dann zu passiv und haben auch hinten den Zugriff verloren. Gefreut hat mich der Auftritt von Simo, Tina, Carina und Tinti, die Ihre Sache am Ende gut gemacht haben."

Zeitz abschließend: "Wir haben verdient verloren, weil wir heute nicht gut genug waren und es zeigt sich einmal mehr, dass wir Ausfälle von zwei oder drei Leistungsträgern nicht kompensieren können. Das ist aber keine Überraschung, dass wussten wir von Beginn an. Also, Mund abputzen und weiter geht"s. Wir werden Montag wieder positiv in die Trainingswoche starten".



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