20.01.2020 08:49 Uhr - 1. Bundesliga - PM Vereine, red

TuS Metzingen gelingt "ein klassischer Arbeitssieg" bei der Neckarsulmer Sport-Union

Anika Niederwieser hat Irene Espinola Perez im GriffAnika Niederwieser hat Irene Espinola Perez im Griff
Quelle: Larissa Eisele, NSU
Die TuS Metzingen erkämpfte sich am Samstagabend einen 31:28 (17:17) Sieg in Neckarsulm. Beste Torschützin der NSU war vor 882 Zuschauern Irene Espinola Perez mit 6 Treffern, bei den TusSies traf Simone Petersen mit acht Toren am häufigsten.

Vom Weiterkommen der Tussies im DHB-Pokal war wenig zu spüren, ebenso vom Ausscheiden der NSU, die sich von Beginn an kämpferisch zeigten. Ganz nach dem Motto: Angriff Top - Abwehr Flop, stand nach knapp zehn Minuten ein 8:6 für die Gastgeberinnen auf der Anzeigetafel im Ballei. Auch die Auszeit von TuS-Trainerin Edina Rott half der Stabilität herzlich wenig. Im Angriff waren es immer wieder Anika Niederwieser, Bo van Wetering und Patricia Kovacs , die für die Pink Ladies trafen.

Die erste Metzinger Führung war ein Rückraumwurf von Niederwieser zum 16:17. Die Neckarsulmer Sportunion hielt dagegen und machte den 17:17 Halbzeit stand. Alle waren sich einig, 17 Gegentore zur Halbzeit waren viel zu viel. "Wir waren in der Abwehr nicht aggressiv und haben zu viele Eins-gegen-Eins Situationen zugelassen. Wir haben selten ausgeholfen und somit viele freie Würfe aus dem Rückraum kassiert", resümierte die TuS-Kommandogeberin Rott.

Niederwieser: "Wir waren in der zweiten Halbzeit dominanter."




Die Tussies kamen gut aus der Halbzeit und gingen durch Tore von Haggerty und Weigel mit 18:20 in Führung. Dieser zwei Tore Abstand sollte in der zweiten Halbzeit Bestand halten. Die Ermstälerinnen schafften es nicht sich abzusetzen, konnten sich aber auf Nicole Roth im Tor verlassen, die einige Paraden verzeichnen konnte. Auf der anderen Seite war es Sarah Wachter die immer wieder einen Finger an die Tussies-Würfe bekam. Für die Tore auf Gastgeber Seite waren Espinola und Haraldsdottir verantwortlich.

Diesen Kampf nahmen die Rott-Schützlinge an, Roth hielt in Unterzahl (22:24, 47.min) und Petersen blieb von 7-Metern sicher. Rückraumspielerin und Abwehr-Ass Niederwieser fasste die zweite Halbzeit wie folgt zusammen: "Wir waren in der zweiten Halbzeit dominanter und haben das Zepter in die Hand genommen. Wir sind in Führung gegangen und haben diese auch verteidigt, leider haben wir es nicht geschafft uns weiter abzusetzen."

Am Ende stand ein hart umkämpfter, aber auch verdienter 28:31 Derbysieg der Tussies auf dem Scoreboard. Metzingens Kapitänin Marlene Zapf war sichtlich erleichtert: "Es war ein klassischer Arbeitssieg, wir haben uns lange schwer getan und zum Glück am Ende den Sieg nach Hause gebracht." Ihre Mitspielerin Simone Petersen atmete ebenfalls tief durch: "Heute war es ein sehr umkämpftes Spiel, wir hatten Probleme in der Defensive und konnten uns dadurch nicht absetzen. Nici hat zum Glück ein paar Bälle gehalten, das hat uns sehr geholfen."

"Es hat leider wieder knapp nicht zum Sieg gereicht, aber ich finde, dass wir mit diesem Spiel eine gute Reaktion gezeigt haben. Nach dem Pokalspiel war es riesiger Kraftakt die Mannschaft nach der bitteren Niederlage wieder aufzubauen. Ich finde, das ist uns super gelungen und wir haben dieses Spiel als Mannschaft gelöst.Wir haben Metzingen mit unserer Variabilität über 60 Minuten vor große Probleme gestellt, am Ende ist meiner Meinung nach das Tempo von Metzingen der entscheidende Faktor für die drei Tore Unterschied. Deshalb müssen wir Metzingen zum Sieg gratulieren, auch wenn es für uns unheimlich schade ist, da wir nach einer ansprechenden Leistung ohne Punkte hier stehen", erklärt NSU-Trainer Pascal Morgant nach Spielende.