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20.01.2020 12:52 Uhr - 2. Bundesliga - PM Vereine, red

"Eine imponierende Teamleistung" bringt BSV Sachsen Zwickau den Sieg über Spitzenreiter Union Halle-Neustadt

Julia RedderJulia Redder
Quelle: Dirk Veit, SV Union
Am letzten Spieltag der Hinrunde ist es passiert. Die Wildcats vom SV Union Halle-Neustadt kassierten ihre erste Niederlage in der 2. Handball Bundesliga. Das Team von Trainerin Tanja Logvin verlor am Samstagabend verdient deutlich mit 26:34 (11:14) beim BSV Sachsen Zwickau. Nicht nur die Niederlage machte den Hallenserinnen am Ende zu schaffen. Auch die Befürchtung das Sophie Lütke eine schwere Verletzung davongetragen haben könnte. Norman Rentsch, hatte Zwickau perfekt auf die Wildcats eingestellt und so dominierte der Gastgeber über weite Strecke das Spiel. Die fast 800 Zuschauer sahen eine variable und kreative Zwickauer Mannschaft, welche von jeder Position Torgefahr ausstrahlte. Beim Gastgeber war Nadja Bolze mit 7 Toren die erfolgreichste Spielerin. Saskia Lang konnte bei SV Union Halle-Neustadt 6 Treffer erzielen.

Die Erwartungshaltung vor diesem Spieltags-Topspiel war in der Zwickauer Region schon sehr hoch, dafür hatte das Team von Norman Rentsch mit ihren bisherigen guten Ergebnissen selbst gesorgt. Aus diesem Grund hatte man auch mit einem vollen Haus und der entsprechenden Unterstützung von den Rängen gerechnet. So kam der Ansturm der Fans nicht unerwartet und die ehrwürdige Halle in Neuplanitz stieß fast an ihre Grenzen. Die 790 Fans, darunter ca. 100 von den Gästen, sorgten für eine fantastische und faire Atmosphäre dieser Begegnung.

Trainer Norman Rentsch ist für akribische Arbeit, aber auch Überraschungen bekannt. In der Vorbereitung auf dieses Spiel ist er dieser "Nachrede" wieder gerecht geworden. Trainingsumstellungen, neue Spieleröffnungen, detaillierte (am Gegner ausgerichtete) Hausaufgaben waren einige sportliche Grundlagen für den Erfolg. Eines, und das kann entscheidend gewesen sein, war und ist das Vertrauen in seine Mannschaft und das Leistungsvermögen jeder einzelnen Spielerin. Diese Einstellung des Trainers, aber vor allem die mit absoluter Überzeugung auf die Platte gebrachten eigener Leistung, war in der Umsetzung des Matchplanes ausschlaggebend. Schließlich lag der Favorit aus Halle nicht ein einziges Mal in Führung, das spricht schon Bände.

Früher Schock durch Lütke-Verletzung




Das Spiel war nur wenige Minuten alt und für die Hallenserinnen ereignete sich eine spielentscheidende Szene. Kapitän und Torjägerin, Sophie Lütke musste verletzungsbedingt das Spielfeld verlassen und konnte im weiteren Spielverlauf nicht mehr eingesetzt werden. "Sophie hat sich eine Verletzung am Knie zugezogen. Wie schwer die Verletzung ist, werden die Untersuchungen in den kommenden Tagen zeigen", so Pressesprecher Marcel Gohlke. Der Ausfall der Spielgestalterin schmerzte sehr. Im Angriff zeigte sich der Tabellenführer oft zu einfallslos und schloss mehrmals mit unvorbereiteten Würfen ab.

Klara Schlegel eröffnete den Torreigen für die Gastgeberinnen, der von Saskia Lang egalisiert wurde. Bis zur 5.Min. (3:3) legten Nagy und Choinowski vor und Halle glich aus. Danach bauten die Gastgeberinnen unter lautstarker Anfeuerung von den Rängen auf 2 bis drei Tore aus, aber die Wildcats hielten das Geschehen weiter offen 5:3, 7:4, 9:5, 10:7, 14:10 (29.).

Vor allem die Kreisspielerin Nadja Bolze bekamen die Wildcats nicht in den Griff. Ein viel zu hektischer Spielaufbau und technische Fehler waren die Gründe, dass es zu keiner Wende im Spiel kam. Den Ausfall von Sophie Lütke kompensierte Julia Redder mit schönen Rückraumtoren. In der letzten Minute bis zum Halbzeitpfiff gelang Jenice Funke das Tor zum Halbzeitstand von 14:11. Mit diesem Ergebnis war für die zweite Hälfte alles offen.

Nach Wiederanpfiff änderte sich am Geschehen auf der Platte erstmal wenig. Beiden Teams gelang es immer wieder Bälle im gegnerischen Tor unterzubringen, so dass sich der Abstand nicht erhöhte. Erneut mussten die Hallenserinnen einen Ausfall verkraften. Nach drei Zeitstrafen bekam Julia Redder, welche bis dahin 4 Tore erzielte, die Rote Karte gezeigt. Nach dem 20:16/43. durch Petra Nagy (5 Tore) setzte sich der BSV durch Tore von Choinowski (die nach ihrer Vertragsverlängerung wie aufgedreht spielte), Felsberger, Schlegel und Bolze auf 24:18/48. ab.

Trainerin Tanja Logvin bat zum Gespräch, doch richtig aufrichten konnte sie ihre Frauen nicht. Der Tabellendritte aus Zwickau merkte, dass die Hallenserinnen angeschlagen waren und spielte mit viel Tempo und schönen Spielzügen kontinuierlich weiter. So quittierten die Zuschauer im "Tollhaus" Neuplanitz in der 52.(29:19), 54.(30:20), 55.(31:21) und 57.(32:22) jeweils einen 10 Tore Vorsprung. Damit war auch allen Beteiligten klar, hier sind die Messen gesungen. Saskia Lang, Jenice Funke, Lena Smolik (Halle) sowie Nadja Bolze und Fabienne Kracht (Zwickau) sorgten dann für den Endstand und riesigen Jubel auf dem Parkett und den Rängen. Für Viele war es eines der besten Spiele hier in der "Hölle" Neuplanitz.

Trainerstimmen




Tanja Logvin (SV Union Halle-Neustadt): "Gratulation an Zwickau, sie haben wirklich gut gespielt. Für meine Mannschaft waren die Ausfälle von Sophie Lütke (Verletzung in der 5.Minute) und Julia Redder (nach 3. Zeitstrafe 40.) heute nicht zu kompensieren. Wir freuen uns auf das Rückspiel in Halle."

Norman Rentsch (BSV Sachsen Zwickau): "Ich bin heute sehr zufrieden! Es war eine imponierende Teamleistung. Neben einer starken Abwehr und Torhüterleistung, waren wir heute auch im Angriff sehr mutig und effizient. Diese positiven Dinge gilt es jetzt aber auch zu bestätigen."



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