19.01.2020 17:11 Uhr - 1. Bundesliga - dpa, PM Vereine, red

Erfolg gegen Bensheim/Auerbach: Buxtehuder SV gelingt nach drei Monaten wieder ein Heimsieg

"Spielerin des Tages" und siebenfache Torschützin: Maike Schirmer"Spielerin des Tages" und siebenfache Torschützin: Maike Schirmer
Quelle: Dieter Lange, BSV
Der Buxtehuder SV hat seine Niederlagenserie in eigener Halle beendet. Der 29:23 (16:14)-Erfolg am Samstag vor 1.039 Zuschauern gegen die HSG Bensheim/Auerbach war der erste Heimerfolg seit Anfang Oktober des vergangenen Jahres. "Unser Motto war, wieder zu alter Heimstärke zu finden. Das ist uns gelungen", sagte BSV-Trainer Dirk Leun. Dank des Erfolges überholte der BSV die HSG in der Tabelle und liegt derzeit auf Rang sieben. Am kommenden Samstag, 19.30 Uhr, ist das Team bei der TuS Metzingen gefordert. Die Flames haben am Mittwoch ein Heimspiel gegen Meister Bietigheim.

Im Vorfeld konnte von einem ausgeglichenen und torreichen Spiel. Immerhin trennten beide Teams nur zwei Punkte und die Torverhältnisse waren sehr ähnlich. Und so begann die Partie auch. Die zwischenzeitliche 6:4-Führung der Gäste, war lange Zeit der größte Vorsprung einer Mannschaft. Obwohl Buxtehudes Spielerinnen in den ersten 20 Minuten siebenmal an Bensheims Torfrau Helen van Beurden (insgesamt 15 Paraden) scheiterten, blieb die Partie ausgeglichen - Julia Maidhof brachte die Gäste in Vorlage, Christina Haurum traf zum 12:12.

Anschließend gewann Buxtehude die Oberhand. Lone Fischer, Maike Schirmer und erneut Fischer brachten die Gastgeberinnen erstmals mit drei Toren in Front - 15:12. Neben dem guten Tempospiel nach Ballgewinnen hatte auch Torfrau Lea Rühter an der Führung ihren Teil. Mit ihren Paraden ermöglichte sie erst die Gegenstöße über die Außenspielerinnen. Die Führung hielt bis zum 16:14 zur Pause stand.

Zu Beginn des zweiten Abschnitts hatte der BSV anfängliche Probleme im Angriff. Daraus konnten die Flames allerdings keinen Profit schlagen. In der Deckung hatte der BSV die Gäste im Griff und ließ kaum klare Gelegenheiten zu. Als Buxtehude sich im Angriff wieder steigerte, wurden die Anstrengungen belohnt. Dank eines 4:0-Laufes baute der BSV seinen Vorsprung auf 21:16 aus.

In dieser Phase hätte das Buxtehuder Team das Spiel bereits entscheiden können. Doch zu viele vergebene freie Würfe verhinderten eine deutlichere Führung. Da die Aggressivität in der Abwehr stimmte und Lea Rühter (insgesamt zehn Paraden) mehrmals zur Stelle war, wuchs der Vorsprung auf zwischenzeitlich sieben Tore an - 27:20.

In den Schlussminuten geriet der Erfolg des BSV nicht mehr in Gefahr. Den Schlusspunkt in einer am Ende unerwartet deutlichen Begegnung markierte Das 29:23 war der erste Heimsieg des Buxtehuder SV seit mehr als drei Monaten. Letztmals gewann der BSV am 09. Oktober 2019 in der Halle Nord. Damals wurde der VfL Oldenburg im Nord-Derby 31:24 geschlagen.

Stimmen zum Spiel:




Heike Ahlgrimm, Trainerin HSG Bensheim/Auerbach:
In der ersten Halbzeit haben wir viele Dinge richtig gemacht. Aber durch unsere ein, zwei Fehler, kam Buxtehude zu den Toren. In der zweiten waren die ersten Minuten in Ordnung. Danach haben wir den Faden verloren und waren im Kopf nicht in der Lage mitzuhalten. Wir haben viele Bälle verworfen. Dann kommt Buxtehude ins Laufen. Es ist schwierig so kurz nach dem Spiel und der Niederlage alles zu analysieren, aber Buxtehude war heute besser und das müssen wir anerkennen.

Dirk Leun, Trainer Buxtehuder SV:
Unser Motto für das Spiel war: "Wieder zur alten Heimstärke finden." Das ist uns gelungen. Wir haben hinten die im letzten Heimspiel geforderte Leidenschaft umgesetzt. Allerdings hätten wir auch 37 Tore werfen können. Da muss ich Bensheims Torfrau Respekt zollen. Sie hat super gehalten. Entscheidend waren unsere 23 Gegentore. So wenig Gegentore macht die Welt im Angriff einfacher. Ich hoffe, wir gehen diesen Weg weiter, weil es hat mir in diesem Spiel richtig Spaß gemacht, das Team zu coachen.

Maike Schirmer, "VfL-Spielerin des Tages":
Der Sieg war richtig wichtig. Gerade zuhause, wo wir zuletzt nicht so tolle Spiele gemacht haben. Wir wollten auch vor dem Publikum zeigen, dass wir es können. Wir hatten alle von Anfang an den Willen, das Spiel zu gewinnen. Ich hatte ein positives Gefühl, dass sich im Spiel weiterentwickelt hat. Je dichter die 60 Minuten kamen, desto sicherer wurde ich, dass wir nicht verlieren können. Die letzten fünf Minuten habe ich mich bereits heftig gefreut.